17. August 2019 / 20:13 Uhr

Torwart Lukas Raeder hält 3:2-Sieg des VfB Lübeck gegen St. Pauli II fest (mit Video)

Torwart Lukas Raeder hält 3:2-Sieg des VfB Lübeck gegen St. Pauli II fest (mit Video)

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Lukas Raeder hielt in der Schlussphase grandios.
Lukas Raeder hielt in der Schlussphase grandios. © 54°/Koenig
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Gegen die Kiezkicker wurde die Schlussphase zur Abwehrschlacht - VfB nach fünftem Sieg im fünften Spiel wieder an der Tabellenspitze

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Torbuzzer SH: VfB Oldenburg - SC Weiche Flensburg 08, VfB Lübeck - FC St. Pauli II, Eintracht Norderstedt - Holstein Kiel II

Die Tabellenführung ist zurück und auch die Revanche für die Pokalniederlage gegen die Zweitliga-Profis des FC St. Pauli ist gelungen. Der 3:2-Sieg am Samstag gegen die Regionalliga-Reserve der Braun-Weißen war für den VfB Lübeck aber ein hartes Stück Arbeit.

Die Bilder vom Spiel VfB Lübeck - FC St. Pauli II

Drückend überlegen: Patrick Hobsch gegen Christian Viet. Zur Galerie
Drückend überlegen: Patrick Hobsch gegen Christian Viet. ©
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VfB zittert sich zurück an die Spitze

In der Schlussphase war es eine Abwehrschlacht, die die 2530 Zuschauer an der Lohmühle sahen. Im Mittelpunkt stand Lukas Raeder, der erst am Mittwoch zur neuen Nummer Eins im Lübecker Tor ernannt wurde. Mit zwei Riesenparaden gegen Niklas Golke (86.) und Robin Meißner (90. +1) rettete der 1,94 m große und 25-jährige Neuzugang und Ex-Profi von Bayern München die makellose Bilanz der Grün-Weißen. Es war der fünfte Sieg im fünften Spiel. „Wir haben es uns selber schwer gemacht, den Sieg aber als Mannschaft über die Runden gebracht“, sagte Raeder später.

Zur Pause läufts für den VfB Lübeck v. 1919 e. V. Der Treffer zum 2:0 im Video: Ein Schuss von Hobsch findet den Weg ins Pauli-Tor.

Gepostet von Sportbuzzer Lübeck am Samstag, 17. August 2019

Ahmet Arslan trifft nach 120 Sekunden

Dabei hatte Ahmet Arslan schon nach 120 Sekunden dafür gesorgt, dass sich die Fans das erste Mal von der Tribüne erhoben. Mit einem herrlichen Schlenzer aus 17 Metern in den rechten Winkel brachte er die Hausherren in Führung. Es schien alles auf einen ruhigen Nachmittag hinauszulaufen. Die Gäste präsentierten sich harmlos. Für den Ex-Lübecker Cemal Sezer war schon zur Halbzeitpause Schluss. Zweimal schoss der 23-jährige Stürmer an alter Wirkungsstätte auf das VfB-Tor – kein Problem für Raeder (15., 28.). Die Grün-Weißen hatten alles im Griff und profitierten in der 24. Minute von einem Eigentor von Paulis Torwart Leon Matthäus Schmidt zum 2:0. Nach einer Hereingabe von VfB-Stürmer Patrick Hobsch schoss Linksaußen Meißner seinen eigenen Schlussmann an, von dem der Ball schließlich ins Tor abprallte. „Wir hatten keine Angst, aber zu viel Respekt gegen einen guten Gegner. Wir haben mutlos nach vorne gespielt und ohne Mut verteidigt“, resümierte Gästetrainer Joachim Philipkowski.

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Entscheidung lag Lübeck auf dem Fuß

Knackpunkt war, dass Kapitän Daniel Halke & Co. nicht das 3:0 nachlegten. Yannick Deichmann scheiterte aus der Drehung (10.), Riedel aus halbrechter Position nach Deichmann-Vorlage (22.), Hobsch nach Deichmann-Steilpass (43.) und Marcel Schelle freistehend an Schmidt nach toller Kombination über Florian Riedel und Deichmann (47.). Das sollte sich rächen. Aus dem Nichts traf Christian Stark (49.) ins linke Eck zum Anschlusstreffer. „Wir sind selber schuld und haben es versäumt, den Deckel darauf zu machen. Wir hätten St. Pauli viel eher killen müssen“, resümierte Halke. Und Trainer Rolf Landerl monierte: „Wir haben einen maroden Gegner zum Leben erweckt.“ Obwohl Arslan (61.), der wie schon im DFB-Pokal und in Heide (4:0) neben Raeder bester Lübecker war, auf 3:1 nach Deichmann-Vorlage erhöhte, war der Dreier längst noch nicht in trockenen Tüchern. „In der zweiten Halbzeit sind die Kräfte nach einer intensiven Woche weniger geworden“, gestand Trainer Rolf Landerl, der ohne Dennis Hoins und Marvin Thiel (beide muskuläre Probleme) auskommen musste. Es war jetzt eine offene Partie. Erst scheiterte Veli Sulejmani an Raeder (63.), ehe auf der anderen Seite Hobsch den Pfosten traf (68.).

VfB Lübeck: Einzelkritik zum Heimsieg gegen den FC St. Pauli II

Lukas Raeder: War auf dem Posten, wenn er gefordert war. Bereits nach drei Minuten parierte er aus kurzer Distanz doppelt, in der 40. lenkte er einen Norderstedter Kopfball gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte. Erlaubte sich in 90 Minuten nur einen Mini-Wackler beim Rauslaufen bei einer Ecke. Zur Galerie
Lukas Raeder: War auf dem Posten, wenn er gefordert war. Bereits nach drei Minuten parierte er aus kurzer Distanz doppelt, in der 40. lenkte er einen Norderstedter Kopfball gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte. Erlaubte sich in 90 Minuten nur einen Mini-Wackler beim Rauslaufen bei einer Ecke. ©

Qualitätsverlust nach Wechseln

Ohne Chance war Raeder gegen den Tunnelschuss von Meißner (71.), der nur sechs Minuten danach knapp flach rechts vorbeischoss. Nach der Auswechselung des zweifachen Torschützen Arslan (62.) lief kaum noch etwas zusammen beim Titelkandidaten. „Er hatte Probleme mit dem Fuß. Wir wollten frische Kräfte bringen“, begründete Landerl. Der für ihn eingewechselte Ex-St. Paulianer Miguel Fernandes, der im Pokal den entscheidenden Elfmeter verschossen hatte, war ein Totalausfall. Aber auch die Einwechselungen von Ryan Malone und Fabio Parduhn verpufften. „Man hat den Qualitätsverlust gemerkt. Ahmo ist enorm wichtig für uns. Es wäre schlimm, wenn er Eins zu Eins zu ersetzen wäre“, sagte Halke. Am Ende haben die Lübecker den Sieg laut Landerl über die Zeit gebracht. „Das bringt auch drei Punkte, die für mich unterm Strich verdient sind“, sagte er in der Pressekonferenz und wünsche den VIP-Gästen noch ein gutes Restwochenende.

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"Niemals aufgeben Lüdi"

Tolle Geste: Nach dem Spiel machten Halke & Co. ein gemeinsames Foto mit den VfB-Fans von der Stehtribüne unter den Pappeln und hielten einen Banner mit der Aufschrift „Niemals aufgeben Lüdi“ hoch. Zudem wurden Unterschriften auf einer Trainingsjacke für den zurzeit erkrankten Fan, Ex-Trainer der „Dritten“ und Schiedsrichter Markus Lüders gesammelt.

Statistik zum Spiel:

VfB Lübeck: Raeder – Riedel, Halke, Grupe, Weißmann, Matovina – Deichmann (70. Malone), Mende, Schelle (79. Parduhn) – Hobsch, Arslan (62. Fernandes).  

FC St. Pauli II: Schmidt – Santos Teixeira (46. Golke), Frahm, Kuyucu – Münzner – Wieckhoff, Lee, Münzner, Viet (71. Schütt), Meißner – Sezer (46. Sulejmani), Stark. 

Schiedsrichter: Tim Skorczyk (Braunschweig).

Zuschauer: 2530.

Tore: 1:0 Asrlan (2.), 2:0 Schmitt (ET, 24.), 2:1 Stark (49.), 3:1 Arslan (61.), 3:2 Meißner (71.).

Gelbe Karten: Schelle, Weißmann – Santos Teixeira, Lee.

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