08. März 2017 / 15:04 Uhr

Torwartfrage: VfL-Keeper Casteels wittert seine Chance

Torwartfrage: VfL-Keeper Casteels wittert seine Chance

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Koen Casteels vom VfL Wolfsburg
Wird in Leipzig wohl im VfL-Tor stehen: Keeper Koen Casteels. © Imago
Anzeige

Drei Trainer hatte der VfL in dieser Saison bereits – und dreimal stellte sich die Frage: Wer hütet dauerhaft das Tor des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten? Neu-Coach Andries Jonker hat sich bisher zwischen Kapitän Diego Benaglio und Koen Casteels noch nicht entscheiden.

„Der Trainer hat bei seiner ersten Ansprache gesagt, dass jeder bei Null anfängt. Das gilt für alle Spieler, also auch für die Torhüter“, sagt Casteels. Doch eine Tendenz sei noch nicht erkennbar. „Auf die Torwart-Position ist er speziell jedoch nicht eingegangen.“ Derzeit muss sich Jonker aber auch nicht festlegen. Benaglio steht dem 54-Jährigen wegen Hüftproblemen nicht zur Verfügung. Auch für das Spiel am Samstag (15.30 Uhr) bei RB Leipzig droht der Schweizer auszufallen. In dieser Woche konnte er noch keine Trainingseinheit mitmachen. Vieles deutet darauf hin, dass Casteels zum zweiten Mal in Folge zwischen den Pfosten stehen darf. „Ich weiß nicht, wie die Situation bei Diego genau ist. Ich mache im Training einfach mein Ding und dann wird der Trainer schon entscheiden“, so der Belgier.

Anzeige

Casteels wittert unter Jonker seine Chance: Zu Saisonbeginn war er unter Ex-VfL-Coach Dieter Hecking die Nummer 1, doch dessen Nachfolger Valérien Ismaël setzte auf Benaglio. Casteels musste auf die Bank, doch nun greift er wieder an. „Ich freue mich immer, wenn ich spielen darf, aber es ist nicht wichtig, wer spielt. Die Priorität liegt auf der Mannschaft“, betont der 24-Jährige, dem die Arbeit mit dem neuen Coach besonders gefällt. „Ein neuer Trainer bringt immer neue Energie. Er hat eine klare Philosophie und versucht uns jeden Tag zu verbessern. Seine Taktik ist viel mehr auf Ballbesitz, schnelles Passspiel und Kombinationen ausgelegt. Ich glaube, das liegt der Mannschaft“, sagt der Keeper.

Und was erwartet er in Leipzig für eine Partie? „Es wird schwer. Die Leipziger laufen und arbeiten sehr viel, aber ich glaube, dass wir schon viele Fortschritte gemacht haben.“