11. April 2021 / 12:03 Uhr

„Total versemmelt“: Erzgebirge Aue vergibt gegen St. Pauli erste Chance auf 40 Punkte

„Total versemmelt“: Erzgebirge Aue vergibt gegen St. Pauli erste Chance auf 40 Punkte

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
10.04.2021, Sachsen, Aue: Fuflball: 2. Bundesliga, FC Erzgebirge Aue - FC St. Pauli, 28. Spieltag, im Erzgebirgsstadion. Aues Torwart Martin M‰nnel (vorne) kann das Tor zum 0:1 nicht verhindern. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gem‰fl den Vorgaben der DFL Deutsche Fuflball Liga bzw. des DFB Deutscher Fuflball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder video‰hnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Ersten Matchball nicht genutzt: Die Partie gegen den FC St. Pauli ging für den FC Erzgebirge Aue mit 1:3 verloren. © dpa
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Der FC St. Pauli kam als bestes Rückrundenteam der 2. Bundesliga nach Aue und ließ dem FC Erzgebirge von Anfang an keine Chance. Die Sachsen präsentierten sich offensiv harmlos und in der Defensive anfällig.

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Aue. Ideenlos, fehlerhaft, unkonzentriert: Erzgebirge Aue ließ die erste Chance ungenutzt, die ominöse Marke von 40 Punkten zu erreichen. Eine der schwächsten Saisonleistungen führte zu einer 1:3-Niederlage gegen den FC St. Pauli. „Den ersten Matchball haben wir total versemmelt“, sagte Trainer Dirk Schuster. Der 53-Jährige resümierte kurz und knapp: „St. Pauli war besser. Punkt.“

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Gegen Nürnberg punkten

Mit 37 Zählern auf dem Konto haben die Auer zwar immer noch genügend Luft zur Abstiegszone, doch die Tendenz der vergangenen Wochen kann Mannschaft und Verantwortliche der „Veilchen“ nicht zufrieden stellen. Aue gewann nur eins ihrer letzten sechs Spiele und verpasste somit wiederholt eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt. „Wir werden trotzdem wieder aufstehen“, versprach Schuster. Kapitän Martin Männel äußerte sich ähnlich kämpferisch: „Wir werden den Mund abputzen, das Spiel sauber analysieren und dann versuchen, im nächsten Spiel die 40 Punkte einzusammeln.“

JETZT Durchklicken: Die Bilder zur 1:3-Heimniederlage der Erzgebirger

Der FC Erzgebirge Aue kassiert gegen den FC St. Pauli die dritte Heimniederlage der Saison. Nach 90 überwiegend einseitigen Minuten setzten sich die Kiez-Kicker mit 3:1 durch. Zur Galerie
Der FC Erzgebirge Aue kassiert gegen den FC St. Pauli die dritte Heimniederlage der Saison. Nach 90 überwiegend einseitigen Minuten setzten sich die Kiez-Kicker mit 3:1 durch. ©

Weil das für Samstag geplante Auswärtsspiel beim Karlsruher SC wegen der angeordneten Corona-Quarantäne bei den Badenern ausfällt, ist Aue erst am 20. April (18.30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg wieder gefordert.

„Mehr haben wir auch nicht verdient gehabt“

Dann müssen sich die Erzgebirger allerdings deutlich steigern, um den Rasen als Sieger zu verlassen. Gegen St. Pauli liefen die Auer fast die komplette Spielzeit neben der Spur. Bereits nach 59 Sekunden lag der Ball das erste Mal im Netz. Luca Zander konnte nach einem Freistoß von Rodrigo Zalazar am langen Pfosten unbedrängt zum 0:1 einköpfen. „St. Pauli hat eine brutale Qualität in der Offensive. Wir haben zu viele Fehler angeboten und in den Umschaltsituationen den Ball zu leicht hergeschenkt“, sagte Männel nach seinem 300. Zweitliga-Einsatz für den FC Erzgebirge.

Der 33-Jährige gehörte noch zu besten Auern und bewahrte sein Team mit mehreren Paraden vor einer deutlicheren Niederlage. Bei den zwei Gegentoren nach der Pause von Zalazar (49.) und Zander (56.) war Männel chancenlos. „St. Pauli hat uns vorgemacht, wie man mit solchen Situationen vor dem Tor umgeht“, sagte Schuster. Der Coach vermisste bei den wenigen eigenen Möglichkeiten die notwendige Cleverness. Dazu kritisierte der Trainer das wiederholt schwache Abwehrhalten vor dem 0:3, als Zander nach einem Freistoß erneut freistehend zum Abschluss kam: „Dazu fällt mir relativ wenig ein, wie man das noch in irgendeiner Form besprechen kann, wenn es dann wieder so passiert.“

Aue kam durch Pascal Testroet in der 73. Minute zwar noch zum Ehrentreffer, „aber mehr haben wir auch nicht verdient gehabt“, meinte Schuster. Denn auch in der Schlussphase blieb ein Aufbäumen seiner Mannschaft aus.