06. Juli 2021 / 17:53 Uhr

Tour de France: Cavendish gewinnt Sprintankunft in Valence – Noch ein Tagessieg zum Merckx-Rekord

Tour de France: Cavendish gewinnt Sprintankunft in Valence – Noch ein Tagessieg zum Merckx-Rekord

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mark Cavendish hat bei der Sprintankunft in Valence gewonnen.
Mark Cavendish hat bei der Sprintankunft in Valence gewonnen. © dpa
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Routinier Mark Cavendish hat bei der Tour de France die Sprintankunft in Valence gewonnen. Es war der 33. Etappensieg des Briten in seiner Karriere – er ist nur noch einen weiteren Tages-Erfolg vom Uralt-Rekord der belgischen Legende Eddy Merckx entfernt.

Altstar Mark Cavendish hat seine große Chance vor der Kletter-Qual am Mont Ventoux genutzt und steht unmittelbar vor der Einstellung des Uralt-Rekords von Eddy Merckx. Der in den vergangenen Jahren tief gefallene Brite sprintete bei der Tour de France am Dienstag zu seinem 33. Etappensieg und liegt damit nur noch einen Erfolg hinter der Rad-Legende aus Belgien. Für Cavendish, der das Finale knapp vor den Belgiern Wout van Aert und Jasper Philipsen gewann, war der Triumph auf dem 190,7 Kilometer langen Teilstück vom Olympia-Ort Albertville nach Valence bereits der dritte Tagessieg in diesem Jahr.

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Der Ex-Weltmeister vom Team Deceuninck-Quick-Step wird damit neben Gelb-Träger und Titelverteidiger Tadej Pogacar immer mehr zum Star dieser 108. Frankreich-Rundfahrt. Nach seinen Siegen in Fougères, Châteauroux und Valence wird es zudem weitere Chancen geben, um nicht nur mit Merckx gleichzuziehen, sondern schon 2021 alleiniger Rekordhalter für Tagessiege beim wichtigsten Radrennen der Welt zu werden. Der Deutsche André Greipel blieb im Massensprint zurück, er hatte mit den Podesträngen nichts zu tun und belegte Rang sieben.

Greipel enttäuscht nach Platz sieben

Nach der perfekt vorbereiteten Sprint-Show von Routinier Cavendish, der ein nervöser Etappenverlauf vorausging, dürfte sich der Fokus schon am Mittwoch wieder komplett auf den neuen Tour-Dominator Pogacar richten. Der Slowene düpierte in den Alpen am vergangenen Wochenende die komplette Konkurrenz und gilt bei der schweren Etappe, bei der am Mittwoch der legendäre Mont Ventoux in der Provence erstmals gleich doppelt überquert wird, als heißester Anwärter auf den nächsten großen Coup.

Für Greipel hingegen wird es nicht einfacher. Sechs Jahre nach seinem Sieg in Valence vor Landsmann John Degenkolb scheint der 38 Jahre alte Routinier aus Rostock einfach nicht mehr die Endgeschwindigkeit für einen Überraschungserfolg zu haben. "Der Körper ist nach dem Ruhetag ein bisschen eingeschlafen. Es wird ein paar Kilometer brauchen, ihn wieder aufzuwecken", sagte Greipel am Start. Schon in den ersten beiden Massensprints war der "Gorilla" mit den Rängen 10 und 23 hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben.

Deutscher Jonas Koch muss Tour beenden

Im Gegensatz zu den harten und kalten Alpen-Etappen am Wochenende hat die nächste Corona-Testreihe keine Folgen für das Feld ergeben. 164 von 165 Fahrern konnten das Rennen zum Start der zweiten Tour-Woche fortsetzen, nur der Deutsche Jonas Koch konnte wegen einer nicht näher genannten Krankheit nicht mehr an den Start gehen. "Leider war Jonas Koch in den vergangenen zwei Tagen krank und wird nicht zum Start bei der 10. Etappe erscheinen", hieß es von seinem Team Intermarché-Wanty Gobert.

Schon seit dem Wochenende nicht mehr dabei ist der von einem Sturz geplagte Primoz Roglic. Der Jumbo-Visma-Profi galt als einer der Topfavoriten auf Gelb, nachdem er sich 2020 nur knapp seinem Landsmann Tadej Pogacar geschlagen geben musste. Wenn es nach Sportdirektor Merijn Zeeman geht, wird Roglic im nächsten Jahr einen weiteren Anlauf wagen. "Er wird nächstes Jahr zur Tour zurückkehren. Das ist das Rennen, bei dem er zeigen möchte, dass er die Nummer eins der Welt ist. Er wird zurückkommen", sagte Zeeman dem Fachportal Cyclingnews.