04. Januar 2020 / 15:53 Uhr

Tournee: Geiger gelingt Aufholjagd bei Chaos-Springen in Innsbruck – Kubacki übernimmt Führung

Tournee: Geiger gelingt Aufholjagd bei Chaos-Springen in Innsbruck – Kubacki übernimmt Führung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl Geiger hat beim dritten Tournee-Springen in Innsbruck eine Aufholjagd hingelegt. Dawid Kubacki (r.) übernahm die Gesamtführung.
Karl Geiger hat beim dritten Tournee-Springen in Innsbruck eine Aufholjagd hingelegt. Dawid Kubacki (r.) übernahm die Gesamtführung. © dpa/imago images
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Der Wind hat die Vierschanzentournee kräftig durcheinandergewirbelt. Die deutsche Hoffnung Karl Geiger hat beim dritten Springen in Innsbruck einen Rückschlag im Kampf um den Gesamt-Titel erlitten, nach einem verkorksten ersten Sprung aber noch Schadensbegrenzung betrieben. Die Gesamtführung übernahm Dawid Kubacki, Tagessieger der neue Tournee-Zweite Marius Lindvik.

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Karl Geiger hat bei der Vierschanzentournee der Skispringer einen herben Dämpfer im Kampf um den ersten deutschen Gesamtsieg seit Sven Hannawald 2002 hinnehmen müssen. Der 26-Jährige konnte am Samstag in Innsbruck nicht an seine furiosen Auftritte von Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen anknüpfen und belegte in einem turbulenten Wettkampf nach Sprüngen auf 117,5 und 126 Meter nur den achten Platz. Den Sieg am Bergisel sicherte sich bei wechselnden und tückischen Wind- und Wetterbedingungen der Norweger Marius Lindvik (der schon im Garmisch gewann) vor dem neuen Führenden Dawid Kubacki aus Polen und dem Norweger Daniel Andre Tande.

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"Die Schanze ist vor allem bei wechselnden Bedingungen schwierig", sagte Geiger nach dem Springen in der ARD. "Momentan fällt es mir schwer, das Ganze einzuordnen. Ich weiß, dass die Sprüngen nicht erste Sahne waren. Es ist so wie es ist - aber es ist noch nicht vorbei." Sein Rückstand auf Kubacki beträgt allerdings bereits 13 Punkte. Hinter Lindvik, Kubacki und Tande landeten der Österreicher Stefan Kraft, der beste Deutsche Stephan Leyhe und Ex-Champion Gregor Schlierenzauer, dem mit zwei starken Sprüngen eine Rückkehr in die Top Ten gelang.

Skispringen: Alle Sieger der Vierschanzentournee

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2001/2002: Sven Hannawald jubelt mit Bundestrainer Reinhard Hess (r.) und Co-Trainer Wolfgang Steiert. Sein Erfolg bei der Vier-Schanzen-Tournee löste in Deutschland einen Hype ums Skispringen aus... ©

Karl Geiger: Rückschlag im ersten Durchgang - Deutsche enttäuschen

Schon im ersten Durchgang hatte Geiger den Rückschlag erlitten. Der größte deutsche Hoffnungsträger sprang bei schwierigen Windbedingungen und einer nicht so schnellen Anlaufspur am Samstag nur 117,5 Meter weit, lag zur Halbzeit des Wettkampfes lediglich auf Rang 23 und büßte zahlreiche Punkte auf die anderen Top-Springer Ryoyu Kobayashi aus Japan, den Polen Dawid Kubacki und den Norweger Marius Lindvik ein, der mit einem Sprung auf 133 Meter in Front lag. Sein zweiter Sprung endete bei 126 Metern - Kobayashi konnte er zwar überholen, Kubacki und Lindvik allerdings zogen davon.

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"Es ist eine Verkettung von unglücklichen Umständen", fasste Constantin Schmid den enttäuschenden Auftritt der Deutschen im ersten Springen in der ARD zusammen. Der eigentlich formstarke Youngster erwischte zwei schwache Durchgänge, wurde nur 26 - einen Platz vor dem heute enttäuschenden Markus Eisenbichler. Schmid: "Bei mir liefen die Sprünge nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Beim Karl war der Wind schlecht im ersten Versuch."