26. Mai 2019 / 19:00 Uhr

Traditionself des Dresdner SC unterliegt Oldies vom 1. FC Lok Leipzig mit 3:5

Traditionself des Dresdner SC unterliegt Oldies vom 1. FC Lok Leipzig mit 3:5

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Lok-Legende Frank Baum im Zweikampf mit Matthias Müller (DSC). Nico Kanitz und Mathias Zimmerling schauen zu.
Lok-Legende Frank Baum attackiert den heranstürmenden Matthias Müller (DSC). Nico Kanitz und Mathias Zimmerling schauen zu. © Steffen Manig
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100 Jahre Stadion im Ostragehege: Fußball-Größen von einst erinnern an das Eröffnungsspiel zwischen dem DSC und dem VfB Leipzig.

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Dresden. Sonne satt empfing die Traditionsteams vom Dresdner SC und vom 1. FC Lok Leipzig am Sonntagmittag im Heinz-Steyer-Stadion. Dementsprechend warm war es für die reiferen Ballkünstler beim Jubiläumskick zum 100-jährigen Bestehen der Arena im Ostragehege. Am 12. Oktober 1919 hatten Gastgeber DSC und Lok-Vorgänger VfB Leipzig das Eröffnungsspiel bestritten, das die Gäste damals mit 1:0 für sich entschieden. Die Dresdner bemühten sich nun zwar 2 x 30 Minuten lang um Revanche, aber am Ende unterlagen sie den im Schnitt jüngeren und eingespielteren Leipzigern mit 3:5 (1:3).

Torfestival bei den Oldies

Für die Blau-Gelben trafen Nico Kanitz und Matthias Zimmerling (2) vor der Pause, ein Eigentor von DSC-Verteidiger Thomas Boden und ein Treffer von René Heusel führten zur zwischenzeitlichen 5:1-Führung, die Nikica Maglica mit seinem zweiten verwandelten Elfmeter und Ulf Große noch auf 5:3 verkürzen konnten.

„Es hat gereicht, bei dem Wetter war es nicht einfach“, atmete Mittelfeld-Ass Maglica nach dem Abpfiff durch. Der Kroate, der früher für Dynamo in der Bundesliga und danach sechs Jahre für die Rot-Schwarzen im Ostragehege gespielt hatte, war mit 54 Jahren noch einer der Jüngeren im Team der 98er. Der Co-Trainer vom Radebeuler BC spielte das erste Mal für die DSC-Oldies, für die auch sein Noch-Chef Matthias Müller die Töppen schnürte. Der scheidende RBC-Coach, der 1969 über die FSV Lok Dresden (DSC-Nachfolger und -Vorgänger) zu Dynamo gekommen war und nach der Wende den wiedergegründeten Dresdner SC trainiert hatte, war einer der ältesten und prominentesten Kicker auf dem Feld und hielt mit 64 bis weit in die zweite Halbzeit durch.

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Auf der Tribüne, links Ralf Hauptmann und Rene Beuchel. Zur Galerie
Auf der Tribüne, links Ralf Hauptmann und Rene Beuchel. ©
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Halbzeit im Traditionsspiel. Der 1. FC Lok führt 3:1. Für den Sportclub traf Niki Maglica, für die Loksche erzielten Rene Häusel (2×) und Matthias Zimmerling die Treffer.

Gepostet von Dresdner SC 1898 - Fußball am Sonntag, 26. Mai 2019

Lok-Legende Frank Baum ist ältester Kicker auf dem Rasen

Dem Dresdner Ex-Auswahlspieler stand Lok-Legende Frank Baum (17 A-Länderspiele) in nichts nach. Der 63-Jährige ist bei den blau-gelben Oldies der älteste: „Die meisten sind zwischen 40 und 50, ich bin ein bisschen die Ausnahme. Es gibt nur noch zwei, drei Ältere wie mich: Ronald Kreer und mit Abstrichen Dieter Kühn.“ Beide konnten aber diesmal nicht kommen. Kreer war erst angekündigt, „aber er ist im Trainingslager auf Rhodos“, so Baum.

Dass er selbst noch so gut drauf ist, erklärt Baum so: „Das ist immer eine Frage des Anspruchs. Außerdem arbeite ich in einer Rehaklinik, da sehe ich jeden Tag viel Leid – da wird man demütig.“ An das Stadion hat er gute Erinnerungen: „Ich habe vor 42 Jahren mit Chemie Leipzig hier in der Aufstiegsrunde gegen die FSV Lok Dresden gespielt, es waren 14 000 Zuschauer da, und wir haben 1:0 gewonnen.“ 1978 kam Baum dann zu Lok Leipzig, wo er bis 1989 spielte und es auf 204 Oberliga-Spiele brachte. Baum hofft sehr, dass die „Loksche“ bald wieder höherklassig spielt: „Ich bin kein RB-Fan. Das Konstrukt hat grundsätzlich nichts mit Leipzig zu tun.“

DSC - Weg nach oben?

Weiter oben will auch Maglica seinen alten Club sehen: „Dresden ist so eine große Stadt, außer Dynamo gibt es keinen Verein, der höherklassig spielt. Ich hoffe, dass der DSC in den nächsten Jahren wieder hochkommt.“ Gerade steigen die 98er zwar wieder in die Landesklasse auf, aber die 7. Liga sollte nicht ewig der Anspruch des Deutschen Meisters von 1943 und 1944 sein.

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