18. Mai 2021 / 17:30 Uhr

Traditionsturnier entfällt: Leipziger Wirtschaftsstudenten laufen für guten Zweck

Traditionsturnier entfällt: Leipziger Wirtschaftsstudenten laufen für guten Zweck

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
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Geht beim Spendenlauf an den Start: HHL-Student Maximilian Emendörfer. © Archiv/Privat
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Sportbegeisterte Studenten der Handelshochschule Leipzig (HHL) müssen auch in diesem Jahr zurückstecken: Das europäische Fußballturnier „European Ivy League“ entfällt coronabedingt. Doch die Studis haben einen Plan B: Das Team um Maximilian Emendörfer schwitzt bei einem Spendenlauf. Gezockt wird auch – virtuell an der Konsole.

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Leipzig. Laufen statt kicken: Studierende der Handelshochschule Leipzig (HHL) müssen auch anno 2021 auf das traditionsreiche Fußballturnier „European Ivy League“ in der Soccer World verzichten. Eine coronabedingte Absage wie im vergangenen Jahr kam den Wirtschaftsaspiranten allerdings nicht infrage. Not macht erfinderisch – so haben sich die Kommilitonen und Sportfreunde etwas Neues einfallen lassen: einen Spendenlauf und ein FIFA-21-Turnier – damit Anhänger der schönsten Sportart der Welt auf ihre Kosten kommen.

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Exzellenter Auftakt

Die älteste Initiative von Studenten für Studenten geht somit in die 24. Auflage. „Nicht live und in Farbe, aber mit einem anderen Konzept“, sagt Maximilian Emendörfer zufrieden. Der 25-jährige Master-Student gehört zum Team der diesjährigen Organisatoren und läuft natürlich auch für den guten Zweck.

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Am Montag fiel der Startschuss für den zweiwöchigen virtuellen Spendenlauf – die sogenannte European Ivy League Fitness Challenge. Über 200 Studenten 20 verschiedener Universitäten habe sich zum Ziel gesetzt, 1.200 Kilometer zurückzulegen – genau die Distanz zwischen den drei HHL-Campus in Leipzig, Köln und München. Neben dem klassischen Joggen ist auch Walken und Radfahren erlaubt. Die erfassten Kilometer werden via App an die Organisatoren gesendet. Die Bilanz ist herausragend: Allein am ersten Tag legten die Beteiligten 1.064 Kilometer zurück. Wie viel will Emendörfer schrubben? „Ich habe mir tatsächlich kein Ziel gesteckt“. 40 Kilometer gibt er vor. „Die sind machbar“, so der gebürtige Rostocker.



Knacken Emendörfer und Kollegen die anvisierte Marke, dann spenden die Studis mindestens 500 Euro an das Kinderhospiz Bärenherz und an die Pandechaion Herberge – eine Unterkunft für Geflüchtete. Bisher konnte das Team schon Zuwendungen in Höhe von über 1.500 Euro akquirieren

RBLZ-Gaming-Chef bei FIFA-Turnier

Beschlossen wird die Fitness-Challenge am 5. Juni mit einem europaweit gespielten FIFA-21-Turnier. Emendörfer ist Fußballer, hat früher aktiv beim Rostocker FC gebolzt, aber seine Spielkonsole ist seit zwei, drei Jahren eingestaubt. Also heimliches Zocken vor dem großen Auftritt? „Ich werde mich vorher nochmal hinsetzen, dass ich mich nicht blamiere.“ Zumal der Wirtschaftsstudent in einem Zweier-Team antreten wird.

Während der Spielpausen geben drei Redner Input zum Thema „Leadership“. Dazu werden Marc Lenhard, E-Sports-Boss von RB Leipzig, und Stefan Zuschke (Ex-Chef des Finanzdienstleisters BC Partners) referieren. Als Überraschungsgast steht noch ein Gast aus der Fußballszene aus. Bleibt dann nur noch zu klären, wie sich Student Emendörfer schlägt: virtuell beim Laufen und beim Zocken an der Konsole.

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!