05. Februar 2019 / 13:31 Uhr

Traf 2015 im DFB-Pokal bei RB Leipzig - Timm Klose sieht VfL Wolfsburg "gewiss nicht chancenlos"

Traf 2015 im DFB-Pokal bei RB Leipzig - Timm Klose sieht VfL Wolfsburg "gewiss nicht chancenlos"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Er kennt das Gefühl, gegen RB Leipzig im DFB-Pokal-Achtelfinale zu stehen - und dabei sogar zu treffen. Timm Klose sieht den VfL Wolfsburg trotz veränderter Umstände auch in diesem Jahr fähig, die Sachsen zu schlagen.
Er kennt das Gefühl, gegen RB Leipzig im DFB-Pokal-Achtelfinale zu stehen - und dabei sogar zu treffen. Timm Klose sieht den VfL Wolfsburg trotz veränderter Umstände auch in diesem Jahr fähig, die Sachsen zu schlagen. © imago/Eibner/Montage
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Großartig durchpusten können die VfL-Profis nach dem Sieg in der Fußball-Bundesliga am Samstag in Berlin nicht, denn schon am Mittwoch (18.30 Uhr) steigt das packende Pokal-Achtelfinale bei RB Leipzig. Zweimal hat’s das Duell im Pokal schon gegeben – jeweils bei RB.

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Das erste Mal (Ende Juli 2011, siehe Bericht) erlebte der VfL beim 2:3 in Leipzig (war damals noch Viertligist) eine Blamage, beim zweiten Mal (im März 2015) war es ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Pokal-Triumph. Erfolgreich damals für die Wolfsburger: Timm Klose.

Schäfer auf Klose - der Gnadenstoß

Eine präzise Ecke von der linken Seite von Marcel Schäfer, dann schraubte sich Klose, neun Meter vom Tor entfernt, hoch und wuchtete die Kugel mit dem Kopf in den Winkel des Leipziger Tores. Das 2:0 für den VfL beim damaligen Zweitligisten RB, die Entscheidung – der Einzug ins Pokal-Viertelfinale war geschafft. So erfolgreich will der VfL das erneut gestalten, diesmal jedoch ohne Abwehrmann Klose, der mittlerweile beim englischen Zweitligisten Norwich City spielt.

"Das war nicht leicht damals"

Momentan fehlt der 30-Jährige, weil er sich am Knie verletzt hat. „Aber es ist nichts Schlimmes“, so der Innenverteidiger, der im Sommer 2016 auf die Insel gewechselt war – und der in seiner VfL-Zeit (43 Pflichtspiele) fünf Treffer erzielte. Zwei davon im Pokal, einen davon beim so wichtigen Sieg in Leipzig. „Das war nicht leicht damals. RB war als Zweitligist im Kommen, es wurde viel über Leipzig geschrieben. Und dann sind wir dorthin gefahren und haben es souverän runtergespielt“, erinnert sich Klose, der bei den Fans hier stets beliebt, sportlich jedoch nicht immer erste Wahl war. Deshalb entschied er sich damals für den Wechsel zu Norwich.

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2015 vs. 2019: "Die Struktur ist gleich"

Zuvor jedoch schrieb er mit dem VfL mit dem Pokalgewinn Geschichte. „Dabei sind wir in der ersten Runde in Darmstadt fast herausgeflogen.“ Erst im Elfmeterschießen setzten sich Klose und Co. durch, es folgte ein souveränes 4:1 gegen den 1. FC Heidenheim und danach der Erfolg bei RB. Kann man die Leipziger von damals mit denen von heute überhaupt noch vergleichen? Ein bisschen schon, sagt der Schweizer und begründet: „Die Struktur ist immer noch gleich, RB setzt auf viele junge Spieler, auf Ballbesitz, auf Umschalt-Fußball mit Tempo.“

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Klose schwärmt vom "neuen" VfL

Natürlich sei es nicht einfach, dort zu spielen, „schließlich hat Leipzig gerade ohne Wenn und Aber 3:0 in Hannover gewonnen – doch wenn sie gegen eine Mannschaft spielen, die gut organisiert ist und die Räume gut zuläuft, haben sie Probleme.“ Und sein Ex-Verein verkörpere genau das in diesem Jahr.

"Im Pokal werden wilde Geschichten geschrieben"

„Der VfL ist ganz gewiss nicht chancenlos, Wolfsburg spielt ziemlich solide hinten und wartet auf die eine Chance“, sagt der Abwehrmann und fügt hinzu: „Ich habe das Gefühl, das ist wieder eine Mannschaft, sie gehen die Dinge zusammen an – das ist extrem wichtig, wenn du Titel gewinnen möchtest. Meister zu werden, wird schwierig, aber im Pokal werden wilde Geschichten geschrieben.“

So wie einst in der Saison 2014/15, als der VfL auf dem Weg zum Pokaltriumph nach dem Sieg in Leipzig noch Freiburg, Bielefeld und eben Dortmund bezwang – und Klose nach dem Pokalsieg einen lockeren Spruch nach dem anderen raushaute, an einem Mai-Abend, „den man nie vergisst“.

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