22. November 2018 / 17:00 Uhr

Die Trainer-Bilanz: Breitenreiter gegen Hecking - Sensation im ersten Aufeinandertreffen

Die Trainer-Bilanz: Breitenreiter gegen Hecking - Sensation im ersten Aufeinandertreffen

Nils Weinert
RedaktionsNetzwerk Deutschland
MOENCHENGLADBACH, GERMANY - NOVEMBER 04: Fans of Borussia Monchengladbach prior to the Bundesliga match between Borussia Moenchengladbach and Fortuna Duesseldorf at Borussia-Park on November 4, 2018 in Moenchengladbach, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)
André Breitenreiter weiß, wie man eine Mannschaft von Dieter Hecking knacken kann, das hat er schon öfter unter Beweis gestellt - Kann er das auch am Sonntagabend schaffen? © Getty Images/imago/action press
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Am Sonntag muss Hannover 96 im Borussia-Park gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach ran. Keine leichte Aufgabe für die Elf von Trainer André Breitenreiter. Der weiß aber, wie man die Mannschaft von Dieter Hecking knacken kann, denn es ist nicht das erste Aufeinandertreffen der beiden Trainer. 

Gegen keinen anderen Trainer musste André Breitenreiter als Chef-Coach so oft ran, wie gegen Dieter Hecking. Ginge es nach Erfahrung, dann hätte Gladbachs Trainer klar die Nase vorn. Ganze 638 Spiele hat der 54-Jährige schon als Trainer erlebt. Seine allererste Station als Coach liegt ja auch schon einige Zeit zurück: Am 1. Juli 2000, als André Breitenreiter die Spiele noch auf dem Platz bestritt und mitten in seiner aktiven Profi-Karriere steckte, heuerte der damals 35-Jährige zum ersten Mal beim SC Verl in der Regionalliga Nord an.

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Währenddessen stand André Breitenreiter bei der SpVgg. Unterhaching unter Vertrag. Seine erste Station als Chef-Coach trat der 45-Jährige genau wie sein Trainerkollege in der Regionalliga Nord an - allerdings erst 10 Jahre später beim TSV Havelse. Zu dem Zeitpunkt hatte Hecking schon mehr als die Hälfte seiner Partien als Trainer hinter sich gelassen.

Dieter Hecking: Seine Trainer-Karriere in Bildern

Die Anfänge einer Karriere: Der neue Lübeck-Trainer Dieter Hecking (r.) 2001 mit VfB-Macher „Molle“ Schütt. Zur Galerie
Die Anfänge einer Karriere: Der neue Lübeck-Trainer Dieter Hecking (r.) 2001 mit VfB-Macher „Molle“ Schütt. © Wolfgang Maxwitat

Sensation im ersten Aufeinandertreffen

Das erste direkte Aufeinandertreffen der beiden Trainergrößen sorgte gleich für Aufsehen. In der Saison 2012/13 zog der TSV Havelse, bei dem André Breitenreiter zu diesem Zeitpunkt angestellt war, in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals ein großes Los - der 1. FC Nürnberg gastierte in Garbsen. Für Breitenreiter war es die erste Partie auf professioneller Ebene, denn zuvor hatte er die Havelser "nur" in der Regionalliga gecoacht.

Die Favoritenrolle hatte ganz klar der 1. FC Nürnberg inne, doch die Havelser spielten mutig mit - und das mit Erfolg. In der siebten Minute der Verlängerung sorgte der Ex-Braunschweiger Marc Vucinovic für die durchaus verdiente 3:2-Führung. Dabei blieb es - die Sensation war perfekt.

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Der TSV Havelse warf den 1. FC Nürnberg in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals aus dem Wettbewerb und der Einstand in die noch junge Trainerkarriere von André Breitenreiter im Profibereich war geglückt.

André Breitenreiter: Seine Karriere in Bildern

Andre Breitenreiter begann seine fußballerische Laufbahn in Hannover. Für 96 absolvierte der Angreifer 79 Spiele und schoss zwölf Tore. Zur Galerie
Andre Breitenreiter begann seine fußballerische Laufbahn in Hannover. Für 96 absolvierte der Angreifer 79 Spiele und schoss zwölf Tore. ©

Das zweite Duell zwischen André Breitenreiter und Dieter Hecking stand zwei Jahre später in der Saison 2014/15 an, als der Aufsteiger SC Paderborn, bei dem André Breitenreiter seine Trainerkarriere fortsetzte, beim VfL Wolfsburg gastierte. Für die Paderborner konnte sich das Ergebnis durchaus sehen lassen: Beim späteren Pokalsieger konnte der SC durch ein 1:1-Unentschieden einen Punkt aus der Autostadt mitnehmen.

Es war die Überraschung des 15. Spieltags, denn zu diesem Zeitpunkt galt der VfL als "Bayern-Verfolger Nummer eins". Paderborns Keeper Lukas Kruse wurde zur überragenden Figur des Spiels, als er beim Stand von 1:0 für die Gastgeber den Elfmeter von Ivan Perisic parierte.

Die weiteren Duelle zwischen André Breitenreiter und Dieter Hecking gibt es in unserer Galerie. Klickt euch durch!

Das sind die direkten Duelle zwischen André Breitenreiter und Dieter Hecking

<b>Sonntag, 19. August 2012:</b> Das erste Duell der beiden Trainer hatte es in sich: In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals empfing der Regionalligist TSV Havelse den 1. FC Nürnberg. Die Havelser schafften die Sensation und gewannen mit 3:2 nach Verlängerung. Im Vordergrund ist der jubelnde André Breitenreiter zu sehen. Schon damals arbeitete er mit Volkan Bulut zusammen, der auch heute noch sein Co-Trainer ist. Zur Galerie
Sonntag, 19. August 2012: Das erste Duell der beiden Trainer hatte es in sich: In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals empfing der Regionalligist TSV Havelse den 1. FC Nürnberg. Die Havelser schafften die Sensation und gewannen mit 3:2 nach Verlängerung. Im Vordergrund ist der jubelnde André Breitenreiter zu sehen. Schon damals arbeitete er mit Volkan Bulut zusammen, der auch heute noch sein Co-Trainer ist. ©
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Das erste Jahr von André Breitenreiter bei Hannover 96 in Bildern:

Ich bin ein waschechter Hannoveraner, sagte André Breitenreiter bei seiner Vorstellung am 20. März 2017. Zur Galerie
"Ich bin ein waschechter Hannoveraner", sagte André Breitenreiter bei seiner Vorstellung am 20. März 2017. ©

Achtes Aufeinandertreffen der beiden Trainer

Insgesamt hat Dieter Hecking die Nase vorn: In sieben Partien führte der 54-Jährige seine Mannschaften insgesamt vier Mal zum Sieg. André Breitenreiter konnte allerdings für die eine oder andere Überraschung sorgen. Das könnte im nächsten Spiel auch nicht schaden, denn am Sonntag kommt es zur achten Auflage des Duells Breitenreiter gegen Hecking.

Wer dort die Nase vorn hat, steht noch offen - Allerdings wird das keine leichte Aufgabe für Hannover 96 werden, denn der Tabellenzweite aus Gladbach will Borussia Dortmund dicht auf den Fersen bleiben.

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