26. März 2020 / 06:58 Uhr

Trainer Christoph Beck von der SG Padenstedt: "Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Saison regulär beendet wird"

Trainer Christoph Beck von der SG Padenstedt: "Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Saison regulär beendet wird"

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Christoph Beck von der SG Padenstedt hat seine eigene Meinung zur Corona-Pandemie.
Christoph Beck von der SG Padenstedt hat seine eigene Meinung zur Corona-Pandemie. © Lage
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"Wir haben keine Planungsmöglichkeiten", so der 40-Jährige

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Das Abstiegsgespenst kreist wie ein Damoklesschwert über der SG Padenstedt. Mit gerade einmal acht Punkten aus 17 Spielen ist das Team von der A7 abgeschlagen Tabellenletzter der Verbandsliga West. Die Corona-Krise hilft der Mannschaft von Cheftrainer Christoph Beck auch nicht weiter. Im Gegenteil. Der 40-jährige Übungsleiter macht sich Gedanken über die Zukunft seiner Truppe und über das Coronavirus. Im Interview mit dem KN-Sportbuzzer stand der Trainer Rede und Antwort.

KN-Sportbuzzer: Wie bewertest du die momentane Gesamtsituation?

Christoph Beck: Global gesehen ist recht schwierig, da man nicht weiß, welche Verläufe das ganze nimmt. Deutschland ist, so denke ich, recht gut aufgestellt. Vieles bei uns läuft gut, wenn man es mit einigen anderen Ländern vergleicht. Ein großer Dank gebührt allen Leuten, die auf den jeweiligen Positionen das ganze System am Laufen halten.

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Wie halten sich deine Jungs fit?

Es ist natürlich schwierig im Moment, da man nicht einmal ins Fitnessstudio darf. Jeder geht individuell laufen. Einige müssen etwas mehr auf Langstecke gehen, andere auf Intervallläufe. Je nach persönlichem Zustand. Ich hoffe, dass wir dadurch etwas auffangen können, wobei man von einem richtigen Trainingsbetrieb ja nicht sprechen kann.

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Glaubst du, die Saison wird regulär beendet?

Das ist eine sehr ambitionierte Frage. Es ist ja noch gar nicht absehbar, wie und ob es überhaupt weitergeht. Die Definition wäre natürlich, wie lange würde die Saison gehen. Sollte man davon ausgehen, dass die Saison wie geplant Ende Mai beendet wird, halte ich es für sehr unwahrscheinlich. Eine Belastung mit Mittwoch – Samstagsspielen halte ich für ausgeschlossen, da es die Jungs zu sehr strapaziert und dadurch die Verletzungsgefahr steigt. Das ist mit Sicherheit nicht im Sinne des Sports und zudem wäre es eine Wettbewerbsverfälschung. Es würden sieben Englische Wochen auf uns zukommen, das halte ich für nicht durchführbar. Eine Option, die in einigen Verbänden schon diskutiert wird, ist die Saison zu annullieren und dann im Juli neu beginnen.

Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Zu Saisonbeginn 2015/16 verpflichtete Drittligist Holstein Kiel Steven Lewerenz, der dort mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet wurde. 2017 stieg er dann mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga auf. In der Zweitligasaion 2017/18 absolvierte Lewerenz 30 Zweitligapartien für die Kieler und trug mit acht Saisontoren maßgeblich zum Erreichen des dritten Tabellenplatzes bei. Am 5. Januar 2019 schloss er sich bis zum Saisonende dem Zweitligisten 1. FC Magdeburg an. Seine Bilanz im Trikot der Störche: 110 Partien (30 Tore). Zur Galerie
Zu Saisonbeginn 2015/16 verpflichtete Drittligist Holstein Kiel Steven Lewerenz, der dort mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet wurde. 2017 stieg er dann mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga auf. In der Zweitligasaion 2017/18 absolvierte Lewerenz 30 Zweitligapartien für die Kieler und trug mit acht Saisontoren maßgeblich zum Erreichen des dritten Tabellenplatzes bei. Am 5. Januar 2019 schloss er sich bis zum Saisonende dem Zweitligisten 1. FC Magdeburg an. Seine Bilanz im Trikot der Störche: 110 Partien (30 Tore). ©
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Wird die Planung für die nächste Saison durch die Corona-Krise beeinflusst?

Natürlich wird die Planung erschwert. Die Spieler, die zu uns passen, machen es natürlich davon abhängig, ob wir die Klasse halten. Wir haben gar keine Planungsmöglichkeiten, da man auch nicht weiß, was die Verbände planen. Es wird den anderen Vereinen, die mit Auf- und Abstieg zu tun haben, ähnlich gehen. Wir haben Kontakt zu Spielern, aber müssen natürlich abwarten. Orientierungsmöglichkeiten haben wir momentan jedenfalls nicht.

Interview von Andrè Haase

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