26. Juli 2019 / 17:24 Uhr

"Trainer der Saison": Trebbins Frank Lange gewinnt Wahl vor seinem Sohn

"Trainer der Saison": Trebbins Frank Lange gewinnt Wahl vor seinem Sohn

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Frank Lange (l.) gewann die Wahl zum Trainer der Saison 2018/19 in Brandenburg vor seinem Sohn Patrick Hinze.
Frank Lange (l.) gewann die Wahl zum "Trainer der Saison 2018/19" in Brandenburg vor seinem Sohn Patrick Hinze. © Oliver Schwandt/Benjamin Feller
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Die Jury hat entschieden: Trainer-Urgestein Frank Lange (VfB Trebbin) gewinnt die Wahl zum "Trainer der Saison 2018/19" im Brandenburger SPORTBUZZER. Und auch der zweite Platz bleibt in der Familie: Sein Sohn Patrick Hinze vom RSV Eintracht 1949 aus Stahnsdorf holt sich Rang zwei.

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Frank Lange und Patrick Hinze haben einen Running Gag. „Wenn mich jemand fragt“, erzählt Lange, „warum es bei Patrick so gut läuft, sag ich immer, er trainiert nach meinen Plänen. Und wenn Patrick gefragt wird, warum es bei mir so gut läuft, sagt er, ich trainiere nach seinen Plänen“, erzählt der 67-Jährige über den Witz zwischen Vater und Sohn.

Beide mit großem Vorsprung Meister

Gelaufen ist es bei beiden in der abgelaufenen Saison nämlich außergewöhnlich gut. Lange holte mit dem VfB Trebbin mit 16 Punkten Vorsprung die Meisterschaft in der Landesklasse West sowie den Kreispokalsieg im Fußballkreis Dahme/Fläming, Hinze hatte beim Titel in der Landesliga Nord mit dem RSV Eintracht 1949 aus Stahnsdorf sogar 22 Punkte Vorsprung auf den erste Verfolger.

In Bildern: Das ist das Ergebnis der Abstimmung zum "Trainer der Saison 2018/19" in Brandenburg.

Das ist das Ergebnis der Jury-Abstimmung, bei der 12 Coaches zur Wahl standen. Zur Galerie
Das ist das Ergebnis der Jury-Abstimmung, bei der 12 Coaches zur Wahl standen. ©
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Nun dürfen die beiden Fußball-Trainer einen weiteren Erfolg feiern: Lange wurde von der Jury bei der SPORTBUZZER-Wahl zum „Trainer der Saison 2018/19“ gewählt, sein Sohn machte mit dem zweiten Platz den Familien-Doppelsieg perfekt. „Im Stillen habe ich gedacht: Wenn Patrick Erster wird und ich Zweiter, werde ich wahnsinnig“, sagt Lange mit viel Spaß und ein wenig Ernst in der Stimme.

Hinze Deutscher Meister mit Hertha-B-Junioren

Beide haben großen Respekt vor der Leistung des anderen. „Ich glaube, die Arbeit von meinem Vater und mir ist von der Akribie her anders als bei vielen anderen Trainern, wir sind beide schon besonders positiv krank“, sagt Hinze, der einst auch ein sehr talentierter Fußballer war. Mit den B-Junioren von Hertha BSC gewann er 2003 mit Kevin-Prince Boateng und Ashkan Dejagah die deutsche Meisterschaft.

Im Alter von 24 Jahren musste er nach mehreren Kreuzbandrissen und einem Knorpelschaden allerdings schon früh seine Karriere beenden. Anschließend trainierte er die B- und A-Junioren des RSV, kurzzeitig Co-Trainer von Hertha 03 Zehlendorf, ehe er vor drei Jahren die RSV-Männer übernahm. In der Brandenburgliga soll nach dem Aufstieg für ihn noch lange nicht Schluss sein. „Ich möchte bald hauptberuflich als Trainer arbeiten“, sagt der 33-Jährige, der kürzlich seine A-Lizenz gemacht hat.

Lange führt Turbine Potsdam in die Bundesliga

Die hat sein Vater ebenfalls, genauso wie einige Erfolge. So führte er 1994 Turbine Potsdam in die Frauen-Bundesliga. Anschließend war er 16 Jahre Betreuer bei TeBe Berlin, unter anderem zu Zweitligazeiten an der Seite von Bayerns Co-Trainer-Legende Hermann Gerland, mit dem Familie Lange/Hinze seither eine enge Freundschaft verbindet. Langes Mentor sei allerdings Heinz Werner, einst Trainer von Union Berlin und Stahl Brandenburg, „wenn ich mal Rat und Tat brauchte, habe ich ihn angerufen.“

In Bildern: Das sind die 12 Kandidaten zur Abstimmung zum "Trainer der Saison".

Das sind die 12 Kandidaten(-Duos) für die Abstimmung zum Trainer der Saison. Zur Galerie
Das sind die 12 Kandidaten(-Duos) für die Abstimmung zum "Trainer der Saison". ©

Daraus klingt schon heraus, dass Lange zur klassischen Trainergeneration zählt. „Patrick trainiert schon etwas moderner als ich, das ist gar keine Frage. Aber es gibt auch Dinge, die noch in 30 Jahren im Fußball die gleichen sein werden“, sagt der Trebbiner Erfolgstrainer, der schon vergangenes Jahr den Kreispokal holte und vor zwei Jahren in die Landesklasse aufgestiegen war. Inzwischen ist er allerdings gar nicht mehr Trainer, nach der abgelaufenen Saison rückte er in die Sportliche Leitung.

Direktes Duell am Sonnabend

Hinze dagegen lässt in der Vorbereitung seine Spieler auch schon mal zur Fitness-Sportart Tae Bo antreten. „Ich habe schon meine Ideen, die ich verwirkliche. Aber ich habe auch viel von meinem Vater angenommen, vor allem was den Teamgeist und die Homogenität einer Mannschaft angeht“, sagt Hinze. Drei- bis viermal die Woche treffen sie sich, unter anderem am Sonnabend (14 Uhr), wenn Hinze seinen Vater mit Trebbin zum Testspiel erwartet. „Wir müssen sehen, dass wir keine zehn Gegentore kriegen. Die haben eine Riesentruppe“, schwärmt der Vater über die Mannschaft seines Sohnes.

Den dritten Platz bei der Wahl – mit nur zwei Punkten Rückstand auf Sieger Lange – holte sich Thomas Czerwionka, der mit Aufsteiger 1. SV Oberkrämer Vizemeister in der Kreisoberliga Oberhavel sowie Kreispokalsieger wurde. Mit der Oberhavel-Auswahl gewann der 50-Jährige außerdem den SPORTBUZZER-Cup in Kremmen.

Gewinner gehen ins Hotel Estrel Berlin

Gewinner Frank Lange erhält für seinen Erfolg bei der MAZ-Wahl zum „Trainer der Saison“ einen Gutschein für zwei Personen für eine Übernachtung im Hotel Estrel Berlin inklusive Frühstücksbuffet und einem Besuch der „Stars in Concert“ Showproduktion. Sein Sohn Patrick Hinze erhält als Zweitplatzierter einen Gutschein für zwei Personen für ein Menü und die Show „Stars in Concert“. Thomas Czerwionka darf als Drittplatzierter mit einer Begleitung „Stars in Concert“ besuchen.

Das war die Jury:

Die Jury der Wahl bestand in diesem Jahr aus: Jens Kaden (Präsident des Fußballlandesverbandes Brandenburg), Mike Schläger (Vorsitzender des Fußballkreises Prignitz/Ruppin), Hartmut Lenski (Vorsitzender des Fußballkreises Havelland), Bodo Konrad (Vorsitzender des Fußballkreises Dahme/Fläming), Michael Reichert (Vorsitzender des Fußballkreises Oberhavel/Barnim), Sandra Stolz (Frauen-Bundesliga-Schiedsrichterin) und Ex-Spieler Heiko Bengs sowie der MAZ-Sportredaktion. Die Jury-Mitglieder haben unabhängig voneinander ihre Stimmen abgegeben. Dabei wählten sie ihre Top 5, für den ersten Platz gab es fünf Punkte, für den zweiten vier, usw. Am Ende wurden die Punkte addiert und zur Gesamtwertung zusammengefasst.

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