03. Oktober 2020 / 19:16 Uhr

Nach Kölner Derby-Pleite: Gisdol weist Trainer-Diskussion zurück - Hamann: "Sie sind zu blauäugig"

Nach Kölner Derby-Pleite: Gisdol weist Trainer-Diskussion zurück - Hamann: "Sie sind zu blauäugig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kölns Trainer Markus Gisdol mit dem einzigen Kölner Derby-Torschützen Elvis Rexhbecaj.
Kölns Trainer Markus Gisdol mit dem einzigen Kölner Derby-Torschützen Elvis Rexhbecaj. © dpa
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Für den 1. FC Köln war auch am 3. Spieltag in der Bundesliga mal wieder nichts zu holen, ausgerechnet im Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Saisonübergreifend wartet die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol sogar seit 13 Spielen auf einen Sieg. Auch für ihn könnte es damit bald ungemütlich werden. 

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Der Fehlstart ist perfekt: Der 1. FC Köln hat die drei Bundesliga-Spiele der neuen Saison allesamt verloren. Auch am Samstagnachmittag war die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol gegen Borussia Mönchengladbach zu keinem Zeitpunkt für einen Punktgewinn in Frage gekommen. Am Ende wurde das - eigentlich auch emotional bedeutungsvolle - Rheinderby im eigenen Stadion deutlich mit 1:3 verloren. Zwischenzeitlich hatte der FC mit 0:3 zurückgelegen und war damit noch gut bedient - lediglich Elvis Rexhbecaj könnte das Ergebnis mit seinem Treffer noch etwas schönen.

Bereits nach dem 3. Spieltag wirkt man beim FC irgendwie ratlos, wie der einmal mehr unglücklich agierende Torwart Timo Horn durchblicken ließ. "Wir haben uns vor der Saison den Klassenerhalt als Ziel gesetzt. Dass wir das erreichen können, davon kann man nach diesen drei Spielen nicht sprechen." Erste Durchhalteparolen werden angestimmt in der Domstadt: "Wir müssen jetzt zusammenhalten", meinte Horn vielsagend.

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Die Lage beim FC wird immer brisanter. Saisonübergreifend sind die Kölner nun sogar schon seit 13 Spielen ohne Sieg. Auch für Trainer Markus Gisdol wird der öffentliche Gegenwind im ohnehin stürmischen Kölner Umfeld allmählich größer. Eine Diskussion um die eigene Person weist er jedoch zurück: "Ich kann nur sagen, dass ich dieses Gefühl intern nicht habe, weil sich alle der Situation bewusst sind."

Auch Gisdol betonte noch einmal, dass es für seine Mannschaft in der gesamten Saison nur um das Erreichen des Klassenerhalts gehen werde. "Da ist der Start natürlich nicht förderlich und ich hätte mir mehr Punkte gewünscht. Nach der Länderspielpause wollen wir einen Neustart." Auch Sport-Geschäftsführer Horst Heldt bezog Stellung: "Keiner wird sich aus der Verantwortung nehmen. Dass es eine lange, intensive und schwierige Saison vor uns haben, das wussten wir."

Hamann über 1. FC Köln: "Sind in einen Trott verfallen"

Sky-Experte Dietmar Hamann zeigt sich indes gespannt, ob es nicht doch schon bald eine Trainerdiskussion in Köln geben wird und meint: "Sie sind zu blauäugig, zu denken, dass die letzten Spiele nichts mit der letzten Saison zu tun haben. Sie sind da in einen Trott verfallen, der dazu geführt hat, dass sie 13 Spiele saisonübergreifend ohne Sieg sind."