07. Oktober 2020 / 09:54 Uhr

Trainer-Legende Friedhelm Funkel: So läuft mein Leben nach der Karriere

Trainer-Legende Friedhelm Funkel: So läuft mein Leben nach der Karriere

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Friedhelm Funkel hat seine Trainer-Karriere im Januar 2020 beendet.
Friedhelm Funkel hat seine Trainer-Karriere im Januar 2020 beendet. © Getty Images/Montage
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Die Trainer-Ära von Friedhelm Funkel ist seit Januar 2020 zu Ende. Nach mehr als 500 Bundesliga-Spielen auf der Bank war Fortuna Düsseldorf die letzte Station des 66-Jährigen. Auf der SPORTBUZZER Network Light in der Strassenkicker Base in Köln spricht die Trainer-Legende über das Leben nach der Karriere und seinen Ex-Klub.

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Für Friedhelm Funkel begann im Januar 2020 ein neuer Lebensabschnitt. Nach der Entlassung bei Fortuna Düsseldorf verabschiedete sich der 66-Jährige aus dem Profisport. "Fußball wird immer in meinem Leben eine Rolle spielen. Aber ich genieße einfach die Freizeit, dich ich jetzt habe. Ich war über 30 Jahre lang Trainer und vorher über 20 Jahre lang Spieler. Und da war meine Freizeit vom Terminkalender abhängig", sagte Funkel am Dienstagabend auf der SPORTBUZZER Network Light in der Strassenkicker Base in Köln: "Ich spiele jetzt intensiver Tennis und kümmere mich intensiver um meine Familie. Wir machen viel Sport zusammen und spielen Tischtennis oder Badminton. Ich mache das, was jeder normale Bürger macht, wenn er viel Freizeit hat. Und das ist einfach schön."

Bei den Fortuna-Fans genoss Funkel auch nach dem Rauswurf hohes Ansehen, weil er die Mannschaft nach seinem Amtsantritt 2016 zunächst vor dem Zweitliga-Abstieg bewahrt, sie 2018 zurück ins Oberhaus und in der Saison 2018/2019 auf Rang zehn geführt hatte. Doch auch diese Solidarität des Anhangs konnte das Aus im Januar nicht abwenden. Jetzt blickt Funkel aus der Ferne auf seinen Ex-Klub. "Für mich geht der Aufstieg nur über Fortuna Düsseldorf. Sie haben einfach eine gute charakterliche und erfahrene Mannschaft. Das ist kein Absteiger, der sich erstmal an die zweite Liga gewöhnen muss. Es sind sehr viele Spieler mit dabei, die vor zwei Jahren mit mir aufgestiegen sind. Das ist einfach eine tolle Mannschaft. Auch wenn sie mit zwei Niederlagen nicht gut gestartet sind, traue ich ihnen den Aufstieg zu", meinte Funkel.

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Wenig muss sich sein Ex-Klub Fortuna dabei mit dem Thema Belastungssteuerung auseinandersetzen - dafür viele Bundesligisten. Besonders die Nationalspieler, die mit ihren Klubs neben der Bundesliga, dem DFB-Pokal auch noch in der Champions League oder Europa League zu Einsätzen kommen haben laut Funkel eine "sehr hohe Belastung" in dieser Saison. "Für einen normalen Bundesliga-Spieler mit einem Spiel pro Woche oder auch mal mit einer Englischen Woche ist das für mich keine Überbelastung", erklärt der frühere Bundesliga-Trainer. Viele Profis kennen den Rhythmus, doch nach der Corona-Pause von Mitte März bis Mitte Mai ist der Terminkalender noch einmal erheblich enger geworden.