09. Oktober 2020 / 22:13 Uhr

Trainer-Legende Arsene Wenger: FC Bayern war 2013 besser als 2020 - "Kein Limit" für Gnabry

Trainer-Legende Arsene Wenger: FC Bayern war 2013 besser als 2020 - "Kein Limit" für Gnabry

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sieht den FC Bayern von 2013 besser, als den von 2020: Trainer-Legende Arsene Wenger.
Sieht den FC Bayern von 2013 besser, als den von 2020: Trainer-Legende Arsene Wenger. © Sebastian Widmann, Simon Hofmann, Alex Grimm/Getty Images
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Der FC Bayern scheint derzeit nicht aufzuhalten zu sein. Fünf Titel hat der Rekordmeister in diesem Jahr bereits gewonnen - vor allem der Champions-League-Triumph überstrahlt alles. Doch Trainer-Legende Arsene Wenger sieht die Mannschaft von 2013 als die bessere an.

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Der FC Bayern wird im Jahr 2020 mit Superlativen überhäuft! Gewinn der deutschen Meisterschaft, des DFB-Pokals, der Champions League, des UEFA-Supercups und des deutschen Supercups: Fünf Titel hat der Rekordmeister schon in diesem Jahr gesammelt. Für einige Experten gilt die Mannschaft als beste Bayern-Mannschaft der Geschichte - nicht so für Arsene Wenger, der Trainerlegende des FC Arsenal.

"Es ist nicht einmal die beste Bayern-Mannschaft der vergangenen Jahre. Das Team, das 2013 das Triple gewonnen hat, war besser", sagte Wenger dem Spiegel im Interview. Natürlich sei der FC Bayern derzeit die beste Mannschaft Europas, sagte er. "Das liegt auch daran, dass es keine anderen großen Mannschaften gibt. Barcelona ist schwach. Real Madrid ist schwach", so der Franzose.

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2013 holte der FC Bayern unter Trainer Jupp Heynckes das Triple bestehend aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Im Finale im Wembley-Stadion von London gewann Bayern gegen Borussia Dortmund. Auf dem Weg dahin schalteten die Münchener den FC Barcelona aus - und gewannen deutlich in beiden Partien.

Heute sind die großen Namen in der Mannschaft von Hansi Flick Robert Lewandowski, Serge Gnabry oder Joshua Kimmich. 2013 waren die Namen für Wenger aber größer. "Lahm, Ribéry, Robben, Schweinsteiger, Kroos. Sie hatten auf jeder Position Spitzenqualität. Das haben sie immer noch, mit Kimmich, Goretzka, Gnabry, Lewandowski", so der heutige FIFA-Direktor. Er sieht aber Verbesserungspotenzial beim FC Bayern: "Jetzt haben sie auch noch Sané dazu geholt! Ein sehr guter Transfer. Die Mannschaft kann sich auch noch entwickeln, vielleicht erreicht sie das Topniveau von 2013. Aber so weit sind sie noch nicht."

Vor allem Gnabry, der einst unter Wenger beim FC Arsenal spielte, könnte eine entscheidende Figur auf dem Weg dahin sein. "Gnabry ist ein riesiges Talent. Er ist kreativ, er kann dribbeln, er ist schnell und kann mit rechts und links abschließen. Und er ist sehr clever. Bleibt nur noch die Frage: Wie sehr ist er bereit zu leiden? Je größer die Bereitschaft, desto weiter kann er kommen. Ein Limit gibt es für ihn nicht", sagte sein ehemaliger Trainer.