05. November 2020 / 08:39 Uhr

Trainer-Legende Hitzfeld lobt FC Bayern: Wegen Alaba "nicht seine Seele verkaufen"

Trainer-Legende Hitzfeld lobt FC Bayern: Wegen Alaba "nicht seine Seele verkaufen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld hat der FC Bayern im Umgang mit David Alaba alles richtig gemacht.
Für Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld hat der FC Bayern im Umgang mit David Alaba alles richtig gemacht. © imago images/Sven Simon/dpa/Montage
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Klartext von der Trainer-Legende des FC Bayern: Ottmar Hitzfeld beglückwünscht seinen Ex-Klub für dessen "Vernunft" im Vertragspoker mit David Alaba. Der FCB müsse wegen eines Spielers nicht "seine Seele verkaufen".

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Der Vertragspoker um David Alaba beherrscht weiter die Schlagzeilen: Nun meldet sich mit Ottmar Hitzfeld die Trainer-Legende des FC Bayern zu Wort. Der Champions-League-Sieger von 2001 mit dem FCB hat seinen Ex-Klub in seiner Kolumne für den Kicker für den knallharten Umgang des Vereins mit dem Abwehr-Chef, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, gelobt. "Es ist vorbildlich, dass sie ihre Philosophie - die sie Sport und Ökonomie so gut wie in keinem anderen internationalen Spitzenklub verbinden lässt - fortsetzen", schrieb der 71-Jährige.

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Alaba und der FCB lieferten sich zuletzt einen monatelangen Poker - wohl um ein noch höheres Gehalt für den vielseitig einsetzbaren Abwehrspieler. Medienberichten zufolge soll der FC Bayern ein fixes Jahresgehalt von elf Millionen Euro für fünf Jahre geboten haben, das sich über Prämien auf bis zu 17 Millionen Euro jährlich hätte steigern können. Angeblich soll die Alaba-Seite, zu der neben Berater Pini Zahavi und dem Profi selbst auch Spielervater George gehört, jedoch ein Jahressalär von rund 20 Millionen Euro gefordert haben. Am Sonntag hatte dann Bayern-Präsident Herbert Hainer im _BR_ vorerst einen Schlussstrich unter die Verhandlungen gezogen und gesagt, das von Alabas Beratern zuvor abgelehnte Angebot des Klubs sei nicht länger gültig.

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Für Bayern-Legende Hitzfeld, der mit dem Klub fünfmal Meister wurde, sei dies genau der richtige Schritt gewesen: "Im Fall Alaba möchte ich die Bayern zu ihrer Vernunft beglückwünschen", kommentierte der Ex-Coach, der allerdings einen kompletten Abschied Alabas aus der Bundesliga bedauern würde: "Es wäre schön, wenn Alaba in der Liga bliebe - aber nicht um jeden Preis. Wegen eines Spielers muss Bayern nicht seine Seele verkaufen", so Hitzfeld deutlich.



Doch hält der FC Bayern das durch? Während FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic vor dem 6:2-Sieg des FC Bayern bei Red Bull Salzburg anzweifelte, "wie wir wieder zurück- und zueinanderfinden sollen", hörten sich die Worte von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Sport-Bild-Interview vom Mittwoch deutlich versöhnlicher an: "Ich glaube, wir ticken hier alle im Verein gleich: Wir möchten alle, dass David bleibt. Er ist ein wunderbarer Mensch und ein Top-Spieler", sagte der Bayern-Boss.