28. September 2019 / 11:31 Uhr

Trainer Maik Haberlag und der Eckernförder SV wollen die Punktekrise beenden

Trainer Maik Haberlag und der Eckernförder SV wollen die Punktekrise beenden

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Ole Altendorf traf gegen TSB Flensburg zum 1:1, doch der ESV ging beim 2:3 gegen die Flensburger wieder einmal leer aus.
Ole Altendorf traf gegen TSB Flensburg zum 1:1, doch der ESV ging beim 2:3 gegen die Flensburger wieder einmal leer aus. © Sven Janssen
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Sie haben viel Lob abbekommen. Zurecht? Auf jeden Fall. Der Eckernförder SV zeigte am vergangenen Spieltag gegen den TSB Flensburg die stärkste Leistung in dieser Saison. Nicht wenige rechneten vor dem Spiel damit, dass die Schwarz-Weißen gegen einen der Favoriten um die Meisterschaft in der Fußball-Oberliga mächtig unter die Räder kommen würden.

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Doch das tat der ESV nicht. Im Gegenteil. Die Mannschaft von Trainer Maik Haberlag brachte den TSB an den Rand eines Punktverlusts, verlor aber mit 2:3. Und da liegt das Problem. „Wir haben viel Zuspruch bekommen. Aber seien wir doch mal ehrlich: Wir haben trotzdem verloren. Wir dürfen dieses Spiel nicht zu hoch hängen“, betont der ESV-Coach.

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Schließlich steckt sein Team noch immer tief im Tabellenkeller fest. Einen Sieg konnten die Schwarz-Weißen in neun Spielen noch nicht feiern. Ein Zähler beträgt die magere Ausbeute der Eckernförder. Und doch macht der vergangene Auftritt trotz der bitteren sowie knappen Niederlage Mut. „Wir haben gezeigt, dass wir die Hochkaräter der Liga ärgern können. Aber genau das müssen wir auch gegen Mannschaften, die in der unteren Tabellenhälfte stehen, zeigen“, fordert Haberlag von seinen Schützlingen.

Haberlag erwartet ein schwieriges Spiel

Am Sonntag (15 Uhr) haben sie die nächste Chance dazu. Im Auswärtsspiel trifft der Eckernförder SV auf Frisia Risum-Lindholm. Ein Team, das ebenfalls zum unteren Oberliga-Drittel zählt. Doch hat die Truppe aus Nordfriesland den Schwarz-Weißen eines voraus: Sie haben Punkte auf dem Konto, zehn an der Zahl. „Es wird ein schwieriges Spiel werden. Lindholm kommt viel über ihre mannschaftliche Geschlossenheit und über die Zweikampfintensität. Zudem stehen sie in der Defensive sehr kompakt“, hat Haberlag bereits analysiert. Er erwartet ein Geduldsspiel.

Gut möglich ist, dass die Schwarz-Weißen wieder mit zwei Spitzen auflaufen werden. Dieses System hat gegen TSB gut funktioniert. Wobei der ESV gerade einmal eine Woche zuvor diese Formation eingeübt hatte. „Das neue System haben wir gegen TSB gut umgesetzt. Dennoch ist es wichtig, dass wir insgesamt flexibel bleiben“, betont Haberlag, der auf den unveränderten Kader Woche bauen kann. Die Trainingsbeteiligung ist hoch, die Einheiten sind intensiv. „Trotz der Punkteausbeute hören wir nicht auf zu arbeiten. Wir sind sehr konzentriert und haben trotz der vielen Niederlagen eine positive Entwicklung eingeschlagen“, hebt Haberlag hervor. Er selbst gäbe seinen Spieler viel Zeit dabei, sich zu entwickeln. „Auch wenn einige mit sich selbst doch ziemlich ungeduldig sind“, stellt er fest.

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Eckernfördes Ole Altendorf (am Ball) wird von Coskun Yamak an der Kieler Strafraumgrenze gebremst. Zur Galerie
Eckernfördes Ole Altendorf (am Ball) wird von Coskun Yamak an der Kieler Strafraumgrenze gebremst. ©

Nach neun Spielen ist eben immer noch kein Sieg herausgesprungen – trotz harter Arbeit. Klar, dass die Ungeduld immer größer wird. Doch die Sehnsucht nach drei Punkten soll gegen Risum-Lindholm am zehnten Spieltag ein Ende finden. Endlich will der ESV nach dem Spiel gelobt werden – aber nicht für eine Niederlage trotz guter Leistung, sondern für einen Sieg dank guter Leistung.