22. November 2021 / 09:44 Uhr

Trainer Schmidt atmet auf: Dynamo Dresden kann Fortuna Düsseldorf besiegen 

Trainer Schmidt atmet auf: Dynamo Dresden kann Fortuna Düsseldorf besiegen 

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
 21.11.2021, xtgx, Fussball 2. Bundesliga, SG Dynamo Dresden - Fortuna Duesseldorf emspor, v.l. Alexander Schmidt Dresden, Trainer Jubel ueber den Sieg, Jubel nach Spielende DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO Dresden *** 21 11 2021, xtgx, football 2 Bundesliga, SG Dynamo Dresden Fortuna Duesseldorf emspor, v l Alexander Schmidt Dresden, coach cheering about the victory, cheering after the end of the game DFL DFB REGULATES PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI VIDEO Dresden
Dynamos Alexander Schmidt ballt nach dem Abpfiff der Partie gegen Fortuna Düsseldorf die Siegerfäuste. © Jan Hübner/imago images
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Trainer Alexander Schmidt musste insbesondere nach der Niederlage gegen Holstein Kiel viel Kritik einstecken. Aber am Sonntag fuhr Dynamo Dresden gegen Fortuna Düsseldorf wieder drei Punkte ein. Auch die Sportgemeinschaft ist froh, dass sie am Coach festgehalten hat.

Dresden. Dass Dynamo Dresden noch gewinnen kann, lässt Trainer Alexander Schmidt aufatmen. Vor zwei Wochen, nach der Niederlage gegen Kiel, war die Zukunft des 53-Jährigen unsicher, doch Sport-Geschäftsführer Ralf Becker sprach dem Chefcoach das Vertrauen aus. In der Hoffnung, dass er das Ruder herumreißt. Doch dafür müssen Punkte her, und die haben die Schwarz-Gelben nun wieder eingefahren.

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Kein Bruch zwischen Team und Trainerteam

Entsprechend erleichtert zeigte sich der gebürtige Augsburger nach der Partie: „Natürlich fallen uns Steine vom Herzen, mir und der Mannschaft. Aber ich habe auch in der Negativserie gesagt, dass ich immer an die Mannschaft glaube, weil ich sie im Training sehe und weiß, dass sie einen guten Charakter hat. Und weil wir in letzter Zeit in Schlüsselsituationen das Spielglück nicht so auf unserer Seite hatten. Das gehört einfach dazu, aber ich muss mir das erarbeiten. Und sie haben sich das heute hart erarbeitet, meine Jungs“, lobte Alexander Schmidt seine Truppe und mahnte zugleich: „Wir sind heute überglücklich, dass wir die drei Punkte gegen einen starken Gegner geholt haben. Aber das war jetzt nur ein Schritt und die nächsten Schritte müssen kommen. Wir dürfen nicht nachlassen.“

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Endlich wieder ein Sieg! Die SG Dynamo Dresden setzt sich mit 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf und kann sich etwas von den Abstiegsrängen absetzen. Zur Galerie
Endlich wieder ein Sieg! Die SG Dynamo Dresden setzt sich mit 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf und kann sich etwas von den Abstiegsrängen absetzen. ©

Diese Einstellung wird auch Becker gefallen, dessen Entscheidung, mit Schmidt weiterzumachen, sich ausgezahlt hat. „Die Verantwortlichen bei uns haben einfach gesehen, dass zwischen der Mannschaft und dem Trainerteam – speziell mir – überhaupt kein Bruch ist und eine ordentliche Energie herrscht. Natürlich war die Situation kritisch, aber die Reaktion der Mannschaft war heute entsprechend gut und hat das Ganze bestätigt“, erklärte der Trainer und lieferte zugleich einen möglichen Grund, warum es diesmal für drei Punkte reichten: „Wir sind auch vorher nicht in Spiele reingegangen und waren lasch oder so. Es war immer Zug und Biss da – aber heute vielleicht noch mal diese paar Prozente mehr.“

„Ich war noch nie auf der Tribüne“

Auch Schmidt selbst hatte am Spielfeldrand alles gegeben und sich mehrfach so stark bei Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck beschwert, dass dieser ihm in der 34. Minute die Gelbe Karte zeigte. „Am Anfang hat der Schiedsrichter ein paar 50/50-Situationen gegen uns gepfiffen. Er hat dann eine solide Partie abgeliefert“, bilanzierte Schmidt, der natürlich auch emotional sei, aber: „Ich weiß immer die Grenze, bin noch nie vom Platz geflogen, war noch nie auf der Tribüne. Es war nach dem Spiel dann auch sehr respektvoll.“ Vielleicht auch, weil Jöllenbeck die spielentscheidende Szene, das Foul im Strafraum an Ransford Königsdörffer, korrekt bewertete und den Elfmeter gab, der den 1:0-Sieg brachte. Und die drei Punkte, die fürs Erste den ganz großen Druck aus dem Kessel nehmen – und nach harten Wochen Balsam für Schmidts Trainerseele sind.