02. April 2021 / 11:16 Uhr

Trainer Svensson gegen Ex-Chef Kramer: Mainz startet gegen Bielefeld in entscheidende Wochen

Trainer Svensson gegen Ex-Chef Kramer: Mainz startet gegen Bielefeld in entscheidende Wochen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bo Svensson trifft am Samstag mit seinen Mainzern auf Bielefeld um seinen Ex-Chef Frank Kramer.
Bo Svensson trifft am Samstag mit seinen Mainzern auf Bielefeld um seinen Ex-Chef Frank Kramer. © IMAGO/Sportfoto Rudel (Montage)
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Mainz 05 hat sich unter dem neuen Trainer Bo Svensson mächtig berappelt - nun geht es für den Abstiegskandidaten gegen Bielefeld, Köln und Hertha. Vor dem ersten der drei wichtigen Spiele warnt Svensson vor allzu hohem Druck. Zum Auftakt trifft er auf seinen Ex-Chef Frank Kramer.

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Von "Wochen der Wahrheit" will Bo Svensson trotz des heißen Programms beim FSV Mainz 05 nichts wissen. Für die Rheinhessen und ihren dänischen Trainer beginnt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Arminia Bielefeld eine Serie von drei Partien gegen unmittelbare Konkurrenten im Abstiegskampf der Bundesliga. Nach der zweiwöchigen Länderspielpause will der Tabellen-15. erstmal an die Siege gegen Freiburg und in Hoffenheim anknüpfen.

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"Wir waren schon acht und zehn Punkte hinter dem Relegations- und dem Nichtabstiegsplatz zurück", erinnerte Svensson an den tiefsten Punkt in dieser Saison. Für seine Mannschaft sei in jener Situation jedes Spiel ein "Spiel der Wahrheit" gewesen. "Wenn wir den Spielen, die jetzt kommen, eine größere Bedeutung zuschreiben, widerspricht das aller Logik", erklärte der 41-Jährige bei einer Online-Pressekonferenz am Donnerstag.

"Bei allem, was er tut, ist er total authentisch und strahlt Ruhe und Klarheit aus. Der Trainer ist sicher der Schlüssel", sagte 05-Clubchef Stefan Hofmann im Interview der Allgemeine Zeitung (Donnerstag) zum Aufschwung unter Svensson. Die Mannschaft sei "absolut konkurrenzfähig" und könne gegen jeden Gegner in dieser Liga punkten.

Nach der Partie gegen Aufsteiger Bielefeld geht es für die Mainzer zum 1. FC Köln (11. April), dann kommt Hertha BSC (18. April). Gegen die Arminia trifft Svensson auf jenen Mann, der vor nicht allzu langer Zeit noch sein Chef war: Frank Kramer, seit Anfang März Trainer auf der Alm, war 2019 als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von RB Salzburg für die Svensson-Verpflichtung als Coach des FC Liefering verantwortlich.

Svensson über Kramer: "Absoluter Topmann"

"Wir standen in sehr engem, täglichem Austausch und kamen auch menschlich gut miteinander aus", sagt der Mainzer Chefcoach: "Ich hab' ihm zu seiner neuen Aufgabe gratuliert, und ich freue mich, ihn wiederzusehen. Er ist ein absoluter Topmann." Kramer hatte jüngst im SPORTBUZZER-Interview, seinerzeit noch nicht bei der Arminia tätig, über Svensson gesagt: "Ich schätze ihn und seine Arbeit sehr. Er ist von Haus aus ein richtig guter Trainer, deswegen hatten ihn wir auch nach Salzburg zum FC Liefering geholt."

Die beiden schätzen sich. Was Svensson als Kramers erstes erkennbares Verdienst in Bielefeld lobt, könnte zum größten Problem seiner eigenen Profis werden: "Frank hat es geschafft, die Defensive zu stabilisieren. Auch Leipzig hat sich schwergetan, gegen Bielefeld zu Chancen zu kommen."

Svensson gönnte nicht nur seinen von Länderspielen zurück gekehrten Akteuren einen Tag Ruhe, bevor er sie am Freitag zum Abschlusstraining versammeln wird. "Mit denen, die hier waren, haben wir seit voriger Woche gut trainiert", sagte er. "Hinter den anderen liegen unterschiedliche Belastungen und Erlebnisse, auch unterschiedlich lange Pausen und Rückkehrtermine." Wichtiger als eine zusätzliche Übungseinheit sei ihm, dass am Samstag alle mit der größtmöglichen Frische aufs Feld gehen können.

Mit welchen Angreifern die Mainzer antreten, wird sich frühestens am Freitag entscheiden. Robert Glatzel hat sich mit seinem Blitztor und seiner Leistung in Hoffenheim empfohlen. Adam Szalai kehrte von den WM-Qualifikationsspielen mit Ungarn als zweifacher Torschütze gegen Gibraltar zurück. Und Jonathan Burkardt trug maßgeblich dazu bei, dass sich die deutsche U21 für die Endrunde der Europameisterschaft qualifizierte.