04. Dezember 2017 / 11:03 Uhr

Trainerschock bei Union Berlin: Jens Keller entlassen - Nachfolger steht schon fest

Trainerschock bei Union Berlin: Jens Keller entlassen - Nachfolger steht schon fest

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Jens Keller übernahm Union Berlin im Juli 2016.
Jens Keller übernahm Union Berlin im Juli 2016. © Getty
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2. Bundesliga: Zweitligist gibt am Montagmorgen Entlassung von Keller bekannt. Nachfolger wird laut Verein Andre Hofschneider.

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Trainerbeben bei Union Berlin: Coach Jens Keller am Montagmorgen beim Zweitligisten entlassen worden. "Ich bin geschockt und kann es nicht verstehen. Wir waren in der vergangenen Woche noch in guten Gesprächen über einen neuen Vertrag", sagte Keller zu ran.de, das zuerst über die Entlassunge berichtet hatte. Neuer Trainer ist Andre Hofschneider, wie Union am Montagvormittag auf der Internetseite bekanntgab.

In Bildern: Der Saisonverlauf vom 1. FC Union Berlin unter Trainer Jens Keller.


1. Spieltag: Zum Saisonauftakt setzten die Berliner mit einem 1:0-Erfolg beim Bundesliga-Absteiger aus Ingolstadt gleich ein Ausrufezeichen. Zur Galerie
1. Spieltag: Zum Saisonauftakt setzten die Berliner mit einem 1:0-Erfolg beim Bundesliga-Absteiger aus Ingolstadt gleich ein Ausrufezeichen. © dpa
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Union hatte am Sonntag mit 1:2 beim VfL Bochum verloren und liegt derzeit auf Rang vier in der Zweitligatabelle mit drei Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 3, den derzeit der 1. FC Nürnberg einnimmt. Der 47-Jährige ist seit der Saison 2016/17 Trainer bei Union und belegte mit den Eisernen Rang vier - die beste Saison, die Union je gespielt hat. Insgesamt stand Keller in 54 Partien an der Seitenlinie der Unioner. Im Kalenderjahr 2017 war kein Zweitligist bislang erfolgreicher als Union.

"Haben uns entschieden, unverzüglich zu handeln"

"Es ist ein harter Schnitt, den wir vollziehen, weil wir ihn für notwendig halten. Mit unserer Spielweise und den Ergebnissen der letzten Wochen werden wir nicht den Ansprüchen gerecht, die wir klar formuliert und mit der Gestaltung des Kaders im Sommer deutlich untermauert haben", kommentiert Lutz Munack, Geschäftsführer Sport beim 1. FC Union Berlin, den Trainerwechsel.

So reagieren Union-Fans aus Brandenburg auf die Keller-Entlassung


Der Sportchef ergänzt: „Unser Vertrauen darin, in der bestehenden Konstellation Konstanz in unsere sportlichen Leistungen zu bekommen, ist nicht mehr gegeben. Wir haben uns deshalb entschieden, unverzüglich zu handeln. Vor uns liegen zwei enorm wichtige Spiele, die wir erfolgreich bestreiten wollen. Jens Keller und Henrik Pedersen gebührt unser Dank für die hier geleistete Arbeit. Sie haben hier sichtbar Akzente gesetzt und wichtige Entwicklungen vorangetrieben. Wir wünschen beiden viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg.“

Hofschneider bekommt Vertrag bis 2019


Kellers Nachfolger Hofschneider ist bei Union kein Unbekannter, er absolvierte 160 Pflichtspiele für Union, wo er schon im Nachwuchs spielte. Von 2007 bis 2016 war er als Co-Trainer im Verein tätig. Gemeinsam mit Sebastian Bönig hatte er die Union-Profis in der Saison 2015/16 zudem zwei Mal interimsweise hauptverantwortlich betreut und zum Saisonende auf Platz 6 der Tabelle geführt. In der Saison 2016/17 absolvierte Hofschneider den DFB-Lehrgang zum Fußballlehrer und trainierte seit Sommer 2017 die U19 des 1. FC Union Berlin. Sein Vertrag als Cheftrainer des 1. FC Union Berlin ist bis zum 30. Juni 2019 datiert.

Die Vorgänger von André Hofschneider bei Union Berlin

Frank Wormuth | Juli 2004 bis September 2004 | Sollte nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga eine neue Mannschaft aufbauen, scheiterte jedoch schnell. Zur Galerie
Frank Wormuth | Juli 2004 bis September 2004 | Sollte nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga eine neue Mannschaft aufbauen, scheiterte jedoch schnell. ©

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