25. Mai 2020 / 17:21 Uhr

Trainerwechsel bei Aufsteiger Roter Stern Kickers

Trainerwechsel bei Aufsteiger Roter Stern Kickers

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Christoph Schlegel wird seine aktive Karriere bei den Roter Stern Kickers beenden und sich auf seinen Job als Trainer konzentrieren.
Christoph Schlegel wird seine aktive Karriere bei den Roter Stern Kickers beenden und sich auf seinen Job als Trainer konzentrieren. © Roter Stern Kickers
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Die Ahrensburger haben eine sinnvolle interne Lösung für das Ausscheiden von Björn Langner gefunden.

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Große Freude bei den Fußballern des Ahrensburger Klubs Roter Stern Kickers! Zwar musste man dem Dauerkonkurrenten TSV Gudow III aufgrund dessen besseren Punktequotienten in Sachen Meisterschaft den Vortritt lassen, da der SHFV jedoch beschloss, dass die Tabellenzweiten ebenfalls allesamt aufsteigen werden, kickt der Klub in der kommenden Saison eine Etage weiter oben in der Kreisklasse A. Eher untypisch für einen Aufsteiger ist es dann, wenn der Trainer nicht weiter zur Verfügung steht. Dieser Fall ist bei den "Sternen" jedoch eingetreten. Denn Björn Langner, der dieses Amt fünfeinhalb Jahre mir großem Engagement ausübte, schafft den Trainerjob aus familiären und beruflichen Gründen nicht länger und hängt das Klemmbrett nach längerem Überlegen daher an den Nagel. Der Verein wurde erst am Sonntag über dieses Update informiert, dass der zweimalige Aufstiegstrainer aufhört. Seine Nachfolge steht ganz im Zeichen einer konsequenten Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit der vergangenen Jahre. Die bisherigen Trainer-Assistenten Christoph Schlegen und Arlind Asllani haben bereits seit Beginn dieser Saison verstärkt mehr Aufgaben übernommen, womit ihre gemeinsame Nachfolge als Cheftrainer-Gespann nur folgerichtig ist.

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Christoph Schlegel freut sich auf den Trainerjob und möchte die Klasse halten

Schlegel wechselte als Spieler 2017 zu den Ahrensburgern und übernahm ab der Spielzeit 18/19 die Rolle des Trainerassistenten. Er ist Inhaber der C-Lizenz und zeichnet sich ganz besonders durch seine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Trainingsgestaltung aus. Außerdem verfügt er über knapp 20 Jahre Erfahrung als Spieler. Als solcher wird er dem Team mit Amtsübernahme allerdings nicht mehr zur Verfügung stehen. Seine Konzentration gilt nun voll und ganz den Aufgaben als Übungsleiter. Über seine neue Rolle sagt er: "Wir haben zuletzt beide ja schon mehr Aufgaben bekommen und das Training öfter geleitet. Wir kennen die Jungs seit fast drei Jahren und wissen, was sie können. Es bringt viel Spaß mit ihnen und daher war die Entscheidung leicht. Ich wollte immer schon mal gerne als Trainer einsteigen. Das ist natürlich eine gute Möglichkeit, um uns direkt in der A-Klasse zu beweisen. Wir sind das erste Mal in der Liga und daher ist der Klassenerhalt das eindeutige Ziel. Wir wollen über dem Strich stehen." Externe Neuzugänge wird es für die Roter Stern Kickers erstmal nicht geben, man habe aber mit zwei Spielern Gespräche geführt. Schlegel dazu: "Uns wird auch kein Spieler zu einem anderen Klub verlassen, lediglich Linksverteidiger Olivier Guillon hängt seine Schuhe an den Nagel."

Arlind Asllani ist mit erst 21 Jahren ein noch sehr junger Coach.
Arlind Asllani ist mit erst 21 Jahren ein noch sehr junger Coach. © Roter Stern Kickers

21-jähriger Arlind Asllani gilt als Trainertalent

Arlind Asllani ist seit Winter 2018 Teil des RSK und kam ebenfalls ursprünglich als Spieler. Schon zu dem Zeitpunkt und mit jugendlichen 19 Jahren verfügte er über einige Erfahrung als Trainer der B-Jugend des ATSV. Das Team begleitete er über mehrere Jahre und führte es im Sommer 2019, nun als A-Junioren, zur Bezirksligameisterschaft. Dieses Trainertalent hatte man natürlich da auch schon erkannt und so stand Arlind in der Spielzeit bereits bei den zweiten Herren als Assistent an der Seite von Marc Schüler. Im vergangenen Sommer rückte er dann in das Trainerteam der ersten Herren auf und unterstützte Langner und Schlegel. Asllani: "Es gab verschiedene Gründe, diesen Job anzunehmen. Mit Björn und Chris konnte ich super viel lernen. Ich hatte das Gefühl, gut angekommen zu sein und auch respektiert zu werden. Das ist ja auch nicht selbstverständlich, wenn viele Spieler ein bisschen älter sind. Das war schon echt cool und wir hatten als Trio einen strukturierten Plan. Der Nichtabstieg wäre schön. Wenn mehr geht, würde es mich natürlich auch freuen. Wir haben für den Aufstieg sehr viel Zeit und Arbeit investiert. Das Potential der Mannschaft ist enorm hoch, das wollen wir noch weiter herauskitzeln. Björn hat das schon richtig gut gemacht."

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Bisher für den Wiener Zweitligisten Floridsdorf am Ball, jetzt für den VfB Lübeck: Osarenren Okungbowa (M.). Zur Galerie
Bisher für den Wiener Zweitligisten Floridsdorf am Ball, jetzt für den VfB Lübeck: Osarenren Okungbowa (M.). ©

Integration der beiden neuen Trainer quasi nicht nötig

Fußballobmann Florian Meyer ist mit dieser internen Lösung auf der wichtigen Trainerposition sehr zufrieden: "Mit Arlind und Chris haben das Team und ich uns für die Fortsetzung des in den letzten Jahren erfolgreichen Wegs entschieden. Beide kennen den Verein und das Team, womit wir nicht mit langwierigen Kennenlernprozessen rechnen müssen und uns sofort auf die anspruchsvolle sportliche Aufgabe in der A-Klasse konzentrieren können. Ihre Kompetenzen haben die beiden in den letzten zwei Jahren bereits unter Beweise gestellt, sodass wir auch diesbezüglich sicher sind, eine logische und gute Wahl getroffen zu haben."