04. Januar 2021 / 20:05 Uhr

Trainingsauftakt bei Lokomotive Leipzig: „Abspecken" in der Wintervorbereitung

Trainingsauftakt bei Lokomotive Leipzig: „Abspecken" in der Wintervorbereitung

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Lok-Trainer Almedin Civa hat seine Männer wieder unter seiner Fuchtel.
Lok-Trainer Almedin Civa hat seine Männer wieder unter seiner Fuchtel. © Christian Modla
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Wieder am Ball: Die Mannschaft des 1. FC Lokomotive Leipzig hat am Montag zum ersten Mal im neuen Jahr trainiert. Die Probstheidaer schwitzten in der Kunstrasenhalle am Bruno-Plache-Stadion. Neuzugänge stehen vorerst nicht auf der Agenda des Viertligisten – immerhin gaben drei Langzeitverletzte ihr Comeback. 

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Leipzig. Noch steht hinter dem Wann und Wie der Saisonfortsetzung in der Regionalliga Nordost eines dickes Fragezeichen. Doch die Weihnachtspfunde sollen purzeln, und so bittet Almedin Civa seine Probstheidaer Schützlinge seit Montag wieder zum Training an die Connewitzer Straße. Der Cheftrainer des 1. FC Lok Leipzig startet gemeinsam mit den Profis des Viertligisten in die noch abgespeckte Wintervorbereitung in der Kunstrasenhalle am Bruno-Plache-Stadion. Wie bereits zum Ende vergangenen Jahres wird der aktuell Sechste der Regionalliga Nordost aufgrund von Kurzarbeit und Belastungssteuerung drei Mal in der Woche trainieren.

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Neuzugänge auf der Tribüne

„Wir müssen bereit sein, wenn etwas entschieden wird“, erklärt Civa, der jedoch nicht von einem Restart vor März ausgeht. Der 48-Jährige plädiert außerdem für Weitsicht: „Die Vereine bluten, aber es gibt eine Zukunft. Die nächste Saison muss vernünftig geplant und gestartet werden.“ Grund zum Ausruhen sei die bisherige Ungewissheit jedoch auf keinen Fall. „Wir müssen die Situation annehmen, positiv und dankbar sein, überhaupt was mit dem Ball machen zu dürfen“, so der Probstheidaer Sportchef. Zudem wird der Trainingsauftakt durch die Rückkehr der Langzeitverletzten Niklas Schneider (Außenbandriss), Robert Berger (Innenbandanriss) und Mike Eglseder (Fußbruch) besonders versüßt, Sascha Pfeffer (Innenbandriss) soll auf dem besten Weg zum Comeback sein.

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Obwohl Lok in den bisherigen zwölf Saisonpartien immer wieder mit Verletzungssorgen und Personalengpässen zu kämpfen hatte, wolle Civa nicht auf dem Transfermarkt zuschlagen. „Natürlich macht man sich Gedanken - was wäre wenn. Aber zu welchen Kondition soll ich einen Spieler holen“, fragt der Trainer und Sportdirektor in Personalunion. „Kommt jemand für ein halbes Jahr? Für wie viele Spiele? Und dann beginnt er direkt in Kurzarbeit?

Zwar soll es wohl keine sportlichen Transfers geben, dafür generierten die Probstheidaer umso mehr Neuzugänge auf der Tribüne. „In den letzten 8 Monaten konnten wir fast 40 Neusponsoren begrüßen“, verkündet Präsident Thomas Löwe. Darüber hinaus hätte es nach dem verpassten Aufstieg eine große Bereitschaft der bestehenden Sponsoren gegeben, „zusätzliches Geld zu investieren, um das Profitum zu erhalten“. Jenes Profitum, welches auch einen geregelten Trainingsstart in diesen Pandemiezeiten ermöglicht. Daher resümiert Löwe: „Sponsoren, Mitglieder, Fans, Beiräte und Verantwortliche sind 2020 eng zusammengerückt.“