29. Juni 2018 / 18:05 Uhr

Trainingslager des 1. FC Lok: Hohe Berge, hohe Ziele

Trainingslager des 1. FC Lok: Hohe Berge, hohe Ziele

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
Der 1. FC Lok Leipzig im Trainingslager in Tirol.
Der 1. FC Lok Leipzig im Trainingslager in Tirol. © 12. FC Lok/Facebook
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Nach den kraftraubenden Tagen in Tirol testet der 1. FC Lok am Samstag gegen Teplice.

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Leipzig. Playstation zocken, ein gemütlicher Hüttenabend, Wettkämpfe im Pool, eine Mountainbike-Tour: Beim knapp einwöchigen Trainingslager des 1. FC Lok in Südtirol standen neben Konditions- und Krafteinheiten vor allem Teambuilding-Maßnahmen im Fokus. Und die taten schon mal weh. Nachdem Heiko Scholz seine Mannen auf dem Drahtesel drei Stunden durch die Alpen scheuchen ließ, hatte Ryan Malone die Nase voll. „Ich will nie wieder die Worte ,Fahrrad fahren' und ,Spaß' im selben Satz hören“, schrieb der US-Boy auf seiner Instagram-Seite. Immerhin: Der Lohn war ein sensationelles Alpenpanorama auf 1800 Metern Höhe.

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Lovro Sindik im Trikot von Lok Leipzig. Zur Galerie
Lovro Sindik im Trikot von Lok Leipzig. ©
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Ein Bild, das gut zur kommenden Saison des Nordost-Regionalligisten passt: Nach Platz zehn im Aufstiegsjahr 2016/17 und Rang sechs in der abgelaufenen Saison soll bis 2020 der Aufstieg in die 3. Liga gelingen. Mir der Umstellung auf Profibedingungen ist der erste Schritt getan. Nun müssen die teils hochkarätigen Neuzugänge Kemal Atici, David Urban, Pascal Pannier, Lukas Wenzel, Kevin Schulze, Nicky Adler, Lovro Sindik, Matthias Steinborn, Patrick Wolf und Maximilian Sommer mit den Alteingesessenen um Kapitän Markus Krug zu einer Einheit geformt werden. Co-Trainer Rüdiger Hoppe macht sich da keine Sorgen. „Alle haben sich in Tirol gut verstanden. Man hatte nicht das Gefühl, dass wir zehn Neue dabei hatten.“

Jubeln und Leiden mit der DFB-Elf

Das sensationelle Tor von Toni Kroos gegen Schweden feierte man gemeinsam (Hoppe: „Da ist in der Hütte fast das Dach weggeflogen“). Beim bitteren Ausscheiden gegen Südkorea litten die Jungs gemeinsam. Ein Frustbier war übrigens nicht drin. Es galt – offiziell – Alkoholverbot. In der Nacht zu Freitag kehrte das Team zurück.

JETZT Durchklicken: der Trainingsauftakt des 1. FC Lok Leipzig.

Der Trainingsauftakt des 1. FC Lok Leipzig Zur Galerie
Der Trainingsauftakt des 1. FC Lok Leipzig © Andre Kempner

Am Samstag (15 Uhr/Bruno-Plache-Stadion) wartet mit dem tschechischen Erstligisten FK Teplice der erste Härtetest der Vorbereitung. Der zweimalige tschechische Pokalsieger kam in der vergangenen Saison auf den achten Platz. Eine Woche darauf gastiert Regionalligist Viktoria Köln, DFB-Pokal-Gegner von RB Leipzig, in Probstheida. „Der Test gegen so einen Gegner wie Teplice kommt eigentlich zu früh“, sagt Hoppe. „Wir kommen aus dem Trainingslager, haben kaum Fußball gespielt. Aber es ging terminlich nicht anders.“

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Unterdessen haben die B-Junioren, die nach Aufforderung ihres mittlerweile entlassenen Co-Trainers für ein Foto mit dem Hitlergruß posiert hatten, ihren Demokratie-Workshop abgeschlossen. Neben Diskussionen zu Themen der demokratischen Bildung und Aufklärung über die Vergangenheit des 1. FC Lok, besuchten sie das Stück „Juller“ über den deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch im Theater der Jungen Welt.

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