19. Mai 2019 / 19:47 Uhr

Tränen bei Germania Egestorf nach Niederlage gegen Norderstedt - dabei ist der Abstieg (noch) gar nicht sicher (mit Bildern)

Tränen bei Germania Egestorf nach Niederlage gegen Norderstedt - dabei ist der Abstieg (noch) gar nicht sicher (mit Bildern)

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse

Lorenzo Paldino (rechts) tröstet Mitspieler Ole Schöttlendreier
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Lorenzo Paldino (rechts) tröstet Mitspieler Ole Schöttlendreier . © deisterpics/Stefan Zwing
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Die Trauer beim 1.FC Germania Egestorf/Langreder ist nach der Niederlage gegen den FC Eintracht Norderstedt groß, dabei gibt es noch ein Szenario, welches den direkten Abstieg verhindern könnte. 

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Christoph Beismann hat es treffend auf den Punkt gebracht: „Jetzt müssen wir alle Wolfsburgfans sein“, sagte der Ergänzungsspieler nach dem enttäuschenden 1:3 (0:1) seines 1. FC Germania Egestorf/Langreder gegen Eintracht Norderstedt. Der Regionalligist hat nach dem schwachen Auftritt vor 600 Zuschauern den Ligaverbleib nicht mehr in der eigenen Hand.

Dabei hatten sich die Germanen viel vorgenommen, um mit dem abschließenden Spieltag die Abstiegszone doch noch zu verlassen. Nur umgesetzt wurde davon wenig. So jubelten am Ende die Norderstedter ausgelassen mit ihren etwa 20 Anhängern, während ungefähr 15 Meter weiter auf dem Rasen an der Ammerke einige Germanen schluchzten, ihr Gesicht unter dem Trikot vergruben oder ratlos ins Leere blickten.

Bilder des Spiel der Regionalliga Nord zwischen dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder und FC Eintracht Norderstedt


Germanias Christoph Beismann (rechts) hält den Ball gegen Norderstedts Ronny Marcos im Spiel. Zur Galerie
Germanias Christoph Beismann (rechts) hält den Ball gegen Norderstedts Ronny Marcos im Spiel. ©
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Marko Ilic muss mit Platzwunde vom Platz

Trainer Paul Nieber hatte vor, mit einem Spiel die ganze Saison zu retten. Doch der Plan ging nicht auf. Und schon wieder – wie bereits öfter in den zurückliegenden Wochen – setzte es ein frühes Gegentor, bei dem die Hintermannschaft zu leicht auszuspielen war. Nach einem Einwurf der von Beginn an engagierten Norderstedter wurde der Ball verlängert und Mats Facklam fackelte aus kurzer Distanz nicht lange mit dem Schuss zur Führung (6. Minute).

Die Germanen waren offensiv erschreckend schwach. Erst in der 23. Minute gab Jos Homeier den ersten gefährlichen Torschuss ab, er verfehlte aus 16 Metern aber knapp. Immer wieder fielen die Gastgeber mit überharten Fouls oder unnötigen Diskussionen mit dem Schiedsrichter auf. Insgesamt sechs Akteure sahen im Spiel Gelb.

Zur Pause gab es noch einmal Hoffnung, denn im Parallelspiel führte Lupo Martini Wolfsburg gegen den Lüneburger SK. Bei einem eigenen Erfolg hätte das sogar die Rettung bedeutet. Doch von großer Euphorie war auch zu Beginn der zweiten Hälfte wenig zu sehen. Stattdessen blieben die Norderstedter entschlossen und konsequent in der Vorwärtsbewegung. Sinisa Veselinovic sorgte für die vermeintliche Vorentscheidung (57.). Kurz zuvor musste Germanias Marko Ilic nach erlittener Platzwunde im Kopfballduell mit einem blauen Verband vom Feld (54.).

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Egestorfer Hoffnungen ruhen auf Wolfsburgs Reserve

Doch das Aufgeben kam für die Egestorfer, die auch vom 96-Profi und früheren Mitspieler Hendrik Weydandt beobachtet wurden, nicht infrage. Besonders nach dem Anschlusstreffer von Jos Homeier (67.) kehrte die Hoffnung zurück. Sie waren kurzzeitig das bessere Team, doch sprang bei den vielversprechenden Angriffen nichts Zählbares heraus. Vor allem die Standardsituationen wurden reihenweise kläglich vergeben und landeten direkt im Toraus.

So fiel die Entscheidung in der 84. Minute, als Evans Owusu Nyarko trocken aus 20 Metern flach einschoss. Torwart Markus Straten-Wolf feuerte seine Mitspieler zwar noch an, doch nur er schien noch an das Wunder zu glauben. Es blieb auch aus. Und so standen und saßen am Ende alle Germanen betrübt auf dem Rasen. „Das ist eine beschissene Situation“, sagte Beismann.

Am kommenden Mittwoch empfängt der VfL Wolfsburg II Bayern Münchens Reserve zum Relegationshinspiel um den Drittligaaufstieg. Setzen sich die jungen Wölfe in den beiden Partien durch, so steigt eine Mannschaft weniger direkt aus der Regionalliga ab. In dem Fall würden die Egestorfer die Relegation gegen den Oberligazweiten Eintracht Northeim am 29. Mai und 1. Juni bestreiten.

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