28. Juni 2020 / 16:41 Uhr

Tränen, Sektdusche und kaltes Bier: Die VfL-Frauen feiern ihren "Geister-Meister"-Titel!

Tränen, Sektdusche und kaltes Bier: Die VfL-Frauen feiern ihren "Geister-Meister"-Titel!

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Da ist die Schale! Die VfL-Frauen feierten ihren sechsten Meistertitel.
Da ist die Schale! Die VfL-Frauen feierten ihren sechsten Meistertitel. © Getty Images
Anzeige

Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg ist zum sechsten Mal Meister, zum vierten Mal in Folge - und durfte jetzt endlich die Schale in die Luft recken! Es flossen Tränen, Bier und ganz viel Sekt!

Anzeige
Anzeige

Durch den deutlichen 5:0-Erfolg gegen Bayer Leverkusen am letzten Spieltag beendeten die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg erstmals eine Spielzeit ohne Niederlage. Und obendrein wurde mit 62 Zählern der interne Punkterekord der vergangenen Saison (59 Zähler) getoppt. Doch am wichtigsten war immer noch: Endlich gab es die Meisterschale - wenn auch wegen der Corona-Pandemie in einem abgespeckten Rahmen. Dennoch flossen in "Geister-Meister"-Shirts Tränen, Bier und ganz viel Sekt.

Meister 2020! Die VfL-Frauen sichern sich den vierten Titel in Folge

Meister 2020! Die VfL-Frauen sichern sich den vierten Titel in Folge Zur Galerie
Meister 2020! Die VfL-Frauen sichern sich den vierten Titel in Folge © Getty Images

Nach Abpfiff lagen sich die Spielerinnen direkt in den Armen. Bei Kristine Minde, die zurück nach Norwegen wechselt und ihr letztes Spiel im VfL-Trikot absolvierte, kullerten die ersten Tränen. Sara Gunnarsdottir (wechselt wahrscheinlich nach Lyon) wurde lange von Spielführerin Alexandra Popp in die Arme genommen, Lara Dickenmann dokumentierte parallel die Stimmung auf dem Platz mit einer GoPro-Kamera.

Meisterschaft VfL Wolfsburg

Anschließend gab es nicht wie üblich eine lange Zeremonie, in der die Spielerinnen die Medaillen überreicht bekommen. Die Medaillen wurden jeweils auf zwei Tischen auf dem Feld platziert, die Leverkusenerinnen standen auf beiden Seiten Spalier. Anschließend teilten sich die Wolfsburgerinnen auf und holten sich die Medaillen selbst ab. Die Meisterschale wartete derweil im Mittelkreis.

Meisterschaft VfL Wolfbsurg

Während sich ihre Mitspielerinnen bereits im Mittelkreis verteilten, warteten die Kapitäninnen Alexandra Popp und Pernille Harder noch am Spielfeldrand auf Hannelore Ratzeburg, Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball im Deutschen Fußball-Bund. Die dritte Kapitänin Almuth Schult (pausiert nach Schwangerschaft), durfte nicht mit in den Mittelkreis und schaute von der Tribüne aus zu. Ratzeburg übergab die Trophäe an die dänische Top-Torjägerin, die zusammen mit Popp dann die begehrte Trophäe in die Luft hievte. "Es war ein schönes Gefühl, die Schale mit Pernille zusammen hochzureißen. Ich denke, wir haben beide - genau wie ganze Mannschaft in dieser Saison - einen guten Job gemacht", freute sich Popp.

Meisterschaft VfL Wolfsburg

Nachdem jeder die Schale einmal in der Hand hatte und feiern durfte, versammelte sich die Mannschaft für ein Meisterfoto. Die Spielerinnen ließen es sich nicht nehmen, auch an die Akteurinnen zu erinnern, die nicht mit dabei sein konnten - und hielten jeweils ein Trikot von Madelen Janogy (Schlafprobleme) und Jana Burmeister in die Linse. Anschließend knallten die Sektkorken, Trainer Lerch musste ebenso wie die Spielerinnen und Betreuer eine Sektdusche über sich ergehen lassen. Auch die Kiste Bier durfte nicht fehlen - und sogar die Leverkusenerinnen durften sich bedienen. Und wie geht die Party nun weiter? Eine Antwort hatte Popp im Interview ebenso wenig wie Zeit. "Ich weiß es nicht", so die Nationalspielerin, "aber ich muss jetzt auch los."

Mehr zum VfL Wolfsburg

Noch lange nach Schlusspfiff weilten die VfLerinnen auf dem Rasen, stimmten unter anderem Fangesänge an: "Deutscher Meister wird nur der VfL" hallte es unter anderem durch das AOK-Stadion. Es folgte der Einspieler auf der Leinwand mit den Glückwünschen der Fans, die die Anhänger zuvor hatten einreichen dürfen. Doch allzu viel Zeit zu feiern gibt es für Popp und Co. wohl nicht. Schließlich wartet am Samstag (16.45 Uhr) gegen Essen in Köln noch das Pokalfinale. "Jetzt werden wir ein bisschen feiern und dann den Fokus schnell wieder auf das Pokalspiel legen", so Noelle Maritz.