04. September 2021 / 09:15 Uhr

Augsburg-Manager Reuter kritisiert Spielermarkt: Mbappé kostet PSG 250 Millionen Euro

Augsburg-Manager Reuter kritisiert Spielermarkt: Mbappé kostet PSG 250 Millionen Euro

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stefan Reuter (l.) kritisiert die Zustände auf dem Transfermarkt im internationalen Vergleich.
Stefan Reuter (l.) kritisiert die Zustände auf dem Transfermarkt im internationalen Vergleich. © IMAGO/ RAUCHENSTEINER/ANP (Montage)
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Manager Stefan Reuter vom FC Augsburg erklärt, warum die Bundesliga-Klubs auf dem internationalen Transfermarkt nicht mehr mithalten können. Er startet ein Rechenbeispiel am Fall von PSG-Star Kylian Mbappé.

Manager Stefan Reuter vom Bundesliga-Klub FC Augsburg hat die ausufernden finanziellen Entwicklungen auf dem Spielermarkt deutlich kritisiert. "Wenn man sieht, was da teilweise ausgegeben wird, ist das Wahnsinn", sagte der 54-Jährige in einem Interview der Augsburger Allgemeine: "Wenn Paris angeblich 200 Millionen Euro Ablöse für Mbappé für ein Jahr Restvertrag ablehnt, kostet der Spieler insgesamt für diese Saison 250 Millionen Euro. Das gibt einem zu denken." Der französische Weltmeister und Großverdiener Kylian Mbappé war in diesem Sommer nicht von Paris Saint-Germain zu Real Madrid gewechselt, weil PSG das hohe Angebot der Madrilenen ablehnte.

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"In der Bundesliga hat man dagegen gemerkt, dass es Corona gibt", sagte Reuter: "International müssen sich die großen Vereine die Gelder oft nicht erarbeiten." Auch ablösefreie Superstars wie Lionel Messi, der nach seiner Zeit beim FC Barcelona zu Paris gewechselt ist, seien für die deutschen Vereine nicht erschwinglich.

"Weil die großen Vereine in Deutschland ähnlich wie wir eine gewisse Hierarchie und Hygiene innerhalb des Kaders brauchen“, sagte Reuter: "Wenn man einem Spieler das Doppelte zahlt als dem jetzigen Topverdiener, der auch Weltfußballer ist, kann man darauf warten, dass die Top Fünf im Kader kommen und sagen, jetzt will ich mehr. Für die Hygiene wäre das nötig, aber irgendwann kann sich auch ein deutscher Top-Klub so etwas nicht mehr leisten."