12. Juli 2019 / 11:06 Uhr

Transfer-Coup! Waspo 98 holt Russen-Weltstar Ivan Nagaev

Transfer-Coup! Waspo 98 holt Russen-Weltstar Ivan Nagaev

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ivan Nagaev ist ab der kommenden Saison für Waspo am Ball.
Ivan Nagaev ist ab der kommenden Saison für Waspo am Ball. © imago images/Agencia EFE
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Das ist mal ein Hammer: Die Bundesliga-Wasserballer von Waspo 98 Hannover haben mit Ivan Nagaev einen echten Hochkaräter von Weltklasse-Format verpflichtet. Vorsitzender Bernd Seidensticker schwärmt: "Das ist einfach geil." 

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Waspo 98 macht seinen rechten Flügel nicht nur stark. Der Wasserball-Pokalsieger hat für die rechte Seite einen überragenden Mann verpflichtet, einen weiteren Linkshänder. Ivan Nagaev, russischer Nationalspieler, wechselt in der kommenden Saison von Dynamo Moskau zu Waspo. Er ist einer von dann insgesamt vier Linkshändern im Aufgebot. „Das hat es noch nicht gegeben in der Bundesliga“, sagt Trainer Karsten Seehafer, „Ivan ist eine exzellente Verstärkung, er bringt uns weiter.“ Der 25-Jährige erhält einen Vertrag bis 2021.

Waspo ist schon länger an einem weiteren Linkshänder interessiert gewesen. Fynn Schütze (18) und Niclas Schipper (16) haben zwar schon im Nationalteam debütiert, sollen aber noch nicht zu viel Verantwortung schultern. Routinier Luka Sekulic (33) hingegen wird nicht mehr so oft zum Einsatz kommen. „Da passte das natürlich wie die Faust aufs Auge“, stellt der Waspo-Vorsitzende Bernd Seidensticker fest.

Überraschung über Nagaevs Interesse

Zunächst war die Überraschung groß bei Waspo, als der Anruf von Nagaev kam, der gut Englisch spricht. „Wir wussten, dass der russische Oligarch gestorben ist, der als Geldgeber hinter Dynamo steht – und dass das Team auseinanderfallen könnte“, so Seidensticker. Aber dass der Star nun in Hannover anklopfen würde, damit habe er nicht gerechnet. „Wir sind eine gute Adresse inzwischen. Und jetzt haben wir tatsächlich einen Russen – und sogar Nagaev“, sagte Seidensticker.

Mit Petar Muslim hat Waspo bereits einen kroatischen Weltklassespieler verpflichtet, Nagaev ist der zweite. „Ivan bringt ein sportliches Element, das vorher nicht vorhanden war. Er ist ein außerordentlicher Spieler, ein Modellathlet“, lobt Erik Bukowski, der seine aktive Laufbahn beendet hat und künftig Waspos Frauen trainieren wird. Mit dem deutschen Nationalteam ist er öfter auf Nagaev getroffen. „Bei den Russen läuft eigentlich alles über ihn, im Verein bei Dynamo auch“, sagt Bukowski und fügt hinzu: „Er ist schnell und hat Übersicht und einen sehr guten Wurf.“

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Mit Darko Brguljan und Muslim auf der linken Seite sowie Kapitän Aleksandar Radovic und Nagaev rechts hat Waspo nun einen Rückraum, für den das Attribut Weltklasse nicht übertrieben ist. „Und Ivan ist mit seinen überragenden Qualitäten perfekt für die neuen Regeln“, betont Seehafer.

In der nächsten Saison wird die Angriffszeit in der zweiten Welle von 30 auf 20 Sekunden verkürzt, es wird durch eine Regelverschärfung für die Verteidiger mehr Strafzeiten und Tore geben. Das Ziel ist, Wasserball im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio schneller und telegener zu machen. „Wir haben jetzt die vielleicht beste Mannschaft aller Zeiten bei Waspo“, sagt Seidensticker. Dann muss er schmunzeln und sagt kopfschüttelnd: „Dass Weltklassespieler zu uns kommen wollen, ist einfach geil.“

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