18. September 2022 / 20:50 Uhr

Transfer-Flucht vom FC Bayern wegen drohender Krise? Hamann spekuliert über Lewandowski-Vorahnung

Transfer-Flucht vom FC Bayern wegen drohender Krise? Hamann spekuliert über Lewandowski-Vorahnung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Robert Lewandowski (rechts) verließ den FC Bayern München im abgelaufenen Transfer-Sommer.
Robert Lewandowski (rechts) verließ den FC Bayern München im abgelaufenen Transfer-Sommer. © IMAGO/NurPhoto/Jan Huebner (Montage)
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Der FC Bayern München kommt in der Bundesliga aktuell nicht vom Fleck: Nach drei Remis in Folge verlor der Rekordmeister am Samstag überraschend beim klaren Underdog FC Augsburg und steckt in der Krise. Wusste Robert Lewandowski das schon vor dem Saisonstart? Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann spekuliert über eine Vorahnung des Weltfußballers.

Wie viel wusste Robert Lewandowski? Am Sonntagabend hat Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann eine neue Theorie über den Bayern-Abschied des Weltfußballers im Sommer-Transferfenster aufgestellt. Angesichts der aktuellen Krise des FC Bayern in der Bundesliga (vier sieglose Spiele in Folge, zuletzt 0:1 gegen den FC Augsburg) spekulierte der heutige TV-Experte bei der Fußball-Talkshow Sky90 über eine mögliche Vorahnung des Top-Torjägers, die zu dessen Flucht zum FC Barcelona geführt haben könnte. "Dass er diesen Wechsel so forciert hat – gut, er hat drei Jahre Vertrag angeboten bekommen, will vielleicht was anderes machen – gibt mir im Nachhinein den Eindruck, als dass er vielleicht schon wusste, was im nächsten Jahr passiert", mutmaßte der 49-Jährige.

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Zum Hintergrund: Lewandowski war im Juli nach einem wochenlangen Poker für eine Ablösesumme von kolportierten 45 Millionen Euro nach acht erfolgreichen Jahren beim FC Bayern nach Barcelona gewechselt. Der zweimalige Weltfußballer (2020, 2021) hatte den Transfer zu den Katalanen in den Wochen zuvor mit teils deutlichen öffentlichen Aussagen ("Meine Zeit beim FC Bayern ist Geschichte") forciert, die Münchener Verantwortlichen um den Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn den Wechsel mit Verweis auf den eigentlich noch bis 2023 laufenden Vertrag lange strikt abgelehnt, ehe sie schließlich doch einknickten.

Steckte hinter dem Lewandowski-Wechsel tatsächlich Kalkül? "Das, was jetzt passiert, hat sich im letzten Jahr schon angedeutet. Er hat ja gesehen, was im letzten Jahr in der Rückrunde passiert ist", versuchte Hamann seine steile These zu stärken. Er würde es "nicht ausschließen", dass der 34-Jährige antizipiert habe, dass der sportliche Erfolg bei den Bayern in diesem Jahr womöglich ausbleiben könne, antwortete der Vize-Weltmeister von 2002 auf eine Nachfrage von Moderator Patrick Wasserziehr.

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Hamann über Lewandowski: "Ich könnte mir vorstellen, dass er ein Gespür dafür gehabt hat"

Bereits mit Lewandowski erlebten die Bayern ein durchwachsenes Ende der vergangenen Saison. Als klarer Favorit schied der FCB im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Villarreal aus. Die letzten drei Saisonspiele (1:3 in Mainz, 2:2 gegen Stuttgart und in Wolfsburg) konnte die Meister-Elf von Trainer Julian Nagelsmann zudem nicht gewinnen. Der aktuelle Saisonstart setzt den Negativtrend fort: Zwölf Punkte aus sieben Spielen lautet die magere Auftakt-Ausbeute der Münchner, die zuletzt vor zwölf Jahren so schwach starteten. Damals wurde Borussia Dortmund am Saisonende Meister. "Der Trend ist katastrophal, wenn man aus vier Spielen keines gewinnt", sagte Thomas Müller. Er war "fassungslos und bedröppelt".

Hamann glaubt, dass Lewandowski, der mit dem FC Barcelona in der La Liga von sechs Spielen fünf gewann, diesen Misserfolg nicht miterleben wollte und auch deshalb im Sommer so offensiv einen Wechsel geforderte habe. "Ich könnte mir vorstellen, dass er ein Gespür dafür gehabt hat oder gesehen hat, was in der letzten Saison in der Rückrunde los war", so der Experte.