09. Dezember 2020 / 16:12 Uhr

Transfer für die Zukunft: Wolfsburg verpflichtet belgisches Top-Talent Vranckx

Transfer für die Zukunft: Wolfsburg verpflichtet belgisches Top-Talent Vranckx

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Vertrag schon jetzt unterschrieben: Aber Aster Vranckx (l.) kommt erst im Sommer 2021 nach Wolfsburg. VfL-Sportdrektor Marcel Schäfer freut sich über die Verpflichtung.
Vertrag schon jetzt unterschrieben: Aber Aster Vranckx (l.) kommt erst im Sommer 2021 nach Wolfsburg. VfL-Sportdrektor Marcel Schäfer freut sich über die Verpflichtung. © VfL Wolfsburg
Anzeige

Der VfL Wolfsburg treibt seine Planungen für die Zukunft voran: Der Fußball-Bundesligist verpflichtet für die neue Saison das belgische Top-Talent Aster Vranckx vom KV Mechelen.

Anzeige

Der VfL Wolfsburg hat seinen ersten Neuzugang für die neue Saison und treibt damit seine Planungen für die Zukunft voran: Das belgische Top-Talent Aster Vranckx kommt im Sommer 2021 vom KV Mechelen, er unterschrieb einen Vertrag bis 2025. Der 18 Jahre alte zentrale Mittelfeldspieler erhält die Rückennummer 26.

Anzeige

Zur vergangenen Saison hatte Vranckx in Mechelen den Sprung aus der Jugend in den Profi-Kader des belgischen Erstligisten geschafft. In seiner ersten Spielzeit in der Jupiler Pro League kam er auf neun Einsätze, ihm gelangen ein Tor und ein Assist. In der aktuellen Saison stehen beim Mittelfeldtalent zehn Einsätze und drei Treffer auf der Habenseite. „Der VfL ist ein toller Verein, bei dem sich in der Vergangenheit immer wieder junge Spieler weiterentwickeln konnten", freut sich Vranckx auf seine neue Aufgabe. "In Wolfsburg sind die Möglichkeiten für junge Spieler, den nächsten Schritt zu machen, hervorragend und ich freue mich schon, ab Sommer Teil des Teams zu sein. Bis dahin werde ich aber alles für Mechelen geben, damit wir eine erfolgreiche Saison spielen."

Mehr zum VfL Wolfsburg

Bei Wölfe TV hat sich der zukünftige VfLer bereits vorgestellt und sich selbst und seinen Spielstil beschrieben. "Ich bin ein Spieler, der es mag, körperbetont zu spielen. Ich verteidige gern, bin aber auch gern in der Offensive aktiv - und manchmal schieße ich auch mal ein Tor." Wenn es mit einem Treffer klappt, kommt der Mittelfeldspieler auch gerne mal aus sich raus. "Ich bin jemand, der eher ruhig ist", so der VfL-Neuzugang über sich selbst. Aber: "Wenn ich treffe, dann schreie ich laut", sagt er mit einem Schmunzeln. Einen speziellen Tor-Jubel habe er allerdings nicht.

Als 18-Jähriger kommt Vranckx nun in ein neues Land und eine neue Liga. "Zuallererst will ich im Team eine gute Rolle spielen", bleibt er bescheiden. Aber "ich hoffe, dass wir auch ein paar Titel gewinnen können".

Auf den Neuzugang hatten die Wolfsburger schon länger ein Auge geworfen und sollen im vergangenen Transferfenster sechs Millionen Euro für den Spieler geboten haben. Vranckx glänzte bisher aber nicht nur beim KVM, sondern stand auch schon sechsmal für die belgische U19-Nationalmannschaft auf dem Rasen. Mit dem Transfer verfolgt der VfL weiter seinen eingeschlagenen Weg, vermehrt auf junge Talente setzen zu wollen. Schon zu dieser Saison hatten Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer Bartosz Bialek (19) von Zaglebie Lubin und Maxence Lacroix (20) vom FC Sochaux sowie Ridle Baku (22) vom FSV Mainz 05 verpflichtet. Jetzt kommt im Sommer mit Vranckx der nächste Youngster.

"Wir freuen uns sehr, dass uns Aster ab kommenden Sommer verstärkt und wir ihn langfristig an uns binden konnten. Er ist ein sehr talentierter Spieler, der mit 17 Jahren bereits Stammspieler in Mechelen wurde und im Mittelfeld variabel einsetzbar ist", betont Schäfer. "Er identifiziert sich total mit unserem Weg, den wir mit dem VfL gehen wollen und es wird Spaß machen, mit ihm zu arbeiten und ihn weiterzuentwickeln."

Der VfL holt mit Vranckx also einen neuen zentralen Mittelfeldspieler, aber was bedeutet das für Yannick Gerhardt, dessen Vertrag im Sommer ausläuft? Bis jetzt konnten sich der Spieler und der Klub noch nicht auf einen neuen Kontrakt einigen. Vor einem Monat sagte Stephan Engels, Berater des Ex-Kölners, dem SPORTBUZZER, dass bereits Anfragen anderer Vereine vorliegen. "Aber zunächst einmal werden wir mit Wolfsburg reden. So haben wir das mit Jörg Schmadtke vereinbart und daran halten wir uns." Wenn, dann würde Gerhardt erst im Sommer gehen. Einem Wechsel im Winter schob Engels im November einen Riegel vor: "Warum sollte er im Winter gehen, wenn er nächsten Sommer ablösefrei wäre?"