15. September 2020 / 17:39 Uhr

Transfer-Hammer in der Landesliga! Vorsfelde holt Ex-VfLer Kevin Scheidhauer

Transfer-Hammer in der Landesliga! Vorsfelde holt Ex-VfLer Kevin Scheidhauer

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Neuzugang: Willi Feer (l.), André Bischoff (2. v. l.) und Frank Pichatzek (r.) begrüßen Neuzugang Kevin Scheidhauer.
Neuzugang: Willi Feer (l.), André Bischoff (2. v. l.) und Frank Pichatzek (r.) begrüßen Neuzugang Kevin Scheidhauer. © Roland Hermstein
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Mit Kevin Scheidhauer hat Landesligist SSV Vorsfelde nach Kevin Schulze den nächsten Ex-Profi und deutschen U19-Meister des VfL Wolfsburg verpflichtet. Der 28-Jährige Angreifer stand zuletzt bei Viertligist Energie Cottbus unter Vertrag.

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Vor dem Beginn der Landesliga-Saison hat der SSV Vorsfelde noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Und wie! Mit Kevin Scheidhauer verstärkt ein ehemaliger U17-Europameister und deutscher U19-Meister mit dem VfL Wolfsburg das Team von Trainer Willi Feer. "Über seine fußballerische Klasse brauchen wir nicht zu sprechen, die sieht man, wenn man allein auf seine Vita schaut. Er hat lange unter professionellen Bedingungen gearbeitet und kann in unserem Verein eine absolute Stütze werden, an der sich junge Spieler ein Vorbild nehmen können", sagt Vorsfeldes sportlicher Leiter André Bischoff.

34 Spiele in der 2. Bundesliga für den VfL Bochum und MSV Duisburg, vier Einsätze im DFB-Pokal und 2009 U17-Europameister an der Seite der späteren Weltmeister Marc-André ter Stegen und Mario Götze – inklusive Torvorlage zum zwischenzeitlichen Ausgleich beim 2:1-Sieg im Finale gegen die Niederlande.

Vor drei Wochen hatte der SSV mit Kevin Schulze bereits einen ehemaligen Zweitliga-Kicker verpflichtet, der an der Seite von Scheidhauer vor neun Jahren mit dem VfL Wolfsburg die U19-Meisterschaft gefeiert hatte. Es war auch ebenjener Schulze, der seinen alten Freund dazu ermutigte, wieder sein Teamkollege zu werden. "Der Einfluss von ihm an meinem Wechsel beträgt sicherlich 90 Prozent. Die Idee hatten wir schon länger in unseren Köpfen, umso schöner, dass es jetzt in Vorsfelde geklappt hat", sagt Scheidhauer, der vor eineinhalb Jahren ein Haus in Wolfsburg gekauft hatte und die Stadt als seine zweite Heimat bezeichnet.

Scheidhauer erzielte vor neun Jahren im Finale um die deutsche U19-Meisterschaft gegen den Nachwuchs des 1. FC Kaiserslautern drei Treffer beim 4:2-Sieg, auch VfL-Profi Maximilian Arnold und Union Berlins Robin Knoche zählten zum Kader von Trainer Stephan Schmidt. "Das war sicherlich der schönste Moment in meiner Karriere, zudem war auch der EM-Titel ein echtes Highlight", sagt Scheidhauer, der beim SSV die Rückennummer 33 tragen wird.

Nach seiner Zeit in Wolfsburg stand Scheidhauer in Bochum, Duisburg bei Schalke 04 II und zuletzt für Viertligist Energie Cottbus unter Vertrag. Aufgrund einer langwierigen Bauchmuskelverletzung ist für den 28-Jährigen nicht mehr an Profi-Fußball zu denken, zurücklehnen will er sich in der Landesliga dennoch nicht. "Ich muss die Mannschaft erst einmal kennenlernen, aber ich strebe immer den maximalen Erfolg an und das bedeutet die Meisterschaft", sagt Scheidhauer. Das dürfte sein Verein gern hören, schließlich feiert der SSV im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Da wäre der Oberliga-Aufstieg doch ein nettes Geschenk.

Für einen Einsatz über 90 Minuten im Bezirkspokal heute gegen den WSV Wendschott (19 Uhr) wird die Fitness von Scheidhauer noch nicht ausreichen, der seit eineinhalb Jahren kein Fußball-Spiel mehr bestritten hat. Das betont auch Trainer Willi Feer, der sich jedoch sicher ist, dass Vorsfelde viel Freude an Scheidhauer haben wird: "Kevin wird uns in jederlei Hinsicht verstärken. Wir spielen uns in jedem Spiel super Torraum-Szenen heraus, er wird diese Chancen mit seinen Qualitäten verwerten können."