03. September 2020 / 19:07 Uhr

Bericht: Nach Transfer zu Union Berlin - Fenerbahce verklagt Max Kruse auf 18 Millionen Euro

Bericht: Nach Transfer zu Union Berlin - Fenerbahce verklagt Max Kruse auf 18 Millionen Euro

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Trennung von Max Kruse und Fenerbahce Istanbul endet wohl in einem Rechtsstreit.
Die Trennung von Max Kruse und Fenerbahce Istanbul endet wohl in einem Rechtsstreit. © imago images/Nordphoto
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Die Trennung von Union-Zugang Max Kruse und seinem Ex-Verein Fenerbahce Istanbul droht zur Schlammschlacht zu werden. Ein Vorstandsmitglied des türkischen Spitzenklubs gibt an, dass der Verein eine Klage gegen seinen ehemaligen Spieler eingereicht habe. Dabei soll es 18 Millionen Euro gehen.

Auch nach dem Wechsel von Max Kruse zu Union Berlin kehrt um den ehemaligen Nationalspieler keine Ruhe ein. Wie der türkische Ableger von transfermarkt.com berichtet, wurde der Angreifer von seinem Ex-Klub Fenerbahce Istanbul offenbar auf eine beträchtliche Summe verklagt. "Das Problem zwischen uns ist beidseitig ein FIFA-Fall geworden. Wir müssen die Rechte unseres Vereins bis zum Schluss verteidigen", wird Fenerbahce-Vorstandsmitglied Alper Pirsen zitiert. Der Funktionär betont, dass man einen Betrag "in Höhe von 18 Millionen Euro vom Spieler als Schadensersatz" fordere.

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Pirsen weiter: "Max Kruse hat uns verlassen und gegen uns bei der FIFA eine Klage in Höhe von 7,5 Millionen Euro eingereicht. Wir haben unsere Argumente bezüglich dieser Klage an die FIFA geschickt. Außerdem haben wir Max Kruse verklagt."

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Im Rechtsstreit mit dem Neuzugang von Union Berlin sieht sich Pirsen in einer aussichtsreichen Position und verweist auf ähnliche Fälle in der Vergangenheit. "In unserer Vereinsgeschichte gibt es viele ähnliche Situationen. Natürlich ist dieser Fall nicht derselbe und die Geschehnisse sind nicht identisch, aber ein Ariel Ortega, der in der Türkei unglücklich war und nach Argentinien zurückkehren wollte, verließ unseren Verein auch ganz problematisch und wurde nachher zu einem Schadensersatz von 11 Millionen Dollar verdonnert."

Der türkische Spitzenverein Fenerbahce hatte im Juni bekanntgegeben, dass der ehemalige deutsche Nationalspieler seinen Vertrag in Istanbul einseitig aufgekündigt habe und bereits im Nachgang rechtliche Schritte angekündigt. Kündigungsgrund seien laut Kruse fehlende Gehaltszahlungen von Seiten der Türken. Fenerbahce stellte dazu in einer Stellungsnahme auf der Homepage fest, dass der Klub keinerlei Schulden gegenüber Kruse von vor der Coronavirus-Pandemie habe. Union Berlin sicherte sich schließlich die Dienste des ehemaligen Freiburg-, Gladbach- und Bremen-Profis. Der Transfer erfolgte ablösefrei.

Am Dienstag hatte der Offensivspieler getwittert, dass die Spielberechtigung nach seinem Wechsel von Fenerbahce zu Union vorliegt. "Von der DFL (Deutsche Fußball Liga) an Union Berlin und mich - kann los gehen, Euer Max", schrieb Kruse beim Kurznachrichtendienst zu einem Foto der Mitteilung. Er war bereits am 7. August bei dem Berliner Bundesligisten als Neuzugang präsentiert worden. Aktuell laboriert er noch an den Folgen einer Sprunggelenksverletzung.