07. Juni 2022 / 17:40 Uhr

Transfer-Zoff um Star des FC Bayern: Salihamidzic berichtet von Lewandowski-Anruf am Dienstag

Transfer-Zoff um Star des FC Bayern: Salihamidzic berichtet von Lewandowski-Anruf am Dienstag

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Stürmer Robert Lewandowski (links) hat seinen Wechselwunsch zuletzt verdeutlicht.
Bayern-Stürmer Robert Lewandowski (links) hat seinen Wechselwunsch zuletzt verdeutlicht. © IMAGO/Christian Schroedter/Revierfoto (Montage)
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Die Fronten zwischen dem FC Bayern und Robert Lewandowski bleiben verhärtet. FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic berichtet der "Bild", dass er am Dienstag einen Anruf des Stürmerstars erhalten habe. Die Beschreibung des Gesprächsverlaufs deutet nicht auf eine Annäherung hin.

Im seit Wochen schwelenden Transfer-Zoff zwischen dem abwanderungswilligen Robert Lewandowski und dem FC Bayern hat es wieder einen Austausch zwischen beiden Parteien gegeben. "Heute hat mich Robert Lewandowski angerufen. Wir haben uns unter anderem auch über seine öffentlichen Äußerungen unterhalten. Ich habe ihm unseren Standpunkt zu seiner Vertragssituation klar erklärt", wurde FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic am Dienstagnachmittag von der Bild zitiert: "Zu seinem Wechselwunsch haben sich Herbert Hainer, Oliver Kahn und ich mehrfach geäußert, deshalb möchte ich es dabei belassen."

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Bedeutet: Die Bayern bleiben im Gezerre um den vom FC Barcelona umworbenen polnischen Superstar hart und wollen ihn nicht vor dessen Vertragsende im Sommer 2023 ziehen lassen. Präsident Herbert Hainer hatte erst am vergangenen Wochenende in der Bild am Sonntag klar Stellung bezogen. "Vertrag ist Vertrag! Wo kommen wir denn da hin, wenn ein Spieler einen Vertrag vorzeitig beenden kann, während wir als Verein ihn bis zum letzten Tag der Laufzeit voll bezahlen müssten? Das ist eine Ungleichheit, die kann so nicht sein", betonte der 67-Jährige. Kahn war zuvor nicht weniger deutlich gewesen: "Robert Lewandowski hat einen Vertrag bis 2023, und den wird er erfüllen."

Lewandowski bewertet die Situation offenbar grundlegend anders. Nachdem er schon bei einer Pressekonferenz im Camp der polnischen Nationalmannschaft öffentlich mit dem deutschen Rekordmeister gebrochen hatte, unterstrich er seinen Unmut über die Münchner. "Sie wollten mir nicht bis zum Ende zuhören. Etwas in mir ist erloschen. Und es ist unmöglich, darüber hinwegzusehen. Selbst wenn du professionell sein willst, kannst du es nicht wiedergutmachen", erklärte er dem polnischen Medium OnetSport. Zudem deutete Lewandowski an, dass ein Wechselverbot seitens des Klubs angesichts seiner Verdienste einem undankbaren Verhalten gleichkäme: "Wo bleiben da Loyalität und Respekt?"