15. Juli 2020 / 08:05 Uhr

Transferfenster geöffnet: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Wechselperiode 2020/21

Transferfenster geöffnet: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Wechselperiode 2020/21

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die 18 Bundesliga-Klubs können 83 Tage lang auf Shopping-Tour gehen und neue Spieler verpflichten.
Die 18 Bundesliga-Klubs können 83 Tage lang auf Shopping-Tour gehen und neue Spieler verpflichten. © imago images (Montage)
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Mit dem 15. Juli beginnt das Transferfenster in der Bundesliga. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wird der Spielermarkt in diesem Sommer ein besonderer sein. Kurios auch: Am 1. Juli war das Wechselfenster bereits für einen Tag geöffnet – der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen.

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An diesem Mittwoch öffnet für die deutschen Klubs das zweite Transferfenster. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat es in diesem Sommer wegen der Corona-Krise zweigeteilt. Zunächst war es am 1. Juli für einen Tag offen, um bereits vollzogene Transfers registrieren zu können. Nun folgt die zweite Phase. Der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen zum Corona-Transfermarkt.

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Wie lange läuft das Transferfenster?

Das Transferfenster ist vom 15. Juli bis zum 5. Oktober geöffnet. Damit haben die Vereine nun insgesamt 83 Tage Zeit, ihre Kader für die kommende Saison 2020/21 zu verstärken – sind dafür aber auch mit zahlreichen Unwägbarkeiten konfrontiert. Durch das verzögerte Saisonende der europäischen Ligen infolge der Coronavirus-Pandemie hat die Wechselperiode später begonnen als sonst, die Zeitspanne ist zudem deutlich länger als gewohnt. Zum Vergleich: In der vergangenen Spielzeit 2019/20 war der Sommertransfermarkt in der Bundesliga vom 1. Juli bis zum 2. September geöffnet – und damit nur 64 Tage.

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Welche Klubs waren bereits aktiv?

Vor allem die Spitzenklubs FC Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig haben ihre ersten Verpflichtungen bereits getätigt. Der deutsche Rekordmeister erfüllte sich seinen Wunsch vom Königstransfer Leroy Sané (Ablöse rund 50 Millionen Euro) nach rund einem Jahr Hängepartie. Außerdem wurde am 1. Juli auch der ablösefreie Wechsel von Alexander Nübel vom FC Schalke 04 nach München wirksam. Hinzu kommt der ebenfalls ablösefreie Transfer des 18 Jahre jungen französischen Abwehrspieler Tanguy Nianzou Kouassi (Paris Saint-Germain). Der BVB holte – ebenfalls von PSG – ablösefrei den belgischen Außenverteidiger Thomas Meunier. Die Leipziger sicherten sich die Dienste des deutschen Nationalspielers Benjamin Henrichs (AS Monaco, Leihe mit Kaufoption) und holten Hee-chan Hwang (9 Millionen Euro) von Schwesternklub Red Bull Salzburg als Ersatz für Timo Werner.

Sané, Schick & Co.: Die Sommer-Zugänge der Bundesliga-Klubs 2020

Bayerns Leroy Sané (von links), Leverkusens Patrik Schick, Dortmunds Jude Bellingham und Leipzigs Alexander Sörloth haben für ihre neuen Klubs bereits gespielt. Zur Galerie
Bayerns Leroy Sané (von links), Leverkusens Patrik Schick, Dortmunds Jude Bellingham und Leipzigs Alexander Sörloth haben für ihre neuen Klubs bereits gespielt. ©

Welche Toptransfers könnten anstehen?

Mit Sané ist die Liga um einen Megastar reicher, während sein Nationalmannschafts-Kollege Werner gen England gewechselt ist. Gerüchte ranken sich derweil noch um einen Abgang von DFB-Star Kai Havertz, Der Youngster von Bayer Leverkusen wird mit zahlreichen Spitzenvereinen in Verbindung gebracht – unter anderem mit Real Madrid (der SPORTBUZZER berichtete) und Manchester City. Die Bayern verlassen könnten Thiago oder auch David Alaba. Noch undurchsichtig ist, welche Stars in die Bundesliga kommen. Kurz bevor soll der Transfer des englischen Toptalents Jude Bellingham zum BVB stehen.

Welche Erwartungen haben die Bundesliga-Manager?

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsboss des FC Bayern, begrüßt die grundsätzliche Verlängerung des Wechselfensters. "Das Champions-League-Finale wird am 23. August gespielt, weshalb die Verlängerung der Transferperiode bis zum 5. Oktober allen Vereinen sechs Wochen Zeit lässt. Das ist eine weise Entscheidung der UEFA", sagte der 64-Jährige im Interview bei France Football. Weitere Bundesliga-Bosse gehen von großen Veränderungen auf dem Transfermarkt durch die Corona-Krise aus. "Kurzfristig erwarte ich heftige Veränderungen und einen Einbruch des Transfermarktes", sagte Max Eberl, Sportvorstand von Borussia Mönchengladbach, jüngst dem Stern: "Es mag den ein oder anderen Megadeal geben – aber mit einem durchschnittlichen Spieler wird man nicht mehr diese Preise erzielen wie zuvor. Wir werden eine Korrektur erleben." Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic meinte: "Der Transfermarkt kann ein irres Glücksspiel werden."

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Wie sieht es in den europäischen Topligen aus?

Der DFB-Vorstand folgte mit der Verlängerung der Transferperiode einer grundsätzlichen Empfehlung des UEFA-Exekutivkomitees. Dieses hatte alle Mitgliedsverbände dazu aufgerufen, den 5. Oktober als gemeinsames Enddatum für das Sommertransferfenster zu bestimmen, weil die Frist für die Registrierung von Spielern für die Gruppenphase der Europapokale 2020/21 auf den 6. Oktober festgelegt wurde. Daher werden auch die englische Premier League, die spanische La Liga, die italienische Serie A und die französische Ligue 1 ihr Wechselfenster am 5. Oktober schließen. Der Transfermarkt in der Premier League öffnet am 27. Juli. Das teilte die höchste englische Fußball-Spielklasse am Mittwoch mit. Der letzte Spieltag steht am 26. Juli an.