13. August 2022 / 11:26 Uhr

Nach Transfers von Kostic und Onana: HSV darf unverhoffte Millionen-Einnahmen in neue Spieler investieren 

Nach Transfers von Kostic und Onana: HSV darf unverhoffte Millionen-Einnahmen in neue Spieler investieren 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Ex-Hamburger Filip Kostic (l.) und Amadou Onana wechselten in diesem Sommer für hohe Ablösesummen die Klubs.
Die Ex-Hamburger Filip Kostic (l.) und Amadou Onana wechselten in diesem Sommer für hohe Ablösesummen die Klubs. © IMAGO/Philipp Szyza/Claus Bergmann (Montage)
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Die Sommer-Transfers der früheren HSV-Profis Filip Kostic und Amadou Onana haben bei dem Zweitligisten durch vertraglich vereinbarte Beteiligungen für einen unerwarteten Geldsegen gesorgt. Mit dem Geld wollen und dürfen die Hamburger bis Ende der Transferfrist personell nochmal nachlegen. 

Der Hamburger SV kann in den nächsten Tagen Neuverpflichtungen von Spielern vornehmen. Das hat der Aufsichtsrat des Zweitligisten am Freitagabend bei der gemeinsamen Beratung mit den Vorständen Jonas Boldt und Thomas Wüstefeld beschlossen. "Der Vorstand hat uns schlüssige Zahlen und Planungen vorgestellt. Unser Gremium hat der Budgetplanung einstimmig zugestimmt", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Marcell Jansen auf der Homepage des Vereins und ergänzte: "Es gibt Raum für Transfermöglichkeiten."

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Durch die Beteiligung am Weiterverkauf seiner Ex-Profis Amadou Onana vom OSC Lille zum FC Everton und Filip Kostic von Eintracht Frankfurt zu Juventus Turin nimmt der HSV eine nicht eingeplante Summe von mehr als fünf Millionen Euro ein. Die Hamburger sind dem Vernehmen nach unter anderen an einer Verpflichtung des Flügelspielers Jean-Luc Dompé vom belgischen Erstligisten SV Zulte Waregem interessiert. Der Franzose soll eine Ablöse von rund 1,5 Millionen Euro kosten.

Keine Entscheidungen gab es offenbar bei den strittigen Themen. Dabei ging es um das Finanzierungskonzept für die Stadionsanierung. "Wir sind einen Schritt weitergekommen. Es war eine gute Sitzung. Nun freuen wir uns auf das Spiel unserer Profis bei Arminia Bielefeld und drücken gemeinsam die Daumen", sagte Jansen.

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Offen blieb, ob Wüstefelds Finanzierungsplan vom Aufsichtsrat akzeptiert oder abgelehnt wurde. Nicht kommentiert wurde das 120-Millionen-Angebot von Anteilseigner Klaus-Michael Kühne, der sein Engagement mit Forderungen nach deutlich mehr Macht im Verein verband. Unklar blieb, ob es einen Abwahlantrag gegen Finanzvorstand Wüstefeld gab.