06. Oktober 2020 / 16:41 Uhr

Premier League dominiert: Die 30 teuersten Transfers des Sommers – Havertz thront an der Spitze

Premier League dominiert: Die 30 teuersten Transfers des Sommers – Havertz thront an der Spitze

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Drei der teuersten Transfers in diesem Sommer: Arthur, Kai Havertz und Leroy Sané (v.li.).
Drei der teuersten Transfers in diesem Sommer: Arthur, Kai Havertz und Leroy Sané (v.li.). © Getty Images/imago images/Xinhua (Montage)
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Die Sommer-Transferphase ist vorbei. Während die Bundesliga-Klubs in Corona-Zeiten auf dem Transfermarkt eher sparsam umgegangen sind, haben erneut die Premier-League-Klubs am meisten Geld ausgegeben. Der SPORTBUZZER zeigt die 30 teuersten Transfers des Sommers.

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Das meiste Geld fließt nach wie vor von und auf der Insel: Die Transferphase in Europas Top-Ligen ist geschlossen. Und wieder einmal waren es die englischen Klubs, die am Ende die größten Ablösesummen für neue Stars ausgegeben haben. Allein 19 der 30 Verpflichtungen mit der höchsten Ablöse wurden von Klubs aus der Premier League bezahlt. Und mit dem FC Chelsea ist es auch ein Klub aus der englischen Spitzenliga gewesen, der sich neue Profis am meisten kosten lassen hat – insgesamt 247,2 Millionen Euro gaben die Blues für die Neuzugänge um Kai Havertz und Timo Werner insgesamt aus.

Die Bundesliga hingegen zeigte sich in finanziell angespannten Corona-Zeiten eher sparsam. In den Top 30 der teuersten Sommer-Zugänge finden sich nur zwei Profis, die den Weg nach Deutschland gefunden haben: Leroy Sané, der mindestens 45 Millionen Euro teure Königstransfer von Triple-Sieger FC Bayern, und Mittelfeld-Youngster Jude Bellingham, den sich Borussia Dortmund 26,5 Millionen Euro kosten ließ.

Die 30 teuersten Sommer-Transfers der Saison 2020/2021

Für Arthur, Kai Havertz und Leroy Sané (v. li.) haben ihre neuen Klubs allesamt viel Geld bezahlt. Der <b>SPORT</b>BUZZER gibt einen Überblick über die 30 teuersten Transfers der Sommer-Periode 2020/21. Zur Galerie
Für Arthur, Kai Havertz und Leroy Sané (v. li.) haben ihre neuen Klubs allesamt viel Geld bezahlt. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über die 30 teuersten Transfers der Sommer-Periode 2020/21. ©

Allerdings machen sich die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie keineswegs nur in der Bundesliga bemerkbar. Auch international ist auffällig, dass im Verhältnis zu den Vorjahren kaum ganz große Deals über die Bühne gegangen sind. Kein einziger Spieler sprengte in diesem Sommer die 100-Millionen-Euro-Marke – auch wenn der Wechsel von Kai Havertz mit Bonus-Zahlungen noch auf diese Summe ansteigen kann. Zum Vergleich: Im Sommer 2019 wechselten noch drei Spieler für mehr als 100 Millionen Euro Ablöse den Verein, in den beiden Sommern davor immerhin jeweils zwei.

Und: Sogar in der finanzstarken Premier League sind die Ausgaben im Vergleich zum Vorsommer zurückgegangen. Laut einem Bericht des Londoner Unternehmens Carteret Analytics haben die Premier-League-Klubs umgerechnet rund 1,34 Milliarden Euro für neue Spieler (1,22 Milliarden Pfund) investiert – und damit deutlich weniger als im Vorjahr. Damals flossen noch rund 1,52 Milliarden Euro. Allerdings hat die englische Spitzenklasse immer noch rund fünf mal an Ablösen so viel wie die Bundesliga ausgegeben, die nach Berechnungen der Deutschen Presse-Agentur rund 264 Millionen Euro zahlte. Laut Carteret Analytics übertrafen die englischen Ausgaben auch die in der spanischen La Liga (404 Millionen Euro), der französischen Ligue 1 (433 Millionen Euro) und der Serie A in Italien (688 Millionen Euro) bei weitem.

Bale, James: Viele große Transfers als Leihe oder ablösefrei

Einige durchaus spektakuläre Transfers wurden in diesem Sommer aber auch ganz ohne Ablöse realisiert – so etwa die Rückkehr von Gareth Bale zu den Tottenham Hotspur: Der Waliser stand bei Real Madrid auf dem Abstellgleis und wurde zunächst für ein Jahr an die Spurs ausgeliehen. Auch Stürmer Alvaro Morata wechselt per Leihe. Der Spanier verlässt Atletico Madrid zunächst wieder und schließt sich Ex-Klub Juventus Turin an. Und für Ex-Bayern-Star James Rodriguez musste der FC Everton nicht einmal eine Leihgebühr bezahlen. Der Kolumbianer wechselte nach Ende seines Vertrags bei Real Madrid ablösefrei zu den "Toffees" und trug seither zum starken Saisonstart bei.