08. März 2019 / 19:42 Uhr

Transfersperre: FIFA lehnt Einspruch von Chelsea ab - Blues bemängeln Ungleichbehandlung

Transfersperre: FIFA lehnt Einspruch von Chelsea ab - Blues bemängeln Ungleichbehandlung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Muss aufgrund des Transferverbots gegen seinen Verein noch bis 2020 Abstriche in der Kaderplanung machen: Chelsea-Trainer Maurizio Sarri.
Muss aufgrund des Transferverbots gegen seinen Verein noch bis 2020 Abstriche in der Kaderplanung machen: Chelsea-Trainer Maurizio Sarri. © 2019 Getty Images
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Zieht Chelsea jetzt vor den Internationalen Sportgerichtshof? Der Weltverband FIFA zumindest hat einen Einspruch der Londoner gegen ihr Transferverbot bis 2020 abgewiesen. Die Blues fühlen sich im Vergleich mit anderen Vereinen ungleich behandelt.

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Das Berufungskomitee des Fußball-Weltverbandes FIFA hat einen Einspruch des englischen Ex-Meisters FC Chelsea gegen das Transferverbot abgelehnt. Der Londoner Klub hat nun noch die Möglichkeit, vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu ziehen. In einer Stellungnahme deutete Chelsea am Freitag an, dies in Erwägung zu ziehen. Die Londoner sehen eine Ungleichbehandlung im Vergleich mit anderen Vereinen. In allen anderen bekannten Fällen sei zuvor das Verbot bis zu einer endgültigen Entscheidung wieder aufgehoben worden.

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Diese Konsequenzen hat das Transferverbot für die Blues

Chelsea darf nach einer Entscheidung der FIFA bis zum Sommer 2020 keine neuen Spieler verpflichten, weil die Blues in 29 Fällen gegen die Regeln zur Verpflichtung Minderjähriger verstoßen haben sollen. Der Club war zusätzlich mit einer Geldstrafe von umgerechnet rund 530.000 Euro belegt worden. Chelsea betonte, der Club habe in Übereinstimmung mit allen gültigen Regularien gehandelt.

Was wird aus Pulisic und Hudson-Odoi?

Vor allem die Namen Callum Hudson-Odoi und Christian Pulisic spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Hudson-Odoi stand beinahe bis zur letzten Sekunde der abgelaufenen Transferperiode vor einem Transfer zum FC Bayern. Und US-Boy Pulisic ist in eben jener für 64 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu den Londonern gewechselt. Derzeit spielt er noch bis Sommer 2019 auf Leihbasis für den Bundesliga-Tabellenführer.

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Bei Pulisic ist die Lage eindeutig. Der 20-Jährige wird trotz der FIFA-Sanktion ab der kommenden Saison das Trikot der "Blues" überstreifen. Der Vertrag zwischen Pulisic und dem englischen Spitzenklub wurde vor der Entscheidung des Fußball-Weltverbands geschlossen. Dennoch hatte diese sicherlich einen Einfluss auf den Wechsel. Dass Pulisic kostenlos noch ein halbes Jahr für den BVB spielen darf, wurde vielerorts mit Verwunderung aufgenommen. Doch die Verhandlungsposition von Chelsea war ob der drohenden Transfersperre, die die "Blues" geahnt haben werden, nicht besonders gut. Wäre Pulisic nicht im Winter offiziell gewechselt, wäre der Transfer gar nicht zustande gekommen.

Anders verhält es sich bei England-Juwel Hudson-Odoi. Die Chelsea-Verantwortlichen werden wohl auch deshalb so sehr um einen Verbleib des 18-Jährigen über den Winter hinaus gekämpft haben, weil gleichzeitig kein adaquäter Ersatz hätte gefunden werden können. Selbst die kolportierte 40-Millionen-Offerte des FC Bayern war daher wenig erfolgsversprechend - denn: der Europa-League-Teilnehmer aus der englischen Hauptstadt hätte mit dem Geld im Sommer schlicht nichts anfangen können.