02. Mai 2021 / 11:13 Uhr

Traumtor für Dynamo Dresden: Heinz Mörschel trifft „wie Juninho“

Traumtor für Dynamo Dresden: Heinz Mörschel trifft „wie Juninho“

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Lotte, 01.05.2021, Fussball, Stadion am Lotter Kreuz, 3.Liga, Nachholpartie vom 33.Spieltag ,  
KFC Uerdingen vs. SG Dynamo Dresden  , 
Im Bild:  Tor fŸr Dynamo Dresden. Heinz Mšrschel /  Moerschel (8, Dresden) trifft per Freisto§ zum 0:2 und jubelt mit den Teamkollegen. , 
GemŠ§ den Vorgaben des DFB Deutscher Fu§ballbund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoŠhnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. , 
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Heinz Mörschel jubelt mit den Teamkollegen nach seinem Freistoßtor zum 0:2. © Picture Point
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Der 23-Jährige Mörschel versenkt gegen seinen früheren Verein KFC Uerdingen einen direkten Freistoß und schießt die Schwarz-Gelben an die Tabellenspitze der 3. Liga zurück.

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Lotte. Gerade mal seit 20 Minuten stand er am Sonnabend auf dem holprigen Rasen des Stadions am Lotter Kreuz, als sich durch ein Foul an Christoph Daferner eine optimale Freistoßposition für Heinz Mörschel ergab. Der 23-Jährige legte sich 18 Meter zentral vorm Tor den Ball zurecht und traf direkt ins rechte obere Eck (74.) – ein Traumtor für Dynamo Dresden zum 2:0-Endstand gegen den KFC Uerdingen. Und unhaltbar für Schlussmann Hidde Jurjus.

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Mörschel löscht Dynamos Durststrecke

Panagiotis Vlachodimos, der selbst das 1:0 erzielt hatte, zollte Mörschel anschließend Respekt: „Ein überragender Spieler, wie Juninho früher schlägt er die Freistöße“, sah der Deutsch-Grieche eine Parallele zum einstigen brasilianischen Mittelfeldstar, der während seiner Glanzzeit in den 2000ern bei Olympique Lyon die Standards gleich reihenweise versenkt hatte.

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Die SG Dynamo Dresden gewinnt gegen den KFC Uerdingen mit 2:0 und sichert sich damit die erneute Tabellenführung in der 3. Liga.. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden gewinnt gegen den KFC Uerdingen mit 2:0 und sichert sich damit die erneute Tabellenführung in der 3. Liga.. ©

Eine kleine Übertreibung vielleicht, aber Fakt ist: Auch bei Heinz Mörschel sind diese Treffer kein Zufall. Auf den Tag genau acht Wochen zuvor war ihm nur 100 Kilometer weiter westlich beim SV Meppen auf gleiche Art ein Traumtor geglückt. Zum 4:0-Erfolg gegen die Emsländer, dem zweiten Zu-Null-Sieg der Schwarz-Gelben in Folge, steuerte er sogar noch einen weiteren Treffer bei.

Danach begann eine Durststrecke mit fünf Punkten aus sechs Spielen, die Dynamo vorübergehend die Tabellenführung und Trainer Markus Kauczinski schließlich den Job kostete. Auch bei Mörschel, der es für die SGD zuvor auf einen Scorerpunkt pro 90 Minuten gebracht hatte, lief plötzlich wenig zusammen. Zu allem Überfluss zog er sich bei der indiskutablen 0:2-Niederlage gegen Schlusslicht Unterhaching einen Muskelfaserriss zu, musste in den jüngsten beiden Spielen verletzt zuschauen.

Torschütze mit bisschen Wehmut

Nachdem er zuletzt wieder mittrainieren konnte, reichte es für Heinz Mörschel ausgerechnet gegen den KFC Uerdingen erstmals wieder für einen Einsatz, in der 54. Minute wurde er für Philipp Hosiner eingewechselt. Noch fünf Monate zuvor hatte er mit den Krefeldern der SGD im Rudolf-Harbig-Stadion ein 0:0 abgerungen. Im Januar folgte dann der Wechsel vom niederrheinischen Kellerkind zum sächsischen Aufstiegsfavoriten. Und nun ein Traumtor gegen seinen Ex-Verein.

„Ich bin jetzt erst mal froh, dass ich das Spiel hinter mich gebracht habe und keine Probleme mehr hatte. Das ist schon mal echt ein gutes Zeichen. Wenn du hier mit der Mannschaft so einen Arbeitssieg holst und dann noch gegen deine alten Jungs triffst, auch wenn es denen ein bisschen wehtut, macht das schon happy. Ein rundes Wochenende“, zog Mörschel eine zufriedene Bilanz.

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Wie in Meppen nun wieder ein direkter Freistoß zum 2:0, ebenfalls wie damals der zweite Sieg in Folge ohne Gegentor. Vielleicht schließt sich ja nun ein Kreis für Heinz Mörschel wie für die Dynamos insgesamt, die nun offenbar wieder in der Spur sind. „Es ist gut, dass wir wieder auf dem ersten Platz stehen, da gehören wir hin“, sagte der 23-Jährige. „Jetzt gilt es, an der Leistung anzuknüpfen, sich weiter zu verbessern und wieder besser die Abläufe reinzubekommen.“