11. November 2020 / 13:00 Uhr

Trebbin-Coach Volker Löbenberg: "Sind es den Verantwortlichen und Fans schuldig, die Klasse zu halten"

Trebbin-Coach Volker Löbenberg: "Sind es den Verantwortlichen und Fans schuldig, die Klasse zu halten"

Kevin Päplow
Märkische Allgemeine Zeitung
Volker Löbenberg (VfB Trebbin)
Volker Löbenberg will mit dem VfB Trebbin den Klassenerhalt noch packen. © Frank Neßler
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Landesliga Süd: Zufriedenheit und Enttäuschung halten sich bei den Vertretern aus dem Fußballkreis Dahme/Fläming nach dem Saisonstart die Waage.

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Neun Spieltage sind in der Landesliga Süd absolviert. Bis zum Break durch die beschlossenen Einschränkungen durch Bund und Länder, sahen die Fans einige Mannschaften, die sich an die Spitzengruppe der Liga heranpirschten und Vereine, die ihrer Zielsetzung nicht gerecht wurden. Der SPORTBUZZER schaut auf das bisherige Abschneiden der Vertreter aus dem Fußballkreis Dahme/Fläming und befragte die Beteiligten zur aktuellen Situation.

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In der Clauerstadt startete man desaströs in die neue Spielzeit. Nach drei Auftaktniederlagen trennte sich der VfB Trebbin von Trainer Sebastian Michalske. Mit der Ludwigsfelder Trainerlegende Volker Löbenberg als Nachfolger und einigen Neuzugängen, erhoffte sich der Verein, den Turnaround zu schaffen. Ohne einen einzigen Punkt hält der VfB aber bis zum Restart die Rote Laterne in der Hand. Kampfesmut und ein klarer Kopf sind daher jetzt gefragt und diese Eigenschaften verkörpert der Trainer höchstpersönlich. "Die Ergebnisse spiegeln leider nicht die erbrachten Trainingsleistungen wider. Die Jungs nehmen jede Einheit an. Umso ernüchternder ist der Fakt, dass wir noch keinen einzigen Punkt holten. Dabei waren wir im ersten Spiel unter meiner Leitung gegen Kolkwitz schon nah dran. Auch gegen Senftenberg war mehr drin. Wir haben unseren Kader ausgedünnt und wollen im Winter wenn möglich noch personell nachlegen. Klar ist: Wir sind es den Verantwortlichen und Fans schuldig, die Klasse zu halten", betont Volker Löbenberg.

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Die Trauben hingen derweil in Großziethen vor Beginn der Saison hoch. Die SGG hat sich unter Trainer Ingo Reißner das Ziel gesetzt, den Aufstieg in die Brandenburgliga anzupeilen. Der Start war auch verheißungsvoll. Ohne das große Spektakel abzuliefern, gewann die SGG ihre ersten Partien durchaus knapp und konnte sich dabei auf die hervorragende Hintermannschaft um Torwart Nikolas Mahn verlassen. Warum es dann bergab ging, kann der Schlussmann der Elf vom Friedensweg erklären.

"Einstellung und die Motivation passten zu Beginn der Saison. Knackpunkt war die Niederlage in Blankenfelde. Einige Spieler waren nicht mehr bereit, 110 Prozent zu geben. Man kann Spiele verlieren, aber die Einstellung zum Match sollte stimmen. Den Aufstieg können wir abhaken, doch schaue ich mit einem Auge oft nach oben, weil ich immer das Optimum will. Wenn jeder im neuen Jahr sein Bestes gibt, freue ich mich auf eine Mannschaft aus Großziethen, die nicht wiederzuerkennen ist", hofft Nikolas Mahn. Die SG Großziethen wird in der Rückrunde von Martin Klink betreut, der das Team nach der Entlassung von Ingo Reißner übernahm.

Nikolas Mahn (SG Großziethen)
Will das jeder seiner Mitspieler an die Leistungsgrenze geht: SGG-Keeper Nikolas Mahn. © Kevin Päplow

Was die SG Phönix Wildau zum Saisonstart erlebte, glich einem Albtraum. Aufgrund von positiver Coronafälle, musste die Mannschaft von Michael Werner den Auftakt verschieben. Der Verein begab sich vorsorglich in Quarantäne und der Ball blieb im Mittelkreis liegen. Umso erstaunlicher ist die Entwicklung der Mannschaft in der ersten Phase dieser Spielzeit.

Nach dem 3:2-Sieg bei der SG Großziethen und der unglücklichen Niederlage in Senftenberg, rangieren die Wildauer Landesligafußballer im oberen Mittelfeld. "Automatismen greifen und das Selbstbewusstsein stieg nach dem schwachen Start. Mit der Punktausbeute können wir bis jetzt aber zufrieden sein. Bei uns geht es nur, wenn jeder 110 Prozent für Phönix abruft und sich die DNA auf die Fahne schreibt. Mit den bescheidenen Mitteln, die wir haben, können wir uns so auf ein weiteres Jahr Landesliga freuen", erklärt Routinier Björn Müller.

Björn Müller (Phönix Wildau)
Ist mit der Punkteausbeute seiner Mannschaft zufrieden. Phönix-Legende Björn Müller © Kevin Päplow

Die beste Mannschaft aus dem Fußballkreis Dahme/Fläming in der Landesliga Süd ist der BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow. Der 3:2-Heimsieg gegen Spitzenreiter Germania Schöneiche brachte die Elf von der Beethovenstraße vor dem Lockdown um vier Zähler an den Primus von der Babickstraße heran. Das man in Blankenfelde zufrieden mit dem Saisonstart ist, versteht sich von selbst.

"Die Zielsetzung war es, oben mitzuspielen. Im Pokal hat uns Hohenleipisch dann aber schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Bis auf die Niederlagen gegen Erkner und Senftenberg, haben wir alle Spiele für uns entschieden. Wenn die Mannschaft bei der Sache bleibt und sich konzentriert, dann können wir auch erfolgreich sein. Ich hoffe, dass wir wirklich wieder am 1. Dezember starten können und das Ziel in der Spitzengruppe zu landen, auch verwirklichen. Wir haben alle Ziele im Leben und dieses ist auch in den Köpfen der Mannschaft. Wir wollen angreifen", sagt Trainer Mirko Schult.

Mirko Schult (BSC Preußen 07)
Mirko Schult will mit seiner Mannschaft nochmal angreifen. © Oliver Schwandt

Die Tabellenpositionen der Mannschaften aus dem FK Dahme/Fläming:

4. BSC Preußen 07 22:11 Tore 18 Punkte
7. Phönix Wildau 20:20 Tore 14 Punkte
8. SG Großziethen 12:16 Tore 13 Punkte
17. VfB Trebbin 2:21 Tore 0 Punkte