12. September 2021 / 21:15 Uhr

Trebbiner Torfestival mit hektischer Schlussphase (mit Galerie)

Trebbiner Torfestival mit hektischer Schlussphase (mit Galerie)

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Tim Münzer (r.) feiert am Sonnabendnachmittag mit den Teamkollegen in den blauen Trikots seinen wichtigen Treffer zum zwischenzeitlichen 4:2 im Heimspiel des VfB Trebbin gegen Fortuna Glienicke. Am Ende gewannen die Hausherren mit 4:3.
Tim Münzer (r.) feiert am Sonnabendnachmittag mit den Teamkollegen in den blauen Trikots seinen wichtigen Treffer zum zwischenzeitlichen 4:2 im Heimspiel des VfB Trebbin gegen Fortuna Glienicke. Am Ende gewannen die Hausherren mit 4:3. © Frank Neßler
Anzeige

Landesliga Nord: Der VfB Trebbin gewinnt sein Heimspiel gegen Fortuna Glienicke mit 4:3 (3:1).

Sieben Tore und eine sehr spannende, teilweise hektische Schlussphase sahen 120 Zuschauer am Sonnabendnachmittag auf dem Trebbiner Sportplatz Ebelstraße. Am 4. Spieltag der Landesliga Nord standen sich dort die Fußballer des gastgebenden VfB und von Fortuna Glienicke gegenüber. Nach dem Abpfiff jubelten die Trebbiner. Sie hatten sich knapp mit 4:3 (3:1) gegen den bis dahin Tabellendritten durchgesetzt. „Die Dramatik zum Schluss hätten wir gar nicht gebraucht“, fasste VfB-Trainer Volker Löbenberg das Geschehen aus seiner Sicht gleich nach dem Ende der Partie zusammen, „der Sieg war nicht unverdient, aber wir können es noch besser.“

Anzeige

Die Begegnung war so wechselhaft wie das Wetter. Sonnenschein und Starkregen – sogar mit Blitz und Donner – wechselten sich am Sonnabendnachmittag am Firmament ab. Auf dem Rasen waren zunächst die Hausherren auf der Sonnenseite, sie erwischten einen Auftakt nach Maß. Schon in der ersten Minute erzielte Niklas Vornholt aus dem Spiel heraus die VfB-Führung. Der Minutenzeiger der Uhr hatte anschließend nicht einmal zwei weitere Umdrehungen geschafft, da stand es bereits 2:0. Nils Schröder (3.) hatte einen Elfmeter verwandelt. Sein Teamkollege Muller Tchilepou Tsoupa war zuvor im Gästestrafraum gefoult worden.

In Bildern: 4:3 gewinnt der VfB Trebbin (blaue Trikots) sein Heimspiel gegen Fortuna Glienicke.

4:3 gewinnt der VfB Trebbin (blaue Trikots) sein Heimspiel gegen Fortuna Glienicke. Zur Galerie
4:3 gewinnt der VfB Trebbin (blaue Trikots) sein Heimspiel gegen Fortuna Glienicke. © Frank Neßler

Und die wilde Fahrt der Hausherren ging weiter. Kevin Reuschel (18.) erhöhte mit einem sehenswerten Volleyschuss nach Freistoßvorlage auf 3:0. Anschließend hätte der VfB sogar noch einen weiteren Treffer erzielen müssen. Es wäre wohl eine frühe Vorentscheidung gewesen.

Doch die Partie entwickelte sich anders. Regen setzte ein und die Gäste aus dem Norden Brandenburgs erholten sich langsam vom Schock. Sie zeigten, dass sie Fußball spielen können und nicht zu unrecht mit zu den Spitzenteams der Landesliga Nord gehören. Ümit Ejder (35.) markierte das 3:1. Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen.

Tim Münzer trifft zum 4:2

Im zweiten Durchgang ging es zunächst mit verteiltem Spiel weiter. Die Gäste erzielten den Anschlusstreffer. Justin Hippe (61.) entwischte auf der linken Seite der VfB-Abwehr und netzte aus Nahdistanz mit einem Schuss in die kurze Torwartecke zum 3:2 ein.

Spannung lag nicht nur wegen vereinzelter Blitze in der Luft. Die Partie wurde jetzt hektischer. „Zum Glück gelang uns in dieser Phase das vierte Tor“, erklärte Löbenberg. Tim Münzer (65.) stellte den alten Abstand wieder her. Er war im zweiten Anlauf nach einer Ecke von Schröder erfolgreich. Der Ball schien schon abgewehrt. Schröder beförderte ihn jedoch noch einmal von links in den Strafraum. Dort hatte Münzer aus etwa 13 Metern freie Schussbahn zum 4:2. 25 Minuten waren noch auf der Uhr. Die Partie blieb offen, denn Fortuna Glienicke kam wieder zum Anschlusstreffer. Torschütze zum 4:3 war noch einmal Hippe (75.).


Mehr zur Landesliga Nord

Die letzte Viertelstunde der Spielzeit war von Dramatik, Hektik und mitunter unnötiger Härte geprägt. Es gab zahlreiche Unterbrechungen durch Fouls, Behandlungen von Spielern auf dem Rasen, Rudelbildung und Diskussionen mit dem Schiedsrichter. Der pfiff schließlich die Begegnung nach etwas Nachspielzeit ab. Der zweite Saisonsieg der Trebbiner Landesligafußballer war in Sack und Tüten. Der VfB ist nach vier Spieltagen im Tabellenmittelfeld der Nordstaffel angekommen. „Wir stehen über dem Strich“, freute sich Löbenberg, „jetzt ist wieder Begeisterung hier. Das hatten wir zuvor ein bisschen vermissen lassen. Der Trainingsfleiß unserer Spieler zahlt sich aus.“