27. April 2018 / 14:37 Uhr

Treffen von RB-Trainer Hasenhüttl mit Frankfurts Bobic ad absurdum geführt

Treffen von RB-Trainer Hasenhüttl mit Frankfurts Bobic ad absurdum geführt

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
RB-Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl winkt vom Trainingsplatz den Fans zu.
RB Leipzigs Coach Ralph Hasenhüttl sieht sich seit Wochen mit immer neuen Spekulationen um seine Zukunft konfrontiert. © dpa
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RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl ist verärgert über die ständigen Spekulationen um seine Person als Kandidat bei anderen Vereinen. Der 50-Jährige kritisiert vor allem die Art und Weise der Gerüchte in den Medien - wie das aktuellste mit Bobic und Eintracht Frankfurt.

Leipzig. Das Gerücht des Tages: RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl hat sich bereits zweimal mit Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic getroffen. Schließlich sucht die Eintracht im Sommer nach dem Verlust seines Trainers an den FC Bayern München einen Ersatz. Die von Sport1 verbreitete „Neuigkeit“ hatte folgendes interessante Detail: Eines der Treffen soll einen Tag nach dem Leipziger Aus bei Olympique Marseille in der Europa League am Leipziger Flughafen stattgefunden haben. Denn an jenem Freitag bestätigte der FC Bayern, dass Niko Kovac Nachfolger von Jupp Heynckes wird.

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Wie der Leipziger Trainer dieses Treffen allerdings rein logistisch bewerkstelligt haben soll, bleibt ein Rätsel. RB Leipzig landete an besagtem Freitag gegen 17 Uhr aus Marseille am Flughafen Leipzig/Halle. Anschließend saß Trainer Ralph Hasenhüttl im Mannschaftbus gen Trainingszentrum am Cottaweg. Bereits um 18.15 Uhr betrat er noch im internationalen Look, also mit Anzug, das Podium der Pressekonferenz, vor dem Bundesligaspiel am Sonntag in Bremen. Der 50-Jährige sagte am Freitag zu dem Gerücht von Sport 1: „Schön, dass wir es mit einem Kollegen zu tun haben, der anscheinend keine Ahnung hat, was für Abläufe bei einem Fußballverein tatsächlich passieren.“

2016 in Österreich "erwischt"

Der Österreicher ist inzwischen genervt von ständigen Spekulationen. „Vor zwei Wochen war ich noch gleichzeitig neuer Bayern- und Dortmundtrainer. Wenn Frankfurt jetzt einen Trainer holt, bin ich wahrscheinlich bei dem Verein ein Kandidat, wo derjenige weggegangen ist. Ich finde es im Moment wirklich bedenklich. Egal wo ein Trainerposten frei ist, das alle Kandidaten immer wieder gespielt werden. Ich finde es unmöglich, wenn man einfach irgendwas, irgendwo rauswerfen kann. So einfach darf es niemandem gemacht werden, ohne zu recherchieren.“

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Allerdings hat sich Hasenhüttl schon einmal bei heimlichen Verhandlungen „erwischen“ lassen. Vor seinem letzten Wechsel, vom FC Ingolstadt zu RB Leipzig, war sein Treffen im April 2016 mit Sportdirektor Rangnick in einem österreichischen Restaurant publik geworden.

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