25. Oktober 2020 / 19:36 Uhr

Trick-Vorlage, Tor und Baby-Jubel: Arnold war gegen Arminia Wolfsburgs Blitz-Matchwinner

Trick-Vorlage, Tor und Baby-Jubel: Arnold war gegen Arminia Wolfsburgs Blitz-Matchwinner

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Baby-Jubel nachdem Tor zum 2:0: Wolfsburgs Maximilian Arnold
Baby-Jubel nachdem Tor zum 2:0: Wolfsburgs Maximilian Arnold © Boris Baschin
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Maximilian Arnold war der Matchwinner beim 2:1-Sieg des VfL Wolfsburg gegen Arminia Bielefeld. Erst zeigte er einen Freistoß-Trick, dann steckte er sich nach seinem Tor den Ball unters Trikot. Für beide Aktionen hatte er auf die passende Gelegenheit warten müssen...

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Erst legte per Freistoß-Trick das 1:0 für Wout Weghorst auf, dann traf er keine zwei Minuten später zum 2:0 - und schließlich gab's noch den Gruß an seine hochschwangere Frau Jenny: Maximilian Arnold war der Blitz-Matchwinner des VfL Wolfsburg beim 2:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld. "Die Erleichterung", das gab er nach dem Spiel zu, "ist riesengroß - die letzten 10, 15 Minuten haben wir gezittert und es unnötig spannend gemacht."

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Nach dem Abpfiff ging Arnold mit Söhnchen Lio (14 Monate) auf dem Arm übers Spielfeld, demächst bekommt Arnold junior ein Brüderchen - das war der Grund, warum sich der Papa nach seinem Treffer den Ball unters Trikot steckte. Eine Aktion, für die es höchste Zeit war, denn der Geburtstermin naht. "Ich wollte das schon längst machen", so der 26-Jährige, "aber ich habe einfach nicht getroffen, ich war einfach zu blind..." Was ebenfalls schon längst mal hätte knappen sollen: Wolfsburgs Freistoß-Triick vor dem 1:0. Arnold hatte sich den Ball halbrechts vorm Strafraum zurechtgelegt, und während die Bielefelder Abwehr noch rätselte, ob er flankt oder schießt, schob Arnold den Ball einfach auf Weghorst, der zusammen mit Admir Mehmedi und Maximilian Philipp eine VfL-Mauer neben der Arminia-Mauer gebildet hatte. Allein vorm Tor setzte dann Weghorst den Ball fast mühelos an Torwart Stefan Ortega vorbei ins Netz. "Wir üben sowas tatsächlich, auch wenn man das nicht glaubt", so Arnold schmunzelnd. Und das offenbar schon eine ganze Weile, aber "bisher stand immer jemand im Weg, deswegen hatten wir das noch nie gemacht..."

Die Top-Torjäger der Bundesliga-Geschichte des VfL Wolfsburg:

Wolfsburgs Legende Roy Präger liegt mit 24 VfL-Bundesliga-Toren auf Platz 11. Zur Galerie
Wolfsburgs Legende Roy Präger liegt mit 24 VfL-Bundesliga-Toren auf Platz 11. ©

Arnold war beim ersten Saisonsieg Wolfsburgs Bester - der Mittelfeldspieler lief mit 12,5 Kilometer mehr als jeder seiner Kollegen, hatte zudem starke 92 Ballkontakte - einzige der ebenfalls gute Ridle Baku (95) hatte am Ende mehr auf seinem Konto. In der vergangenen Saison ist das Eigengewächs zum VfL-Chef im Mittelfeld aufgestiegen, aber der 26-Jährige ist keiner, der sich nun darauf ausruht. Trainer Oliver Glasner lobte: "Max wird immer dynamischer, immer agiler in seiner Spielweise." Das zeigte er auch vor seinem 2:0, als er sich selbst den Ball erkämpfte - und dann vollstreckte. Glasner: "Und dann will er das Tor unbedingt machen. Es freut mich, dass er sein Spiel immer dynamischer gestaltet und immer weiter nach vorn bringt - er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns."



In der ewigen Bundesliga-Torjägerliste des VfL zog Arnold durch seinem Treffer mit Ivica Olic und Martin Petrov gleich - alle kommen jetzt auf 28 Tore für den VfL und liegen gemeinsam auf Platz acht. Etwas höher in dieser Rangliste ist Weghorst platziert, der Niederländer ist mit 35 Toren Sechster, liegt nur noch ein Tor hinter Bast Dost. Weghorst Torquote liegt mittlerweile bei 0,49 Treffern pro Spiel -  und wird in der VfL-Historie der Top-Stürmer nur vom Meistersturm Edin Dzeko/Grafite und von Jonathan Akpoborie übetroffen.

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