19. August 2020 / 13:37 Uhr

Trikottausch nach Abpfiff: Neymar und Halstenberg ignorieren Corona-Regeln der UEFA

Trikottausch nach Abpfiff: Neymar und Halstenberg ignorieren Corona-Regeln der UEFA

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Da war der Tausch bereits vollzogen: Neymar und Marcel Halstenberg oberkörperfrei.
Da war der Tausch bereits vollzogen: Neymar und Marcel Halstenberg oberkörperfrei. © Picture Point / dpa
Anzeige

Diese Gelegenheit wollte sich Marcel Halstenberg nicht entgehen lassen. Nach dem 0:3 (0:2) von RB Leipzig gegen Paris Saint-Germain tauschte er das Trikot mit Superstar Neymar. Die Verantwortlichen der UEFA dürften das nicht besonders gern gesehen haben.

Lissabon. Die Souvenirjagd von RB Leipzigs Marcel Halstenberg hat PSG-Superstar Neymar einen Verstoß gegen eine Corona-Empfehlung der UEFA eingehandelt. Nach dem souveränen 3:0 von Paris Saint-Germain im Halbfinale der Champions League tauschten der Brasilianer und der deutsche Fußball-Nationalspieler am Dienstagabend ihre Trikots. Mit nacktem Oberkörper feierte Neymar auf dem Rasen den erstmaligen Endspieleinzug der Franzosen - in seiner Hand das weiße RB-Jersey mit der Nummer 23.

Anzeige
Mehr zum Halbfinal-Duell

Ein Trikottausch ist gemäß des Protokolls der Europäischen Fußball-Union zur Rückkehr des Fußballs aufgrund der Coronavirus-Pandemie derzeit nicht erlaubt. „Den Spielern wird empfohlen, es zu unterlassen, ihre Trikots zu tauschen“, heißt es dabei in Punkt 14.8. auf Seite 25. Da es allerdings lediglich eine Empfehlung ist, droht Neymar wohl kaum eine Sperre für das Finale wie beispielsweise englische Boulevardmedien spekulierten. Auch Halstenberg muss demnach kaum Konsequenzen für die nächste Spielzeit in der Königsklasse fürchten.

Neymar nach Abpfiff euphorisch

Die Vorfreude auf seinen ersten Königsklassen-Showdown seit dem Sieg 2015 noch mit dem FC Barcelona ist groß beim 28-jährigen Neymar. „Wir haben heute Geschichte geschrieben, aber dabei wollen wir es nicht belassen, wir wollen mehr...“, schrieb Neymar auf Instagram. „Jetzt wollen wir die Schüssel, den Pokal, die Trophäe. Paris feiert.“

Dabei erinnerte er auch an seine persönliche Verletzungsgeschichte - in den beiden Vorsaisons hatte der teuerste Fußballer der Geschichte jeweils beim Aus von PSG gefehlt. „Zwei Jahre in Serie habe ich in Momenten, die für mich und unsere Mannschaft entscheidend waren, Verletzungen erlitten. Heute konnte ich unversehrt, ohne Verletzung, meine Teamkollegen bestmöglich unterstützen“, schrieb er. „Ich bin so glücklich, sehr glücklich...sehr!“