14. Juni 2015 / 10:40 Uhr

Tropische Hitze, ein Wolkenbruch und jede Menge Nachwuchsfußball am Finaltag des LVV-Cups

Tropische Hitze, ein Wolkenbruch und jede Menge Nachwuchsfußball am Finaltag des LVV-Cups

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Die siegreichen Bambini der SG Olympia I.
Die siegreichen Bambini der SG Olympia I. © Alexander Prautzsch
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Alle Infos, Bilder und Geschichten zum Finaltag in der Sportschule "Egidius Braun" gibt es hier zusammengefasst.

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Leipzig. Sechs Pokalfinalpartien, eine großes Bambiniturnier mit 20 Teams, ein Prominentenspiel, ein Wolkenbruch und trotzdem jede Menge Spaß drumherum: Das war der inzwischen traditionelle Finaltag des LVV-Cups. Alle Infos und Bilder zum Tag gibt es hier zusammengefasst.

Zwenkaus C-Junioren holen sich das Double

Im vergangenen Jahr waren sie noch in der dritten Runde gescheitert. Am Samstag lief es besser für die C-Junioren des VfB Zwenkau. Dank eines späten Treffers von Tim Jänichen sicherte sich das Team von Trainer Jörg Loeber im Finale gegen den TSV 1886 Markkleeberg den Sieg beim LVV-Cup, dem Pokalwettbewerb des Fußballverbandes der Stadt Leipzig (FVSL). „Wir kennen uns bereits aus der Liga, hatten dort beide Spiele gegen den TSV gewonnen“, so Loeber. Dennoch habe er seine Jungs im Vorfeld gewarnt. „Wir respektieren jeden Gegner. Angst müssen wir aber keine haben.“ Seine Jungs dominierten die Partie bei tropischer Schwüle, mussten aber fast bis zum Abpfiff auf den Siegtreffer warten.

C-Junioren: VfB Zwenkau - TSV 1886 Markkleeberg Alle Fotos ansehen ›

Der anschließende Jubel war groß und nur der Auftakt zu weiteren Feierlichkeiten. Denn in der kommenden Woche können die Zwenkauer C-Junioren den Stadtmeistertitel feiern. 15 Punkte Vorsprung haben sie auf die zweitplatzierten Markkleeberger. „Das ist eigentlich unnormal. Schließlich haben wir uns als Mannschaft erst im August ganz neu zusammengefunden. Unser Saisonziel war Platz fünf“, so Loeber. Herausgekommen ist der Doppeltitel. „Das erlebt man in meinem Alter auch nicht mehr alle Tage“, freut sich der 66-Jährige. Geehrt werden seine Kicker im großen Rahmen. Vor dem Spiel der Ersten in der Landesklasse gegen den TuS Leutzsch sollen sie geehrt werden. „Ein schöne Sache.“

Klare Angelegenheit: Eintracht Süd feiert D-Junioren-Titel

Das hatten sich die Kicker von RB Leipzig (U11) sicher anders vorgestellt. 0:5 unterlagen sie im Finale gegen Eintracht Leipzig-Süd. Deren Jubel kannte keine Grenzen. Bei der Pokalübergabe stimmten die Jungs erst einmal ein "Uffta" an. Die vorangegangene Partie war eine klare Sache. RB konnte sich nie wirklich durchsetzen und die in grün angetretenen Eintracht Jungs lieferten eine souveräne Vorstellung. Für die Tore sorgten: Felix Rocca (2), Felix Metzner, Martin Wiederspächer und Leo Siebeneichler.

D-Junioren: SV Eintracht-Süd - RB Leipzig (U11) Alle Fotos ansehen ›

Loks E-Junioren feiern Sieg gegen RB Leipzig und dürfen zum Zweitligafußball

Lauter Jubel brandete auf an Feld 2, als der Unparteiische abpfiff und klar war: Die E-Junioren des 1. FC Lok Leipzig holen sich mit einem 2:0-Sieg n.V. gegen RB Leipzig (U10) den Pokal. Bei der Siegerehrung bildete sich rasch ein blau-gelber Pulk. Wildes Geschnatter, Lachen. FVSL-Präsident Dirk Majetschak sah sich zum Eingreifen „genötigt“. „Wer einen Pokal haben will, stellt sich jetzt mal dort in der Reihe auf“, tönte es ernst, ein bisschen streng, ein bisschen väterlich. Sofort war Ruhe.

E-Junioren: 1. FC Lok Leipzig - RB Leipzig Alle Fotos ansehen ›

Pokal und Medaillen gab es dann gleich in doppelter Ausführung. Denn der Verband nutzte die Gelegenheit, den kleinen Lok-Kickern auch gleich die Meisterehrung für den Titel in der Regionalkreisoberliga zu überreichen. Dort sicherten sich die Jungs die Meisterschaft mit sechs Punkten Vorsprung vor RB. Die hatten am Samstag quasi in doppelter Hinsicht das Nachsehen.

Wie immer in solchen Fällen konnten die Unterlegenen wenig Mitleid erwarten. „So seh’n Sieger aus“, stimmten die Lok-Anhänger lautstark an, während sich die Kinder ihre Meistershirts überstreiften. Ironie des Moments: Zum Pokal-Titel gab es Tickets, und zwar für eine Partie bei RB Leipzig in der 2. Bundesliga. „Ist das ein Scherz?“, fragte einer der Nachwuchskicker mit entgeisterter Miene. Von den Eltern gab es das eine oder andere „Buh“. Moderator Meigl Hoffmann bewies Geistesgegenwart. „Na also, das ist doch mal was, 2. Bundesliga, großes Kino!“

A-Junioren-Finale entscheidet sich erst im Elfmeterschießen

Es war ein zähes Ringen unter teilweise recht widrigen Bedingungen. Am Ende bildete sich eine riesige rosafarbene Jubeltraube auf dem Rasen. 6:5 n.E. setzte sich Eintracht Schkeuditz im A-Junioren-Finale gegen die SG Räpitz durch. Vorausgegangen waren 120 lange Minuten, in denen die Kicker wahlweise mit drückender Schwüle und starken Regengüssen kämpften. Eintracht-Trainer Frank Menge war dennoch zufrieden. „Es war gut. Es war hart aber angemessen. Es war fair. Es war ein richtig gutes Spiel“, befand er.

A-Junioren: Eintracht Schkeuditz - SG Räpitz Alle Fotos ansehen ›

Dass die Zuschauer nach der regulären Spielzeit keinen Sieger bejubeln konnten, lag an der Chancenverwertung. „Es gab ja auf beiden Seiten genügend gute Möglichkeiten. Aber da hat dann die Konzentration gefehlt.“ Menge zeigte sich über den Pokalerfolg nicht zu überrascht. „Wir haben auch die Zwischenrunden sehr ordentlich gespielt. Der Sieg heute war folgerichtig, auch wenn es gegen den Tabellenersten ging.“

Mit welcher Belohnung seine Jungs rechnen dürfen, konnte Frank Menge noch nicht sagen. „Das muss ich mir noch überlegen. Wir werden aber heute Abend auf jeden Fall feiern.“

Loks F-Junioren gewinnen und dürfen zur Polizei

Einen deutlichen 5:0-Sieg gab es im F-Junioren-Finale für die F-Junioren des 1. FC Lok Leipzig. Kontrahent RB Leipzig war mit seiner U8 am Start und deutlich unterlegen. Der Grund: Die Rasenballer treten stets in jahrgangsreinen Teams an. Die Mannschaften sind zudem häufig ein Jahr jünger, als sie in ihrer Altersklasse sein müssten. Das war auch am Sonntag so.

F-Junioren: 1. FC Lok Leipzig - RB Leipzig (U8) Alle Fotos ansehen ›

Derlei Gegebenheiten waren für die Probstheidaer Jungs, die auch bereits die Meisterschaft gefeiert hatten, natürlich nicht von Belang. Sie freuten sich riesig über ihren großen sowie die kleinen Pokale und über den Besuch von Uwe Voigt, Sprecher der Polizeidirektion Leipzig. Er überbrachte den Preis für diese Altersklasse, einen Tag bei der Polizei. "Wir haben da zwei Kolleginnen, die machen das ganz toll. Die Mannschaft wird einen Tag haben, an den sie sich noch lange erinnern kann."

Keine Pokale, aber viel Spaß beim Promi-Spiel

Das Prominentenspiel ist eine Tradition am Finaltag des LVV-Cups. Am Samstag standen sich – natürlich auf verkürztem Großfeld und „nur“ zwei mal 20 Minuten – das Team LVV/VNG (in weiß) und das Team Sport/Wirtschaft (in blau) gegenüber. Letztere hatten sich kundige weibliche Verstärkung besorgt. Mit Griseldis Meißner und Laura Birne unterstützten zwei Bundesliga-Fußballerinnen die Mannschaft. Das verfehlte seine Wirkung nicht. Die Mannschaft, in der auch FVSL-Präsident Dirk Majetschak sein Können zeigte, freute sich über ein 8:5.

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Der Wettergott war den Promis hold. Eine ordentliche „Husche“ hatte die Luft zumindest ein wenig abgekühlt und während der Partie blieb es trocken. Roman Knoblauch am Mikrofon gab sein Bestes, um den Spielerinnen und Spielern einzuheizen. „Mensch Leitzke, du lässt dich von einer Frau abkochen“, schallte es über den Platz. Der Angesprochene konnte nicht so recht darüber lachen. Immerhin: So ziemlich jeder bekam sein verbales Fett weg.

Team LVV/VNG: Ulf Middelberg; Frank Viereckl; Peter Krutsch; Oliver Hill; Bernhard Kaltefleiter; Andre Wetzig; Stefan Holtz; Robert Nuck; Michael Fischer-Art; Hans-Jörg Leitzke; Frank Nierlich; Nico Breitkopf; Pedro Feller.

Team Sport/Wirtschaft: Griseldis Meißner; Laura Birne; Thomas Matheja; Thorsten Görke, Sven Werner; Mike Sadlo; René Gewelke; Stefan Krauße; Dirk Majetschak; Toni Majetschak; Oliver Gebhardt; Frank Pohl; Uwe Schlieder.

Wolkenbruch sorgt für Umzug beim Bambini-Turnier

Als die jüngsten Teilnehmer am Finaltag des LVV-Cups den Rasen betraten, war noch alles in bester Ordnung. Doch das sollte nicht so bleiben. Denn die 20 Teams wurden von einem veritablen Wolkenbruch erwischt. An eine Fortführung des Turniers war unter diesen Bedingungen nicht zu denken.

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Dass die G-Junioren der SG Olympia am Ende dennoch ausgelassen jubeln konnten, hatten sie dem Team der Sportschule und des FVSL zu verdanken. Jugendausschuss-Chef Oliver Gebhardt hatte bereits seit dem Morgen beinahe halbstündlich diverse Wetter-Websites im Blick und so nicht nur eine Gewitterzelle ausgemacht. In Folge dessen war schnell entschieden: Es wird in der Halle aufgebaut, nur für den Notfall. Eine goldene Entscheidung.

Die Platzierungen: 1. SG Olympia I; 2. Kickers Markkleeberg; 3. Lipsia Eutritzsch; 4. SG Taucha; 5. Lok Engelsdorf; 6. SSV Markranstädt; 7. SV Brehmer; 8. Eintracht Süd; 9. SG Rotation 1950; 10. VfB Zwenkau; 11. SV Liebertwolkwitz; 12. SG MoGoNo, 13. TuS Leutzsch; 14. SV Schleußig II, 15. Eintracht Schkeuditz; 16. SV Lindenau; 17. SG Olympia II; 18. Roter Stern Leipzig; 19. SpVgg Leipzig; 20. SG Lausen.

Titel bei den B-Junioren geht an den Leipziger SC

Die Partie zwischen dem LSC 01 und dem SV Lok Engelsdorf begann mit einem Doppelschlag. Alexander Niegel und Maximilian Sommer trafen, der LSC führte 2:0. Kontrahent Engelsdorf benötigte eine Weile, um sich zu erholen und konnte selbst erst in der 76. Minute etwas Zählbares beisteuern. Alexander Ulrichs Tor zum 2:1 sorgte noch einmal für Spannung. Aber Louis Endle machte den Pokalerfolg für den LSC in der zweiten Minute der Nachspielzeit perfekt.

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