18. September 2021 / 20:48 Uhr

Trotz 0:2-Niederlage: Chemie Premnitz überzeugt gegen Staffelfavorit Ahrensfelde

Trotz 0:2-Niederlage: Chemie Premnitz überzeugt gegen Staffelfavorit Ahrensfelde

Maximilian Krone
Märkische Allgemeine Zeitung
Elias Große, TSV Chemie Premnitz
Elias Große war ein ständiger Unruheherd bei den Chemikern. © Christoph Laak/Archivbild
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Landesliga Nord: Das Ziel war die Ahrensfelder zu ärgern. Das gelang der Mannschaft von Peter Oberschmidt bei der 0:2-Niederlage über weite Strecken.

SV Grün-Weiss Ahrensfelde - TSV Chemie Premnitz 2:0 (1:0). Tore: 1:0 Dominic Gesierich (25.), 2:0 Patrick Hamel (88.). Zuschauer: 200.

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„Wir wollen es dem Spitzenreiter, der sicherlich andere Ziele hat als wir und in die Brandenburgliga will, so schwer wie möglich machen und uns würdevoll präsentieren“, äußerte Chemie-Trainer Peter Oberschmidt im Vorfeld des Spiels gegen Grün-Weiss Ahrensfelde. Und das ist ihm und seiner Mannschaft gelungen. Trotz der 0:2-Niederlage zeigten sich die Westhavelländer in einer guten Verfassung und der Coach zufrieden: „Mit der Spielleistung bin ich zufrieden, leider nicht mit dem Ergebnis. Aber wir haben sie im Rahmen unserer Möglichkeiten geärgert.“

Früh hätten die Premnitzer die Weichen sogar auf Sieg stellen können, doch aus einigen Standardsituationen und weiteren gefährlichen Aktionen, zumeist initiiert von Angreifer Elias Große, sprang nichts Zählbares heraus. Effektiver waren die Hausherren, die durch Dominic Gesierich in Führung gingen (25.). Der Angreifer verwertete einen Chip-Ball von Ex-Fußballprofi Manuel Schmiedebach und sorgte für Eindruck bei Oberschmidt: „Wir kamen da zu spät, aber das macht er schon gut. Deswegen spielt er aber auch bei Ahrensfelde und nicht bei uns.“

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Alles andere als zufrieden war der ehemalige Regionalliga-Kicker mit der Leistung des Schiedsrichters. Nach einem harten Tackling von Schmiedebach, der tatsächlich wenig Chance hatte den Ball zu spielen, musste Martin Weber verletzt ausgewechselt werden. Der ehemalige Bundesliga-Kicker sah die Gelbe Karte, zu wenig für den Premnitzer Übungsleiter: „Da hatte der Schiedsrichter keinen Arsch in der Hose, um die Rote Karte zu zeigen. Ich hatte dann wieder einen verletzten Spieler, den ich nicht adäquat ersetzen konnte.“

Das 2:0 erzielte zwei Minuten vor Spielende Patrick Hamel, der eine Flanke am langen Pfosten verwertete. Zuvor wurde jedoch Premnitz-Keeper Felix Baitz hart im Luftzweikampf angegangen, der Schiedsrichter entschied sich jedoch gegen den Foulpfiff. Es war die Entscheidung.  In der kommenden Woche erwarten die Chemiker Fortuna Babelsberg zum Heimspiel. Der Premnitz-Coach ist sich sicher: „Mit einer ähnlichen Leistung holen wir Punkte.“

TSV Chemie Premnitz: Baitz - Haase, Weser, Neumann, Gäde - Quast (79. Hagedorn) - Pollak (46. Buczilowski), Otto, Freidank, Weber (62. Cortes) - Große.