17. April 2019 / 15:22 Uhr

Trotz 0:20-Niederlage: Spieler vom SV Falkensee-Finkenkrug IV werden Helden der Woche

Trotz 0:20-Niederlage: Spieler vom SV Falkensee-Finkenkrug IV werden Helden der Woche

Nico Schmook
Märkische Allgemeine Zeitung
Die vierte Mannschaft von Falkensee-Finkenkrug kann sich trotz einer 0:20-Niederlage über den Titel Held der Woche freuen.
Die vierte Mannschaft von Falkensee-Finkenkrug kann sich trotz einer 0:20-Niederlage über den Titel "Held der Woche" freuen. © Verein
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Held der Woche: Der SV Falkensee-Finkenkrug IV glänzt mit außergewöhnlicher Fairness und kann sich nach der höchsten Vereinsniederlage über einen Kasten Bier und den Titel "Held der Woche" freuen.

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Erst letzte Woche sorgte Empor Schenkenberg für eine Premiere bei der Wahl zum Helden der Woche. So wurde zum ersten Mal überhaupt eine komplette Mannschaft als Gewinner gekürt. Eine Woche später ist es nun wieder zu der Kuriosität gekommen. Diesmal bekam die vierte Mannschaft von Falkensee-Finkenkrug nach dem Spiel gegen Eintracht Glindow II die meisten Stimmen und kann sich über den Titel freuen. Wieder ist ein hervorragendes sportliches Verhalten und Fairplay der Grund dafür.

"So eine Fairness und Sportlichkeit hab ich in meiner, jetzt schon sehr langen Karriere, noch nie erlebt", äußert sich auch Hans-Peter Franke, der auf Seiten der Glindower auf dem Platz stand und mit einem Tor einen kleinen Anteil am 20:0-Erfolg seiner Mannschaft hatte. Doch was sorgte für diese Lobeshymnen auf den Vorletzten der 2. Kreisklasse C Havelland?

In Bildern: Die Platzierungen von Brandenburgs "Wahl zum "Held der Woche" (KW 16)

<b>Platz 2:</b> Dennis Wilke - 54 Tore (SV Fürstenberg II) Zur Galerie
Platz 2: Dennis Wilke - 54 Tore (SV Fürstenberg II) ©
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Mit nur elf Spielern plante Andre Hertwig vor dem Auswärtsspiel gegen die drittplatzierte Eintracht aus Glindow, wo man schon von Anfang an "mit keinen großen Erwartungen hingefahren ist." Kurz vor Spielbeginn kam es dann aber für die Falkenseer noch dicker. So sagte ein Spieler kurzfristig ab und ein anderer erschien nicht zum Spiel. Hertwig hatte also nur noch neun Spieler zur Verfügung. Trotzdem stand fest, dass man das Spiel bestreiten wird. Auch weil es sonst eine Strafe gegeben hätte.

Dann geschah das, was zu erwarten war. Eintracht Glindow dominierte das Spiel und nutzte den großen Vorteil, zwei Spieler mehr zu haben. Schon nach knapp 30 Minuten stand es 7:0 für die Hausherren und das Team von Andre Hertwig kam mächtig unter die Räder. "Wenn man zwei Spieler weniger hat, kann man nicht viel kompensieren. Man ist einfach klar unterlegen", sagt auch Hertwig. Mit 0:12 ging es dann in die Halbzeitpause.

In Bildern: Brandenburgs „Helden der Woche“ in der Saison 2018/19.

Wilhelm Weigt ist Brandenburgs Held der Woche. Zur Galerie
Wilhelm Weigt ist Brandenburgs Held der Woche. ©

„Klar war bei dem einen oder anderen der Gedanke da, aufzugeben, aber ich hab ihnen in der Halbzeit deutlich gemacht, dass wir es zu Ende bringen und in den verbleibenden 45 Minuten einfach unser Spiel auf den Platz bringen wollen.“ So geschah es auch und die Gäste kamen besser ins Spiel und hatten auch einige Chancen. Am Ende stand aber ein mehr als deutliches 0:20 auf der Anzeigetafel, das aber keinen Einfluss auf die Stimmung beim Tabellenvorletzten haben sollte. „Sie waren das ganze Spiel über gut gelaunt. So etwas hab ich noch nie erlebt“, zeigte sich auch Glindow-Spieler Franke überrascht.

Das beeindruckendste an dem Spiel war jedoch die Fairness, die von beiden Mannschaften auf den Platz gebracht wurde. So gab es fast keine Fouls geschweige denn Karten. „Ich glaube die größte Aufgabe für den Schiedsrichter war es, die Tore zu notieren“, so Hertwig augenzwinkernd.

Als Geste für ein solch vorbildliches Verhalten spendierten die Glindower noch einen Kasten Bier für die fairen Verlierer. Der Beweis dafür, dass sich Fairness immer auszahlt.

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