07. Juni 2019 / 15:07 Uhr

Trotz Arbeiten im Stadion der Freundschaft: Zweitligist Dynamo Dresden trägt erstes Testspiel in Grimma aus

Trotz Arbeiten im Stadion der Freundschaft: Zweitligist Dynamo Dresden trägt erstes Testspiel in Grimma aus

Frank Prenzel
Leipziger Volkszeitung
Fans von Dynamo Dresden halten ihre Schals in die Höhe.
Die Organisatoren in Grimma rechnen mit 500 bis 600 Dynamofans zu dem Testspiel gegen Wacker Nordhausen. © dpa
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Der Gegner am 27. Juni 2019 ist Regionalligist Wacker Nordhausen. Die Verantwortliche rechnen mit 500 bis 600 Dynamofans.

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Grimma. Selbst im Grimmaer Rathaus war man von der Nachricht überrascht: Zweitligist Dynamo Dresden bestreitet sein erstes Testspiel zur neuen Saison am 27. Juni in Grimma. Gegner ist nicht etwa der frischgebackene Meister und Oberliga-Aufsteiger aus der Muldestadt, sondern Regionalligist FSV Wacker Nordhausen. Nur: Im Stadion der Freundschaft sind Umbauten im Gange und auch keine richtigen Umkleiden vorhanden, und das neue Stadion an der Lausicker Straße ist noch nicht fertig gestellt.

Spielort ist das Stadion der Freundschaft in Grimma

Spielort ist natürlich das Stadion der Freundschaft, klärt auf LVZ-Anfrage Harald Sather, Vorstandsmitglied des FC Grimma, auf. „Die haben ein Stadion in der Mitte gesucht“, gibt Sather zu verstehen. Ein Stadion also, das sowohl für die Dresdner als auch für Nordhausener gut zu erreichen ist. Ein Stadion mit einer ordentlichen Rasenfläche, die sich noch kurz vor dem Spiel bewässern lässt. Das sei wichtig, sagt Sather. Dass sich die Umkleidekabinen derzeit in der Turnhalle der Oberschule auf der anderen Straßenseite befinden, sei für die Dynamo-Verantwortlichen kein Problem. Sie haben bereits die Lage in Grimma inspiziert und mit FC-Mannschaftsleiter Matthias Wohllebe eine Begehung gemacht. Laut Sather gibt es ja auch noch den Sanitärtrakt im Stadiongebäude, das nach dem Abriss des früheren Vereinslokals stehen geblieben ist. Nur fehle hier in den Duschen derzeit das warme Wasser.

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Der Kader der SG Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Neuverpflichtungen zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader der SG Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Neuverpflichtungen zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. ©
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Der traditionsreiche Fußballverein aus der sächsischen Landeshauptstadt ist vor einem knappen Monat auf den FC Grimma zugegangen und hat um Austragung des Spiels ersucht. „Die rechnen mit höchstens 500 bis 600 Zuschauer aus den Dynamo-Reihen“, weiß Sather. Im Stadion der Freundschaft stünden zurzeit 500 Sitzplätze und 1000 Stehplätze auf der Tribünenseite zur Verfügung. Die einstige Stehplatztribüne auf der gegenüberliegenden Seite bleibe geschlossen. Dort sind die Betonelemente längst entfernt worden.

Bekanntlich schlummert unter den Dynamo-Fans ein gewisses Krawallpotenzial. Für das Grimma-Spiel sollte das im Tiefschlaf bleiben. „Wir sehen das ganz locker und haben bezüglich der Sicherheitslage keinerlei Bedenken“, gibt Sather zu Protokoll. Zwischen Dresden und Nordhausen gebe es auch keine Feindschaften. Der Grimmaer Verein hat inzwischen das Gespräch mit dem Polizeirevier gesucht, um die Sicherheitsstandards am 27. Juni zu erfüllen.

FC Grimma sind Kontakte zu namhaften Vereinen wichtig

Für den FC Grimma ist der Kontakt zu Vereinen wie RB Leipzig und Dynamo Dresden wichtig. „Vielleicht bekommen wir die Dresdner auch mal ins neue Stadion“, hofft Vorstandsmitglied Sather. Möglicherweise wirft das Testspiel Ende des Monats auch ein paar Euro für die Grimmaer ab. Bei 500 zahlenden Zuschauer kann der Kassenwart aufatmen, denn der FC als Veranstalter hat auch Auslagen, muss zum Beispiel Schiedsrichter und Security bezahlen. Allerdings haben die Elbestädter zu verstehen gegeben, sich an den Kosten zu beteiligen, falls nicht genügend Geld in die Kasse kommt. „Sie lassen uns nicht hängen“, lobt Sather, der darauf verweist, dass so ein Spiel ja auch was für die Stadt bringt.

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Anpfiff am 27. Juni 2019 um 18 Uhr

Der 27. Juni ist ein Donnerstag. Das Testspiel wird um 18 Uhr angepfiffen. In Abstimmung mit Dynamo sind die Eintrittspreise bereits festgelegt worden. Ein Sitzplatz kostet zehn Euro, ein Stehplatz acht Euro. Zuschauer mit Ermäßigung zahlen acht beziehungsweise fünf Euro. Dynamo-Fans aus dem Muldental werden sich das Testspiel sicher nicht entgehen lassen. Sie können ihre Mannschaft mal hautnah erleben, ohne weit fahren zu müssen.

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