12. Oktober 2021 / 18:53 Uhr

Trotz Ausfällen von Pajor und Wolter: Wolfsburgerinnen gegen Genf klarer Favorit

Trotz Ausfällen von Pajor und Wolter: Wolfsburgerinnen gegen Genf klarer Favorit

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Klarer Favorit: Nach dem furiosen 3:3 beim FC Chelsea wollen die Wolfsburgerinnen um Kapitänin Svenja Huth (Nummer 10) auch gegen Servette Genf wieder jubeln.
Klarer Favorit: Nach dem furiosen 3:3 beim FC Chelsea wollen die Wolfsburgerinnen um Kapitänin Svenja Huth (Nummer 10) auch gegen Servette Genf wieder jubeln. © dpa/Adam Davy
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Innerhalb einer Woche mussten die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg mit Ewa Pajor und Pia-Sophie Wolter den Ausfall von zwei Offensivspielerinnen verkraften. Nichtsdestotrotz ist die Mannschaft von Trainer Tommy Stroot im Champions-League-Heimspiel am Mittwoch gegen Servette Genf (18.45 Uhr) der klare Favorit.

Zwei offensive Ausfälle innerhalb einer Woche waren hart für den VfL Wolfsburg und doch ist er am Mittwoch in der Champions League gegen Servette Genf (18.45 Uhr live bei DAZN) im heimischen AOK-Stadion der klare Favorit. Einen Sieg wollen die Wolfsburgerinnen auch für Ewa Pajor (Knie-OP) und Pia-Sophie Wolter (Kreuzbandriss) holen. Auf dem Platz, so Kapitänin Svenja Huth, "wollen wir uns auch gerade für diese Spielerinnen zerreißen. So werden wir das in den nächsten Wochen und Monaten angehen." Die Wolfsburgerinnen wollen der Favoritenrolle gerecht werden. "Das Trainerteam hat uns gezeigt, was für Qualitäten Genf hat, wenn man sie gewähren lässt", so Huth, die appelliert: "Wir müssen den Fokus aber auf uns legen, denn am Ende liegt es an uns, wie stark der Gegner letztendlich ist." Nach dem 2:2 in Freiburg zählte die Spielführerin ihre Mannschaft an - und bekam prompt eine Reaktion. Gegen Chelsea, aber auch gegen Köln. "Wir sind in London nach einer schwierigen Anfangsphase und Rückstand nicht auseinandergefallen, sondern haben uns reingekämpft und eine Energie- sowie Willensleistung auf den Platz gebracht. Auch gegen Köln war es wieder besser."

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Es sei nicht immer einfach, "denn die Gegner stemmen sich dagegen, stehen tief und kämpfen mit allen Mitteln. Für uns wird es besser, wenn wir den Gegner müde gespielt haben und entsprechend Räume bekommen, die wir dann aber noch besser nutzen müssen. Genau das ist unser Anspruch, so müssen wir in jedes Spiel gehen, egal, um welchen Wettbewerb es geht."

Vorm Gruppenphasen-Auftakt in der Champions League gegen den FC Chelsea (3:3) mussten die VfLerinnen vergangene Woche den langfristigen Ausfall von Top-Stürmerin Pajor verkraften. Und auch vor dem Duell gegen Genf gab es mit der Verletzung von Wolter schlechte Neuigkeiten, beide werden monatelang fehlen. "Zwei große Verletzungen so kurz hintereinander sind für die betroffenen Spielerinnen ein großer Schock, aber durchaus auch für uns als Mannschaft", bedauert Huth. Die 30-Jährige sehe es nun als Aufgabe, als Team "noch enger zusammenzurücken und das im Kollektiv aufzufangen. Wir sprechen den Spielerinnen gut zu und zeigen ihnen, dass sie trotzdem immer noch bei uns sind."

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Stroot: "Genf ist keine typische Mannschaft"

Auf was für einen Gegner treffen die Wolfsburgerinnen am Mittwoch? Servette Genf spielt seit 2018 in der höchsten Liga der Schweiz und konnte bereits 2021 erstmals die Women's Super League gewinnen. In der laufenden Saison steht die Mannschaft von Coach Eric Severac nach fünf Spieltagen mit 12 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz hinter dem FC Zürich und dem Grasshopper Club. Zum Auftakt der Gruppenphase unterlagen die Genferinnen mit 0:3 gegen Juventus Turin. "Ich habe ein Team gesehen, dass extrem mitgespielt und den Spielaufbau an sich gezogen hat", so VfL-Trainer Tommy Stroot, der findet, dass Genf keine typische Mannschaft für die Schweiz ist. Woran das liegt? Stroot: "Es sind auch viele ausländische Spielerinnen im Kader, die durchaus temperamentvoll in die Zweikämpfe gehen."

Am Mittwoch wird Verteidigerin Sara Doorsoun nach muskulären Problemen erstmals wieder im Kader stehen. "Das ist eine Bereicherung für uns. Aufgrund der weiteren Ausfälle werden wir den Kader zudem mit 20 Spielerinnen füllen", bestätigt Stroot, der nach dem Punktgewinn in London weiter mahnt: "Das hat erst einen richtigen Wert, wenn wir unsere weiteren Hausaufgaben in der Gruppe machen." Der Anspruch sei ganz klar, "gegen Genf sechs Punkte zu holen und Mittwoch fangen wir damit an."