10. Mai 2020 / 17:25 Uhr

Trotz Corona-Frust: Grizzlys Wolfsburg offenbar gut vorbereitet

Trotz Corona-Frust: Grizzlys Wolfsburg offenbar gut vorbereitet

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Das sah doch gut aus: Grizzlys-Physiotherapeut Thomas Wörlen notiert Testergebnisse von Jan Nijenhuis. © Grizzlys Wolfsburg
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Der erste Teil von Phase eins beendet: Ab Montag starten die Grizzlys Wolfsburg in Teil zwei des ersten von drei Sommer-Trainings-Camps in Corona-Zeiten. Es geht dann in Gruppen weiter. Vorher dürfen die Eishockey-Erstliga-Profis studieren. Zwölf Seiten Corona-Regeln. Stark: Trotz der Lage sind die Profi schon jetzt ziemlich fit.

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Am Freitag und Samstag absolvierten die elf Wolfsburger, die in Deutschland sind, ihren Laktattest im Intro-Institut von Dr. André Albrecht und ihre Kraft- und Mobilitätstests in der Eis-Arena unter den wachsamen Augen von Physiotherapeut Thomas Woerlen und Fitness-Coach Thomas Kruse. Doch da war meist nur ein Profi beteiligt. Ab Montag wird es minimal voller. In zwei Dreier- und einer Vierergruppe werden die Grizzlys in der Eis-Arena üben. Kruse, der seit Wochen im Fernaustausch mit den Spielern stand, kann sie dabei aber auch auf die abgetaute Betonfläche der Arena und den Kraftraum verteilen. Und da gelten klare Regeln. Jungprofi Jan Nijenhuis: "Bei den Kraftübungen nutzt zum Beispiel jeder nur eine Stange, nach den Desinfektionsdurchgängen sind zehn Minuten Pause, damit das einwirkt." Genau wie die anderen zehn Profis (Steven Raabe, der an der Hüfte operiert wird, fehlt) durfte er sich noch einlesen, das Handout zu den Hygieneregeln umfasste zwölf Seiten.

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Langeweile führte offenbar zu guter Fitness

Viel Abstand, viele Regeln, Nijenhuis war trotzdem glücklich. "Es war halt schon anders, aber es ist gut nach der langen Pause mal wieder so zu trainieren. Das fühlt sich dann wieder mehr nach Eishockey an." Mehr nach Eishockey als die einsamen Einheiten daheim. Wobei die mangelnde Abwechslung wegen der Ausgangsbeschränkungen auch Vorteile gehabt haben könnte. Nijenhuis: "Mit meinen Tests war ich zufrieden. Die Ergebnisse waren gut. Vielleicht, weil man in der langen Pause einfach mehr gemacht hat." Ein Eindruck den Mittelstürmer Fabio Pfohl bestätigt: "Jeder konnte ja von Peter Kruse gute Pläne bekommen. Was man letztlich macht, hängt an jedem selbst, aber in der Situation konnte man gut mehr machen." Sprich: Abwechslung und Ablenkung war rar, an Eigenmotivation mangelt es den Profis meistens sowieso nicht.

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