30. Juli 2020 / 19:57 Uhr

Trotz Corona: Nordsächsische Trapschützen motiviert

Trotz Corona: Nordsächsische Trapschützen motiviert

LVZ
Leipziger Volkszeitung
Für Marco Kroß, Paul Pigorsch und Kathrin Murche war 2020 wegen Corona sportlich nicht gerade das beste Jahr. 2021 wollen die Trapschützen aus Nordsachsen aber voll angreifen.
Für Marco Kroß, Paul Pigorsch und Kathrin Murche war 2020 wegen Corona sportlich nicht gerade das beste Jahr. 2021 wollen die Trapschützen aus Nordsachsen aber voll angreifen. © Archiv/Privat/Montage
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Nicht nur für die Trapschützen war 2020 aus sportlicher Sicht ein verlorenes Jahr. Auch mit Hinblick auf Olympia in Tokio nimmt dafür das Trio aus Nordsachsen 2021 voll ins Visier.

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Torgau. Es sollte ein super Jahr werden für die Trapschützen Kathrin Murche, Paul Pigorsch und Marco Kroß aus Nordsachsen. Doch Corona machte dem Trio einen Strich durch die Rechnung.

Kathrin Murche, die schon im Weltcup Erfahrungen sammelte, will sich dennoch bei den vom Deutschen Schützenbund organisierten Leistungsüberprüfungen für internationale Aufgaben zu empfehlen, die es erst 2021 wieder gibt. Höhepunkt sind dann die Olympischen Spiele, die für Kathrin Murche aber zu früh kommen. Weltcups, WM und EM sollten für die 20-Jährige vom SGI Frankfurt/Oder mit Zweitstartrecht für den SSC Neiden bei Torgau ein reales Ziel sein, zumal sie sich als Sportsoldatin voll aufs Trapschießen konzentrieren kann.

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„Für mich hat Corona sogar eine positive Seite. Nach meiner Schulter-OP konnte ich die Verletzung ohne Zeitdruck auskurieren. Und im Training habe ich mich auf die Verbesserung meiner Technik konzentriert“, erklärt die Mockritzerin.

Weltcup-Punkte holen

Technik-Verbesserung ist auch eine Aufgabe von Paul Pigorsch aus Süptitz. Der 28-jährige Polizeimeister, der sechs Monate im Jahr für den Schießsport freigestellt ist, mischt seit zehn Jahren international mit und verfehlte 2019 beim Weltcup in den Emiraten die Olympia-Fahrkarte als Dritter nur knapp – Rang zwei hätte gereicht. Der erfahrene Schütze mit Startrecht für Frankfurt/Oder und Bärensäule Weidenhain lässt sich durch die Tatsache, Olympia noch erreichen zu können, nicht verrückt machen. Um den Tokio-Platz zu ergattern, muss der dreifache Deutsche Meister bei der EM 2021 Bester der noch nicht qualifizierten Schützen werden. „Ziel ist: In die EM topfit gehen und dort ruhig bleiben. Eigentlich bin ich nervenstark. Die Chancen sind bei der Qualität der Konkurrenten für alle gleich.“

Marco Kroß (27), als Krankenpfleger im Schichtdienst lupenreiner Amateur, hat ebenfalls hohe Ziele. „Ich will so viel wie möglich Weltcup-Punkte holen und natürlich bei der EM sowie bei den Deutschen Meisterschaften mit vorn landen“, sagte der Schütze vom SSC Neiden, der sich 2019 den nationalen Titel sicherte. Norbert Töpfer