30. Juli 2021 / 22:13 Uhr

Trotz DFB-Aus: Max Kruse bedankt sich bei Stefan Kuntz - Olympia-Erlebnis "unfassbar geil"

Trotz DFB-Aus: Max Kruse bedankt sich bei Stefan Kuntz - Olympia-Erlebnis "unfassbar geil"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Kruse (links) dankt Stefan Kuntz für die Olympia-Teilnahme.
Max Kruse (links) dankt Stefan Kuntz für die Olympia-Teilnahme. © IMAGO/Chai v.d. Laage/Shutterstock/Montage
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Union-Berlin-Profi Max Kruse war beim Olympischen Fußballturnier einer von drei Profis, die vor 1997 geboren wurden. Der Routinier bezeichnete seine Olympia-Teilnahme bereits vor dem Turnier als "Krönung meiner bisherigen Karriere". Nun hat der Ex-Nationalspieler nach seiner Rückreise aus Tokio über seine Erfahrungen berichtet - und sich vor allem bei Trainer Stefan Kuntz bedankt.

Es war sein großer Traum - und den hat er sich erfüllt: Nach seiner Deutschland-Rückkehr hat Max Kruse euphorisch über seine Erfahrungen bei den Olympischen Spielen in Tokio berichtet. Der Fußball-Star von Union Berlin war mit dem deutschen Team nach einem Remis gegen die Elfenbeinküste (1:1) in der Vorrunde ausgeschieden - für den 33-Jährigen, der als einer von drei erlaubten älteren Profis Teil des Deutschland-Kaders war, zählte aber auch das Erlebnis: "Auch wenn wir leider das erhoffte Ergebnis nicht erfüllen konnten, trotzdem war das ein Erlebnis, was man im Leben wahrscheinlich nur einmal haben wird", schwärmte Kruse in einem Instagram-Video - und richtete auch Worte an Auswahl-Trainer Stefan Kuntz.

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Kuntz hatte Kruse, der in allen drei Spielen zum Einsatz kam und mit einem Heiratsantrag an seine Freundin Schlagzeilen machte, das Comeback in der Nationalmannschaft ermöglicht. "Ich wollte die Gelegenheit nutzen, mich ganz herzlich zu bedanken bei Stefan Kuntz und seinem Team", leitete der Union-Profi sein Video ein. "Dafür, dass sie mir die Chance gegeben haben, bei den Olympischen Spielen dabei zu sein."

Kruse schwärmt: "Das Olympische Dorf war der Hammer"

Kuntz, etatmäßiger U21-Nationaltrainer, hatte bereits vor dem Turnier mit Kader-Problemen zu kämpfen. Das DFB-Team war nur mit 18 statt der erlaubten 22 Spieler nach Japan gereist. Eine Reihe von Klubs gab angefragte Profis nicht frei, andere Spieler verzichteten selbst auf eine Teilnahme. Kuntz selbst brachte nach dem Turnier eine Bundesliga-Abstellungspflicht für Olympia ins Spiel und ließ seine Zukunft als U21-Coach offen. "Wenn ich jetzt nach dem Spiel sofort was zu meiner Zukunft sagen könnte, wäre ich nicht bei dem Spiel gewesen", antwortete der 58-Jährige auf die Frage, ob die Partie gegen die Elfenbeinküste (1:1) seine letzte als DFB-Trainer gewesen sei. Sein Vertrag läuft noch bis 2023.

Ungeachtet dessen freute sich Kruse trotz des frühen Scheiterns einfach nur, das Olympia-Feeling erlebt zu haben. "Das Olympische Dorf war einfach der Hammer. Es hat richtig Spaß gemacht, Athleten kennenzulernen, die Einlaufzeremonie, einfach alles in Tokio. Die Organisation war top", lobte der Angreifer, der nun bei Union Berlin wieder die Vorbereitung zur neuen Saison absolviert. "Viele tolle Sportarten, viele tolle Athleten. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, dass Tokio wirklich ein unfassbar geiles Erlebnis war und ist", schwärmte Kruse.

Den Olympioniken, die noch in Japan sind, wünsche er "alles Gute und viel Glück, dass ihr so viele Medaillen wie möglich nach Deutschland holt". Sein Glückwunsch gehe auch an alle, "die bis jetzt schon Medaillen erreicht haben. Gerade aktuell auch mit Alexander Zverev, der jetzt ins Finale eingezogen ist und um Gold kämpft."