06. Oktober 2019 / 18:54 Uhr

Trotz drückender Überlegenheit: TSV Havelse verliert gegen Eintracht Norderstedt mit 0:1

Trotz drückender Überlegenheit: TSV Havelse verliert gegen Eintracht Norderstedt mit 0:1

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Viele Chancen, kein Ertrag: Der TSV Havelse musste eine bittere Pleite gegen Eintracht Norderstedt hinnehmen. 
Viele Chancen, kein Ertrag: Der TSV Havelse musste eine bittere Pleite gegen Eintracht Norderstedt hinnehmen.  © CHRISTIAN HANKE
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Es sollte einfach sein: Der TSV Havelse zeigte gegen den FC Eintracht Norderstedt eine gute Leistung, spielte sich zahlreiche Torchancen heraus - und verlor am Ende durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 0:1. Besonders bitter: Kapitän Tobias Fölster verschoss einen Foulelfmeter. 

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Der große Arbeitseifer nach dem Abschlusstraining am Sonnabendnachmittag hat sich für die Spieler des TSV Havelse nicht ausgezahlt. Sie verloren – trotz guter Leistung und deutlicher Überlegenheit – das Regionalligaspiel gegen Eintracht Norderstedt mit 0:1 (0:0). Bitter: Kapitän Tobias Fölster verschoss dabei einen Foulelfmeter und das Gegentor fiel in der 90. Minute.

Sondereinsatz der Spieler wird nicht belohnt

Einen Tag zuvor bekamen die Spieler nach ihrer Übungseinheit noch eine zusätzliche Aufgabe: Alle packten gemeinsam mit an, um das Spiel im Wilhelm-Langrehr-Stadion überhaupt austragen zu können. „In einem Strafraum stand das Wasser. Wir haben die Erde ausgegraben, das Wasser abgetragen und alles wieder zugeschüttet“, sagt Innenverteidiger Niklas Tasky. Für Trainer Jan Zimmermann war das eine selbstverständliche Aktion: „Man kann nicht immer nur von der TSV-Familie reden, man muss sie auch leben“, so der Coach.

Nicht nur die Familie, auch die Fanfreundschaft mit den Norderstedter Anhängern lebt: Die Gästefans verspäteten sich und baten bei den Havelsern um Hilfe, um rechtzeitig zum Anpfiff im Stadion zu sein. Prompt schickte der Verein einen Fan samt Vereinsbus zum Seelzer Bahnhof, um die kleine Gruppe an Norderstedtern einzusammeln.

TSV Havelse - FC Eintracht Norderstedt:

Havelses David Lucic setzt sich gegen Nick Brisevac durch.  Zur Galerie
Havelses David Lucic setzt sich gegen Nick Brisevac durch.  ©
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Dominante Havelser treffen das Tor nicht

Die insgesamt 405 Zuschauer sahen von Beginn an einen dominant auftretenden TSV. Deniz Cicek scheiterte mit einem Schuss an Torwart Lars Oliver Huxsohl (4. Minute), nach einer Cicek-Flanke köpfte Noah Plume neben das Tor (21.). Dafür bestrafte er sich prompt selber und ohrfeigte sich danach leicht selbst. Die einzige gefährliche Torannäherung der Gäste gab es in der 23. Minute, als Nathaniel Amamoo einen akrobatischen Fallrückzieher neben das Tor beförderte. Marco Schleef (27.) und Yannik Jaeschke (31., 42.) schafften es nicht, den Ball über die Linie zu befördern.

Plume versuchte es nach dem Seitenwechsel noch einmal per Kopf, vergab aber wieder (59.). Die größte Chance zum Treffer ließ Fölster nach einer Stunde Spielzeit liegen. Huxsohl hielt seinen flachen Elfmterschuss nach rechts sogar fest. Zuvor wurde Julian Rufidis von Hamajak Bojadgian unfair am Torschuss gehindert. Für Zimmermann war klar, dass entweder Fölster oder Cicek schießen würde. „Sie haben sich so geeinigt“, sagte er und wollte den Fehlschuss nicht weiter kommentieren.

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"Da haben Tobi und ich nicht gut ausgesehen"

Es änderte sich auch in der Folge nichts daran, dass die Havelser am Drücker blieben und dem 1:0 deutlich näher schienen als die Norderstedter. Cicek verfehlte das Tor mit seinem Drehschuss nur knapp (81.). „Ich war mit dem 0:0 schon unzufrieden“, sagte Zimmermann später. „Dass daraus noch ein 0:1 geworden ist, ist doppelt hart.“

Dabei parierte Havelses Torwart Antonio Brandt einen Freistoß von Philipp Christian Koch aus 18 Metern noch gut zur Seite, doch nach der Flanke Richtung Fünfmeterraum stand Evans Owusu Nyarko völlig frei und köpfte ein – gefolgt von einem artistischen und technisch hochwertigen Flickflack. „Nach dem Freistoß war bei uns alles etwas durcheinander. Da haben Tobi und ich nicht gut ausgesehen“, nahm Tasky die Schuld am Gegentor mit auf sich und Innenverteidigerpartner Fölster. „So ein Spiel darf man nicht verlieren“, ärgerte sich Tasky.

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